K jener die der otenpferd i einet ſu Alle a Para⸗ den, u. „flüth a delchen chaulich It feind, reactio⸗ Lenflict aegreifen ve Welt in en kann, Ueber⸗ rneuen lückkehr uſt der on ſich hweiße neuen u1, ge⸗ 8, und genreff, ſtgeſtel⸗ nen der
tur mit die Ge⸗ ung des en, wie ufzählt. endetere älteren, in der mbeide fremd oort die die lei⸗ hneten, im des ur uur gen lie⸗
eichnet
ſe alte
hende
endlich
ꝛegung Jlei 4
Vierte
Von den modernen Todeswaffen.
Heute, wo nicht nur ganz Deutſchland, ſondern ganz Europa von der bangen Ausſicht auf einen Krieg beängſtigt wird, der, praktiſchen politiſchen Anſichten zu Folge, wahr⸗ ſcheinlich niemals ausbrechen und wohl nur in ſeinen Be⸗ drohungen als Schreckgeſpenſt am Horizont der Bildung und Kultur vorüberſchweben wird, muß es doch Jeden intereſſiren, das Weſen der verſchiedenen Schießwaffen kennen zu lernen, welche der Menſch zur Tödtung ſeines Nächſten erfunden hat. Wir wollen von den zu ſehr knallenden Kanonen abſehen und nur über militäriſche Schießgewehre einer Mit⸗ theilung folgen, welche die Ergänzungsblätter für Technologie geben. Lebhafter noch als der Principienſtreit über gezogene Vorderladungsgeſchütze, im Gegenſatz zu gezogenen Hinter⸗ ladungsgeſchützen, wird in den militäriſchen Kreiſen die Frage erörtert, ob dem von hinten zu ladenden Zündnadelgewehr der Vorzug vor den von vorn zu ladenden Gewehren zu geben ſei?
Daß das bisherige glatte Percuſſionsgewehr keine ge⸗ nügende Handfeuerwaffe mehr iſt, und daß nothwendiger Weiſe jede nur irgend auf Erfolg im Feuergefecht rechnende Infanterie unbedingt mit gezogenen Gewehren bewaffnet ſein muß, iſt eine allſeitig anerkannte Thatſache. Dieſe Ueber⸗ zeugung gewann ſogar bereits Einfluß auf die Bewaffnung der Cavalerie, und wir finden daher faſt in allen größeren europäiſchen Armeen die Reiterregimenter, wenn nicht durch⸗ gehends, ſo doch zum Theil ſchon mit gezogenen Carabinern und kurzen Büchſen bewaffnet.
Je einmüthiger man ſich aber in der Verwerfung des glatten Gewehres erwies, deſto getheilter waren die Anſichten über das beſte, den gezogenen Gewehren zu Grunde zu legende Syſtem. Die urſprüngliche alte Büchſe, bei welcher die Kugel ihre Führung durch ein gefettetes Pflaſter erhielt, ward bald durch die Erfindungen Delvigne's und Thouvenins ver⸗ drängt, welche ihren gezogenen Gewehren am hinteren Ende des Laufes einen ringförmigen Abſatz, reſpective einen Stift oder Dorn gaben, auf welchen die von vorn und mit großem Spielraum geladene Bleikugel mittelſt des Ladeſtockes feſt⸗ gekeilt und dadurch ſo ausgedehnt wurde, daß ſie nunmehr in die Züge eintreten und Führung erhalten mußte.
Beide Verbeſſerungen wurden einerſeits durch das vom franzöſiſchen Capitain Minié conſtruirte Miniégewehr, an⸗ drerſeits durch das vom Gewehrfabrikanten Dreyſe in Söm⸗ merda erfundene Zündnadelgewehr bei weitem übertroffen. Das Miniéſyſtem gewann eine außerordentlich ſchnelle Ver⸗ breitung, da es nicht blos große Vorzüge vor den bisherigen Dorn⸗ und Kammergewehren beſaß, ſondern auch leicht auf jene übertragen werden konnte. Das Zündnadelgewehr aber blieb auf die preußiſche Arme beſchränkt, theils weil Preußen die von Dreyſe ihm überlaſſene Erfindung längere Zeit ge⸗ heim hielt, theils weil die Erzeugung der Munition ziemlich ſchwierig war, und die Annahme des Syſtems die Beſchaffung neuer Gewehre bedingte. Dieſe Schwierigkeiten, verbunden mit der Befürchtung, daß die außerordentlich erhöhte Einfach⸗ heit des Lademodus, ſowie die möglich gewordene Anwendung der Einheitspatrone ein zu ſchnelles Verſchießen der Truppe herbeiführen würden, beſtimmte die meiſten Staaten zur Wahl des Minisſyſtems.
