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Vierte
als die erſte; man muß einundzwanzig Stufen hinab⸗ ſteigen. Es iſt die unterirdiſche Kirche der heiligen Helena oder der Kreuzerfindung. Hier ſoll die Kaiſerin das wahre, von den Iuden mit dem der beiden Schächer in eine Ciſterne geworfene Kreuz wiedergefunden haben.
Ich halte mich nicht länger bei der Beſchreibung der heiligen Stätten auf. Es handelt ſich zuerſt nicht darum, wie ſie ſind, ſondern ob ſie ſind, d. h. ächt ſind. Dies will ich jetzt unterſuchen. Natürlich werde
bezeichnet, erörtern. Ich unterſuche hier nur im All⸗ gemeinen, ob die dreifache Kirche, welche man Auf⸗ erſtehungs⸗ oder Grabeskirche nennt, wirklich auf der Stelle erbaut wurde, wo Chriſtus geſtorben und begraben iſt. Die Aechtheit Golgatha's und des
heiligen Grabes bedingt die Aechtheit der ſich daran
Folge. 393
Da liegt alſo die Frage nicht; es wird aber bezweifelt, daß Conſtantin die Lage Golgatha's und des heiligen Grabes wirklich gekannt habe, da die ganze Erbauungsgeſchichte ein legendenartiges Gepräge trägt. Die heilige Helena läßt Ausgrabungen vor⸗ nehmen, ſie findet die drei Kreuze wieder, wohler⸗ halten, obgleich dieſelben ſeit dreihundert Jahren unter der Erde lagen; ſie erkennt dasjenige des Heilan⸗ des an den Wundern, die es bewirkt. Dies genügt, ſagt man, um dem Geſchichtsſchreiber und der Tradi⸗ tion allen Glauben zu verweigern.
Doch dieſer Schluß ſcheint mir nicht richtig; im Gegentheil. Lieſt man dieſe mit übernatürlichen Dingen gepfropfte Erzählunge aufmerkſam durch, ſo erſtaunt man, Daß der Erzähler, dem die Wunder ſo geläufig ſind und der ſie anhäuft, um die Ent⸗
knüpfenden Legenden nicht. Obgleich das von KarlX. deckung des wahren Kreuzes zu erklären, kein einziges
bewohnte Louvre derſelbe Palaſt iſt, der noch heute anführt zur Wiederauffindung Golgatha’'s und des
ſo heißt, braucht man doch nicht an die Identität des heiligen Grabes. Dazu ſcheint es keiner Offenbarung,
berüchtigten Fenſters zu glauben, aus welchem er auf ſogar keiner Nachforſchung bedurft zu haben.
die Hugenotten ſchoß. Ihre Stelle war in der That ſchon dadurch Die Vertheidiger der Aechtheit des heiligen Grabes erkenntlich, daß Conſtantin bis zu ſeiner Bekehrung,
ſtützen ſich auf die Tradition, welche ſie als beſtimmt wie es Hieronymus bezeugt, die Götzen, welche
und ununterbrochen annehmen; ihre Gegner halten Hadrian dort, um ſie zu entweihen, aufgepflanzt hatte,
dieſer Tradition eine gewiſſe Anzahl von Thatſachen beſtehen ließ.
entgegen, die ſich nicht mit ihr vereinigen ließen.
.. Hiernach reicht alſo die Tradition bis auf Hadrian Unterſuchen wir zuerſt dieſe Thatſachen und alsdaun
und ſogar etwas mehr noch hinauf. Wenn dieſer den Werth der Tradition. Kaiſer nöthig fand, Golgatha und das heilige Grab
Das Einzige faſt, was wir aus der heiligen zu entweihen, ſo müſſen dieſe Stätten ſchon vor Schrift über die Richtſtätte Jeſu wiſſen, iſt, daß ſie ihm Gegenſtand chriſtlicher Verehrung geweſen ſein. nicht in der Stadt ſelbſt, ſondern„nahe bei der Stadt“ So ſind wir denn bis zum erſten Jahrhundert und„außen vor dem Thore“ lag. Das heutige der Kirche zurückgegangen, ohne eine Lücke in der Golgatha dagegen, ſowie das heilige Grab liegen Ueberlieferung, noch Zweifel, noch Zögern oder Streit innerhalb der Stadtmauer. Es iſt dies ein in die darüber endeckt zu haben, wie es von den erſten Jahr⸗ Augen fallender Widerſpruch. Allein vergeſſen wir hunderten an der Fall iſt, um z. B. die Epoche des nicht, daß der Umfang der Stadt zu den Zeiten Jeſu Oſterfeſtes oder manch' andern Punkt der kirchlichen
weder der heutige, noch der kurz nach ſeinem Tode, nach⸗ Tradition feſtzuſtellen.
dem man die dritte Mauer erbaut hatte, war; er war damals
Nun freilich ſind wir gehemmt und können nicht
noch durch die ſogenannte zweite Mauer bedingt. Dieſe weiter, und ich bekenne, daß, ſo lange ein noch ſo kurzer
zweite Mauer begann nach Joſephus, den Niemand beſtrit⸗ ten hat, nicht wie die gegenwärtige bei dem Hippikus⸗ thurm, ſondern weiter unten bei dem Gartenthor.
Befragen wir nun die Tradition. Tritt ſie vielleicht erſt(wie ſo viele andere auf Jeruſalem bezügliche Legenden) nur von einer Kirche beglaubigt, von der andern verworfen, in irgend einem Reiſe⸗ tagebuch des Mittelalters auf? Nein, wir können ſie ununterbrochen bis zu Conſtantin verfolgen, und Niemand beſtreitet, daß die heutige Grabeskirche auf derſelben Stätte ſei, wo Conſtantin die ſeine erbaute; man giebt ſogar zu, daß ſie nicht unbedeutende Ueber⸗ reſte derſelben enthalte.
Zwiſchenraum den Tod Jeſu von dem erſten Auf⸗ tauchen dieſer Tradition ſcheidet, ihre Aechtheit, wenn man will, in Zweifel gezogen werden kann. Darum wird auch die Aechtheit des heiligen Grabes, obwohl höchſt wahrſcheinlich, nie durchaus unbeſtreitbar daſtehen.
Wir wiſſen nach dieſer Unterſuchung beſſer als nach mancher andern, was wir von der Aechtheit dieſer Denkmale zu halten haben, daß ſie nämlich weder ganz in ihrer jetzigen Form und Stätte für unbezweifelbar, noch gänzlich für irrthümlich anzu⸗ ſehen ſind.
Was die vielen übrigen Fragen über Jeruſalem
und das gelobte Land anlangt, ſo giebt Bovet oft


