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Vierte Folge.
ſoll ſein zwiſchen dir und dem Menſchen, derſelbe ſoll dir den Kopf zertreten und du wirſt ihn in die Ferſe ſtechen.“ Und zum Weibe ſprach er:„Mit Schmerzen ſollſt Du ge⸗ bären!“ Und zu„dem Menſchen“ ſprach er:„Mit Kummer ſollſt Du Dich nähren auf Deinem Acker, im Schweiße Deines Angeſichts Dein Brod eſſen! Du biſt Erde und ſollſt zu Erde werden!“ Und„Jehovah“ machte„dem Menſchen“ und ſeinem Weibe Röcke von Fellen und zog ſie ihnen an und ſprach:„Siehe, der Menſch iſt geworden wie unſer Einer, und weiß, was gut und böſe iſt.“ Und trieb ihn aus dem Garten Eden, daß er das Feld bauete, von dem er ge⸗ nommen iſt.
Der kindiſche Einfall, der den thörichten Menſchen unter der Mühe und Noth des Lebens wohl überkommen mag, wie ſchön doch ein Leben ohne Tod, ein Alter ohne Krankheit, eine Geburt ohne Schmerz, ein Genuß ohne Arbeit, ein Friede ohne Kampf, ein Glück ohne Sorgen ſein müſſe, hat dem Kindesalter der Menſchheit die Sage dictirt, daß einſt wirk⸗ lich ſolche paradieſiſche Zuſtände, ſolche goldne Zeiten da⸗ geweſen, die unwiederbringlich verloren ſeien. Träge Ruhe, langes Leben und ſinnlicher Genuß ſind noch heute dem Na⸗ turmenſchen die höchſten Güter; was dagegen und was dar⸗ über geht, iſt für ihn vom Uebel. Er beneidet das Thier „des Feldes“, weil es weder die Arbeit und den Kampf mit der Natur, noch die Sorge um Nahrung, Kleidung und Wohnung kennt, und überdies weder von den Schmerzen der Krankheit, noch den Schrecken des Todes, noch den Wehen der Geburt berührt wird. Er flucht der Civiliſation, die ihn aus ſeinem trägen Behagen aufrüttelt und ihn zum Kampfe um ſeine Exiſtenz unter veränderten und ſchwierigeren Be⸗ dingungen aufruft, er verwünſcht eine Kultur, die das Pa⸗ radies der weiten Jagdgründe hinter ihm ſchließt und ihm den kleinen Acker zuweiſt, damit er im Schweiße ſeines An⸗ geſichts ſein Brod baue.
Obgleich die Paradieſesſage die„Erkenntniß“ feiert, indem ſie von der Eiferſucht„Jehovah's“ auf den Menſchen redet, der nun„geworden wie unſer Einer, zu wiſſen, was gut und böſe iſt“, verwünſcht ſie dieſelbe doch, als zu theuer erkauft und brandmarkt ſie, die den Göttern gleich macht, in demſelben Athemzuge als„verbotene Frucht“. Lebhaft erinnert die Eiferſucht, mit der„Jehovah Elohim“ den Menſchen zur Erkenntniß reifen ſieht, an die Rache des griechiſchen Zeus, da Prometheus das Feuer vom Himmel ſtiehlt, um es den Menſchen mitzutheilen und ſie die Künſte zu lehren, die das Leben der Sterblichen göttergleich machen. Auch findet der Paradieſesapfel, der gleißende, mit dem unheilvollen Inhalt, den das Weib dem„Menſchen“ reicht, eine Parallele in der verführeriſchen Gabe der Pandora, die von den auf die Men⸗ ſchen eiferſüchtigen Göttern mit allen Reizen ausgeſtattet wird, um ſie zur Annahme eines Geſchenkes zu bewegen, welches das ganze, bisher nicht gekannte Heer der Noth und Krankheit, des Jammers und der Schmerzen einſchließt.