Miinnis benutzte die von Tamiſier aufgeſtellte Idee, das in ſeinem untern Theile ausgehöhlte Geſchoß durch die Pulver⸗ gaſe auszudehnen und in die Züge zu treiben; er vervoll⸗ kommnete dieſelbe aber dadurch, daß er einen eiſernen Spiegel in die Höhlung einſetzte, welcher durch die Gaſe in den koniſch
——öö—QO————z
Folge. 397
geformten Raum hineingetrieben und hierdurch die Verlaſſung zu einer hinreichend ſtarken Expanſion des Geſchoſſes wird.
Das Miniſyſtem wurde ſehr raſch nach einander in mehreren der größeren europäiſchen Armeen, wie z. B. in der franzöſiſchen, ruſſiſchen und engliſchen Armee, ſowie in den Contingenten mehrerer kleinerer Bundesſtaaten eingeführt, erlitt aber im Laufe der Zeit mehrfache Veränderungen und Verbeſſerungen, ſo daß die Syſteme der einzelnen Armeen ſich nicht unweſentlich von einander unterſcheiden.
Das ruſſiſche Miniégewehr iſt dem eigentlichen Minié⸗ ſyſtem am ähnlichſten geblieben; es gleicht, mit Ausnahme des gezogenen Koſakengewehres, äußerlich dem früher üblichen glatten Gewehr, trägt bis auf 1200 Schritt und iſt nach dem Krimkriege der geſammten ruſiſchen Infanterie gegeben. Das Koſakengewehr iſt ebenfalls nach dem Miniéſyſtem conſtruirt, trägt jedoch nur bis auf 1000 Schritt und iſt in allen Theilen, incluſive des Hahns, möglichſt der ſcharfen Kanten und Ecken beraubt, um Reiter und Pferd nicht zu incommodiren. Da die geſammte ruſſiſche Infanterie, incluſive der Jäger, nach der neueſten Reorganiſation 668,000 Mann zählt, ſo iſt es des gewaltigen Koſtenpunktes wegen nicht wahrſcheinlich, daß Rußland, ſelbſt wenn die Vorzüge des Zündnadelgewehres immer ſtärker hervortreten ſollten, ſich leicht zu einer Aende⸗ rung der Bewaffnung entſchließen ſollte.
Das engliſche Infanteriegewehr, die ſogenannte Enfield⸗ büchſe, iſt ebenfalls auf das von Pritchett modificirte Minié⸗ ſyſtem baſirt; das Geſchoß hat jedoch keine Reifelung, ſondern eine glatte Außenfläche, außerdem iſt das Culot nicht von Eiſenblech, ſondern von hartem Holz. Nachdem man um⸗ faſſende Verſuche mit einer von Whitworth conſtruirten Büchſe gemacht hat, iſt man jetzt zu dem Entſchluſſe gelangt, die bis⸗ herigen Enfieldbüchſen in Zündnadelgewehre umzuwandeln. Das derartig umgewandelte Gewehr ſteht wegen der Kürze des verbleibenden gezogenen Theils des Laufes in Präciſion und Schußweite nicht allein dem preußiſchen Zündnadel⸗ gewehr, ſondern auch der bisherigen Enfieldbüchſe nach. Im Uebrigen aber gewährt es alle Vorzüge des Zündnadelſyſtems, namentlich das ſchnelle Feuern und die Anwendung der Ein⸗ heitspatrone, und die Umänderung verurſacht keine erheblichen Koſten.
Auch in der franzöſiſchen Armee iſt das Miniégeſchoß durch Neßler in ſofern verbeſſert worden, als das Geſchoß eine dreieckige, neuerdings viereckige, nach oben pyramidaliſch zu⸗ laufende Höhlung ohne Spiegel erhalten hat, deren Conſtruc⸗ tion eine genügende Expanſion des Geſchoſſes durch die Pul⸗ vergaſe geſtattet, ohne daß letzteres beim Transport durch einen etwaigen äußeren Druck oder anderweitige mechaniſche Einwirkungen leicht deformirt werden kann. Der Kaiſer Na⸗ poleon hat übrigens ſchon längſt dem Zündnadelgewehr ſeine volle Aufmerkſamkeit zugewendet und wiederholt größere Ver⸗ ſuche in Vincennes angeordnet. Die franzöſiſchen militäri⸗ ſchen Zeitſchriften verſichern zwar, daß die Verſuche nicht be⸗ friedigt hätten; indeß deuten vielfache Anzeichen darauf hin, daß man ſich nur noch am Koſtenpunkt ſtößt, die Vorzüge des Zündnadelſyſtems aber ſehr wohl erkennend, über kurz oder lang zur Annahme deſſelben ſchreiten wird.
Außer den bereits angeführten modificirten Minié⸗ ſyſtemen verdient das in der baieriſchen Armee eingeführte, durch den Oberſten Podewils conſtruirte Gewehr nähere Er⸗ wähnung; es hat in der Schwanzſchraube eine kleine eylin⸗ driſche Kammer, welche zur Aufnahme der Ladung beſtimmt iſt und den Vortheil gewährt, daß die Entzündung und Ver⸗ brennung des Pulvers regelmäßig und in der Axe des Laufes


