Jahrgang 
01-26 (1866)
Seite
404
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Vaterlande zur Ehre, ſagte Lady Arranmore und

fügte mit gehobener Stimme hinzu:Ja, mein Arthur, wir rechnen darauf, daß Du dereinſt Deine ganze Kraft dem Lande Deiner Ahnen widmeſt, nach dem Beiſpiele Deines edlen Vaters, ohne Furcht, wo es gilt, das Recht zu beſchützen, ohne Wanken, wenn das Volk Hülfe von Dir erheiſcht gegen ungeſetzliche Gewalt.

Der Jüngling, in dem die edle Ritterlichkeit ſeines franzöſiſchen Geburtslandes mit dem altiriſchen Stolz ſeiner Eltern gemiſcht war, beugte ſein Haupt vor der hohen Geſtalt der edlen Mutter, die ſegnend die Hand auf die dunkle Lockenfülle legte, die es umringelte und dann ihm dem Vater zuführte, der gerührt auf dem ſchönen Bilde des Augenblicks ver⸗ weilte. Des Vaters Rechte ergreifend, legte er ſie auf ſein Herz, wortlos, aber mit dem Ausdruck des kühnen Stolzes im großen blauen Auge, wie er ſeit Jahrhunderten in den Annalen des iriſchen König⸗ reiches als die forterbende Eigenſchaft der Tig⸗O'Brien, der Herren der Inſeln von Arran, bezeichnet wird.

Wenige Monate, nachdem dieſe Scene ſtattge funden, verließ die Familie das immer noch gährende Frankreich, um auf der gekauften Villa am Arno die ungeſtörte Ruhe zu finden, die den Gatten, nach dem fortwährenden Wechſel ihres bewegten Lebens, jetzt unter den Bedürfniſſen des Daſeins das aller⸗ größte war.

Sechzehn Jahre waren an den Glücklichen vor⸗ übergezogen, ohne irgend ein Ereigniß, welches ihre Zufriedenheit ſelbſt auf Tage hätte ſtören können, als Louis Philipp Frankreichs Thron beſtieg, der abermals einmal wieder von den Bourbonen verſcherzt war. Auf Lord Arranmore machte der Name Bürger⸗ könig, der dem Nachfolger Carl X. vom Volke bei⸗ gelegt war, einen ganz beſonderen Eindruck, indem er in der von dem Könige gefundenen Regierungs⸗ form das Princip verwirklicht glaubte, für das er während der Hälfte ſeines Lebens geſchwärmt und gekämpft hatte. Arthur aber, jetzt ein ſchöner durch⸗ gebildeter Mann, war hochbegeiſtert von den regel⸗ mäßig aus Paris einlaufenden günſtigen Nachrichten. Er hätte kein geborner Franzoſe ſein müſſen, um ſich nicht electriſirt zu fühlen von dem Königspatent, welches mit den Worten ſchloß:La charte sera désormais une verité.

Lord Arranmore erkannte aus den Aeußerungen ſeines Sohnes täglich mehr, daß dieſer, ſtatt jedes anderen bereits beſprochenen Berufes, jetzt Frankreich vorzugsweiſe als das Land betrachtete, wo es Pflicht ſei, eine ſeinen Kenntniſſen angemeſſene Wirkſamkeit zu beginnen, da ja, wie ihm ſelbſt, auch dem Sohne die Rückkehr nach Irland für immer verſchloſſen ſchien.

Novellen⸗

Jeitung.

Im Einverſtändniß mit dem jungen Baronet und gebilligt von der liebenden Mutter, wurden nun von Lord Arranmore in Paris die nöthigen Einleitungen getroffen, Arthur die diplomatiſche Laufbahn zu eröffnen.Das iſt das Feld, ſagte Lady Arranmore mit ihrem gewöhnlichen anmuthigen Lächeln,auf dem ich unſrem Lieblinge aus eigener diplomatiſcher Erfahrung, wenn es nöthig werden ſollte, kleine Rath⸗ ſchläge geben kann.

Das Schickſal aber, ſo günſtig es bisher über der Familie gewaltet, hatte diesmal gerade im ent⸗ ſcheidenden Augenblick Schweres über ſie verhängt.

Die Bekanntſchaft von Lord und Lady Arranmore mit bedeutenden Männern aus der Kaiſerzeit, die Louis Philipp wieder in ſeine Nähe gezogen, verbun⸗ den mit der impoſanten Figur und den gefälligen Manieren des Baronets, erleichterten ihm den Weg durch die Vorzimmer der Großen, aus denen der Weg in das Cabinet des Königs führte. Der Baronet Arthur O'Brien hatte das Patent eines Legations⸗ ſecretärs bei der Geſandtſchaft in Carlsruhe empfan⸗ gen, an demſelben Tage, als die Nachricht bei ihm eintraf, daß ſein Vater bei der Rückkehr von einem raſchen Spazierritt, in dem Augenblick, als er vom Pferde ſteigen wollte, vom Schlage getroffen und in der darauf folgenden Nacht verſchieden ſei.

Wir unternehmen es nicht, den ungeheuern Schmerz zu ſchildern, durch den ſelbſt das Leben von Lady Arranmore längere Zeit bedroht erſchien. Die Aerzte fürchteten wochenlang für ihren Verſtand. Ar⸗ thur weilte ſtundenlang an ihrem Krankenbette, doch erkannte ihn die Mutter nur in lichten Augen⸗ blicken; ſie hielt ihn zumeiſt für den Gemahl, den ſie ſchmeichelnd mit den ſüßeſten Namen anredete. In der zweiten Woche erſt erkannte ſie den Sohn, nach welchem ſie bis dahin niemals gefragt hatte. Unter einem Thränenſtrome machte ſich ihr gepreßtes Herz Luft; dann nahm ſie Arthur's Hand, den ſie lange, ohne ein Auge von ihm zu verwenden, anblickte, als wolle ſie ſich von dem Irrthume vergewiſſern, in dem ſie in Betreff auf ſeine Perſönlichkeit ſo lange ge⸗ ſchwebt, und endlich, mit einem ſchmerzlichen Lächeln nach Oben deutend, hauchte ſie die Worte:Dort fin⸗ den wir ihn wieder.

Unter Hoffen und Bangen war Arthur der Winter traurig vergangen. Der Monat Februar des Jahres 1831 war gekommen, als Lady Arranmore's Krankheit endlich als gehoben zu betrachten war. Mit dem lauen italiſchen Frühlingshauche und dem Blüthen⸗ dufte, der die Thäler des Arno mit neuem Leben er⸗ füllte, war mit den Körperkräften auch die geiſtige

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