Offenbar entſpringen alle dieſe Sagen dem erſten Kin⸗ desalter des Menſchen, als er von der ſo mühſam errungenen, niederſten Stufe des Kulturlebens noch ſehnſüchtigen Auges in den Thierpark zurückblickte, den er, von der äußern Noth geſpornt, eben erſt durchbrochen hatte. Sie ſtammen aus einer Zeit, da„die Erkenntniß“ des Menſchen bereits weit genug gediehen war, um den Neid der„Götter“ wach zu rufen, nicht aber, um ſeine Phantaſie vor einem Rückfalle in die„goldene“ Zeit der Beſtialität zu bewahren, von der er ſich eben erſt losgerungen. Dje Arbeit am eigenen Acker, zu der die Natur den Menſchen rief, um ihn als höhere
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Ordnung unmzugeſtalten und ſo der niederen Stufe des Thier⸗ lebens zu entreißen, erſchien der Phantaſie, wenn ſie auf ihren Ausflügen in„das verlorene Paradies“ das Thier ge⸗ wahrte, das ſich nicht mit Kummer auf ſeinem Acker nähren muß, als ein heilloſer Fluch für die Menſchheit. Die Sorge für Bedeckung und Kleidung, welche die Natur dem zum Menſchen transformirten Thiere als Schutz gegen ſeine kli⸗ matiſche Umgebung auferlegte, während das Thier dieſer Sorge überhoben iſt, erſchien ſo überaus drückend, daß ſie nur die leidige Folge des mit der„Sünde“ erwachten Scham⸗ gefühls ſein konnte,— während doch Geſchichte und Erfah⸗ rung zur Genüge zeigen, daß das Gefühl der Scham vor Entblößung erſt durch die Sitte, die Gewohnheit der Beklei⸗ dung, der Verhüllung erweckt und durch die Vergleichung des ſchmeichelhaften Gegenſatzes ausgebildet wurde, in dem der bekleidete Kulturmenſch zum unbekleideten Wilden ſteht, der höchſtens ſeine Blößen deckt. Der Kampf des Menſchen mit der Natur, die ſiegreiche Unterwerfung und Dienſtbarmachung ihrer widerſpenſtigen Kräfte galt dem trägen, friedlichen Na⸗ turmenſchen, wiederum, weil das glückliche Thier davon Nichts weiß, als heilloſe Unterbrechung einer allgemeinen Harmonie, die ehedem im Paradieſe, im goldenen Zeitalter gewaltet haben mußte. Die Schmerzen, unter denen der Menſch zufolge ſeiner höheren natürlichen Organiſation zum Leben geboren wird, erſchienen ihm als verwünſchte Ab⸗ weichung von einer urſprünglichen beſſeren Einrichtung, kurz Alles, was ihm in der Natur als ſchädlich, häßlich, feindlich gegenübertrat, mußte wie die Schlange, die auf dem Bauche kriechen und Staub freſſen muß, ihr Leben lang als verfluchte Mißgeſtalt gelten, die den Paradieſesgarten noch nicht ver⸗ unzierte. Daß die Natur, als ſie in der Pflanzen- und Thierwelt die Reihe ihrer Erſcheinungen nach dem Geſetze der Nothwendigkeit entwickelte, den Menſchen, der damals noch nicht exiſtirte, nicht um ſeine Zuſtimmung befragen konnte, daß die Dinge überhaupt nicht um des Menſchen, ſondern ihrer ſelbſt willen exiſtiren, und keines an ſeiner Berechtigung etwas dadurch verliert, daß es dem Menſchen zufällig feindlich, verderblich, häßlich iſt, dies Alles mußte der Phantaſie des Kindes fern bleiben, welches Alles nur um ſeinetwillen„gemacht“ ſich vorſtellte.
So kommt es denn, daß wo die religiöſe Sage Uebel und Unheil, Fluch und Verderben in den Erſcheinungen der Natur und Kultur beklagt, die Geſchichte Vernunft und Segen, Zuſammenhang und Ordnung nachweiſt, daß, was jene als Fall, als Verluſt betrauert, hier als Sieg und Gewinn be⸗ grüßt wird, und daß derſelbe Zuſtand, der dort als„ein goldener“ gefeiert wird, den man wiedergewinnen müſſe, hier im Lichte der Kultur als ein ſehr gegentheiliger erſcheint, zu deſſen Ueberwindung man der Menſchheit gratuliren muß. Das Ende des Paradieſes war das Ende des Naturzuſtandes der Menſchheit und der Anfang der Kulturentwickelung. Der Verluſt der ſogenannten paradieſiſchen Unſchuld war der Ge⸗ winn der menſchlichen Freiheit von der Herrſchaft des dunklen Inſtinctes, das Brechen vom verbotenen Baume der Er⸗ kenntniß— der erſte Act eines ſelbſtbewußten Handelns. Einmal zum Selbſtbewußtſein vorgedrungen, hatte der Menſch das Gängelband des Inſtinctes, an dem eine mütterliche Natur ihn bis dahin geleitet, zerriſſen; das Paradies des thieriſchen Zuſtandes war hinter ihm geſchloſſen; die Natur ſelbſt wehrte ihm mit dem ganzen Heere ihrer feindlichen Kräfte die Rückkehr, rief ihn zum Kampfe heraus, um die Kräfte ihres Kindes zu entwickeln, lehrte ihn, durch Erkennt⸗ niß ihrer Kräfte und Erſcheinungen ihrer Launen ſich zu


