Jahrgang 
01-26 (1866)
Seite
406
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Novellen⸗

land. Nicht ohne Grund vergleichen ſeine Kinder es

mit einem im diamantenen Meere ſchwimmenden z

Mutter lieben und verehren lernen, wie ein auf der

Scholle geborner Irländer.

Gewiß, theure Mutter, werde ich von jetzt an das Land lieben, wo Sie weilen, wo mein Vater geboren wurde, wo er gelebt unter Fürchten und Hoffen, wo er durch Sie wie von höherer Hand gegen Lebensgefahren beſchützt wurde. Vor allen andern aber werde ich den Fleck bier lieben, deſſen letzte Bewohner noch meinem Vater ſo viele zarte Beweiſe ihrer verwandtſchaftlichen Liebe gegeben. Wohl weiß ich den Schmerz und die Wonnen zu würdigen, die hier im alten Herrenhauſe ihren Anfang und ihr Ende genommen.

Dieẽ Wonnen, auf die Du deuteſt, geliebter Arthur, werde ich vom Himmel auf Deine Wege her⸗ abflehen; dagegen möge Dir der Leidenskelch erſpart bleiben, den viele Deiner edlen Vorfahren bis zum letzten Tropfen geleert haben, ehe ihnen der Tod Er⸗ löſung brachte, aus politiſchem oder religiöſem Irrwahn, in dem ſie den größten Theil ihres Lebens befangen waren. Kann ich auch ſelbſt mich von religiöſer Schwärmerei während früherer Jahre nicht ganz frei⸗ ſprechen, ſagte ſie mit leiſer Stimme, mit einem nicht wiederzugebenden Blick, das feucht gewordene Auge zu Arthur aufſchlagend, der träumeriſch den Arm auf die Schulter der Mutter gelegt hatte ſo waren es doch nicht unedle Zwecke, die ich dabei verfolgte: dem Vaterlande zu dienen und meiner

neuen. Gutsherrſchaft,

Schloſſes ein reges Leben entfaltete. und Fußgänger im bunten Gedränge zogen unter den grauen Wällen in ſich zuletzt gegenüber dem hochgewölbten Thorbogen auf, Plötzlich erklangen von einem gewaltigen Chor Töne eines wunderbaren Geſanges; nicht etwa, Arranmore's Vater ſie vor langen Jabren in

eitung.

eigte, das ihr für die Menſchheit innewohnende Wohl⸗

wollen deutlichſt beurkundete.

Smaragd. Ach, theurer Arthur, ich habe kaum ge⸗ glaubt, daß ich mein Vaterland ſo liebte. Gewiß Es war an einem hellen Spätſommermorgen, wirſt auch Du das Land Deines edlen Vaters, Deiner als ſich um die Mauern des alten burgartigen

Reiter, Wagen

langen Zügen vorüber und ſtellten

der zum innern Hofe den Eingang gewäbrte.

wie Lord der Abtei auf ſeinem Krankenlager vernommen, es waren nicht die Klagetöne des Cavine, des Todtengeſanges die Lord Inchiquin damals zur letzten Ruheſtatt begleiteten es waren die Jubellaute des iriſchen Nationalliedes Erin go bra Irland für immer, womit die Männer der Grafſchaft Connemara des Clans neues Oberhaupt, Arthur, den rechtmäßigen Erben von Arranmore auf St. Grellan, bewillkommne⸗ ten. Wie ein Lauffeuer war die Kunde durch die Thäler gedrungen; jeder Ort hatte zahlreiche ſchickt, um wie einſt dem

thuſiaſtiſcher Weiſe darzubringen.

Das Schloß und deſſen nächſte Umgebung bot während des Tages der heiteren Scenen gar viele, wie man ſie nur in Irland ſieht, wenn ein fröhliches Ereigniß zahlreiche Gemeinden zu deſſen Feier ver⸗ ſammelt hat. Um ſich ein Bild davon zu vergegenwär⸗ tigen, darf, wer in Italien verweilte, nur an einen

Liebe zu Deinem verklärten Vater, deſſen treues Abbild ich jetzt vor mir ſehe in Dir, meinem einzigen theuren Sohne. Lady Arranmore reichte nach dieſen Worten Arthur die Hand; er führte ſie in kindlicher Vereh⸗ rung an ſeine Lippen; ein leuchtender Strahl aus ſeinem großen dunkeln Auge ſagte der Mutter, daß ſie mit ſolchem Sohne nicht verlaſſen ſtand auf dieſer Welt. Ein Blick aus den geöffneten Fenſtern über die im reichen Ernteſegen prangenden Fluren, im Vor⸗ dergrunde auf den Park, deſſen beſprochene Umge⸗ ſtaltung Arthur's reicher Phantaſie volle Beſchäftigung gab, endlich die iriſche Dienerſchaft, die am Fuße der Freitreppe beſchäftigt war, nach Anweiſung des Przug heiteren, aus Italien mitgebrachten Camecinon die ſei, ein Hleberreſte iriſcher Nonchalance von den Blumenpar⸗ zu begin ſerren zu entfernen gab den Gedanken der von oben die Rückk, ſerab ſchauenden Perſonen bald wieder die heitere

vorzug

Markt im ſchönen Albanergebirge, oder an das Ro⸗ ſalienfeſt in Neapel denken, wo die Menſchen Feiertag halten, ohne an die Sorgen der kommenden Tage zu denken. Die eben noch nicht z fue Weuas ſchaft des Lords reichte kaum 6 idie Hungrigen mit Brod, Pork und Cobbage, dem Lieblingsgericht der Irländer, zu erquicken. Was an Nahrungs⸗ mitteln fehlte, erſetzten zahlloſe Gallonen von Ports und Whisky, deren Abgänge immer durch neue Zu⸗ fuhren aus dem Städtchen erſetzt wurden. Die Sonne war lange zu Rüſte, als das neue Clans⸗Oberhaupt den letzten der Abgeordneten dankbar die Hand drückte, ehe ſie auf ihren zotteligen Gebirgspony's von dannen galoppirten.

Unfern vom Städtchen St. Grellan, wo der Er⸗ zähler vor zehn Jahren auf ſeiner letzten Reiſe in Irland übernachtete, erhebt ſich, von weiten Parkan⸗ lagen umgeben, ein prächtiger Herrenſitz, deſſen Zinnen ſich in einem Flüßchen wiederſpiegeln, das wie das

ichtung, welche auch auf den Geſichtszügen der

Schloß der ganzen Umgegend zur maleriſchen Zierde

als ſie ſich ihren Angehörigen

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Deputirte ge⸗ Vater ihr Beileid, ſo jetzt dem Sohne ihre Freudensbezeugungen in iriſch en⸗

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