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darin liegt Rettung für Sie.
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Vierte Folge.
Corpus⸗Acte*) ſuspendirt iſt, und das iſt geſtern wieder gegen Irland geſchehen, wie das Document beſagt, das von dem Officier vorgezeigt ward, der Sie zu verhaften ausgeſandt iſt, wo er Sie findet.“
In höchſter Ueberraſchung ſtarrte O'Brien auf den erhitzten Sprecher, der immer noch nicht völlig zu Athem gekommen war, als von einer anderen Seite Michael Dahn herankeuchte und mit den Worten: „O, retten Sie ſich, theuerſter Herr!“ zu des Baronets Füßen ſank und dieſe umklammerte.——„Verrath bedroht Sie ringsum; Dragoner ſind vor dem Herren⸗ hauſe und in den Staatsräumen. Keiner darf ein oder aus; ich habe mich mit Lebensgefahr durch das Dickicht am Floßgraben geſchlagen. O, ſtaunen Sie nicht, fragen Sie nichts, Ew. Gnaden, keinem anderen Gedanken als— Flucht!— geben Sie Raum, nur Nehmen Sie Mr. Leßlie’'s Pferd!“
Aber zu ſpät waren die Warner gekommen— noch ſtreckte Michael Dahn flehend die Hände zu
ſeinem Gebieter empor, da ſprengten ſchon von zwei Mittheilung ihrer Anſichten und Sympathien für
Seiten die Dragoner heran, umringten das Häuflein und erklärte den Baronet O'Brien, der nicht daran dachte, ſeine Perſon zu verleugnen, im Namen des Vicekönigs zu ſeinem Gefangenen. Er mußte des Secretairs Pferd beſteigen und ihn in die Mitte nehmend wandte ſich der Zug der Heerſtraße nach Dublin zu. Mr. Leßlie und Michael Dahn ſchlugen trauernd den Weg nach St. Grellan ein. Nur der kühne Park⸗ wärter war dem Dragonerpiquet auf einem Seiten⸗ pfade bis in geringer Entfernung von einem Steinbruche Da fiel plötzlich ein Schuß. Der Officier des Commandos, davon getroffen, hob ſich hoch im Sattel, dann ſtürzte er rückwärts als Leiche zu Boden.— Vom Thäter aber war trotz allen Suchens keine Spur zu finden; die Spalten der Felſen und die Höhlen der Haiden haben in Irland keine Zungen; der heißen Herzen aber giebt's viele dort, die zur Vendetla ſtets eine Kugel im Büchſenlaufe haben, wie die ihnen gleichgeſinnten Corſen im Süden.—
Mit Feſſeln beladen führte man den Sprößling einer der älteſten iriſchen Adelsfamilien nach Dublin. Dort wurde er in das noch heute beſtehende Staats— gefängniß von Kilmainham abgeliefert. Dort ſchmach⸗ teten bereits viele von Irlands ausgezeichnetſten Männern, denen der Proceß des Hochverrathes ge⸗ macht wurde, unter ihnen Joſe Boyle, Howard und der Baronet O'Donnel.
Die gefängliche Einbringung eines ſo hoch be⸗
) Das wichtige engliſche Geſetz, wodurch keine Perſon dem zuſtändigen Richter entzogen und gefangen gehalten werden kann.
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gabten jungen Edelmannes, wie O'Brien, der des Hochverrathes und für den entflohenen Thäter zu⸗ gleich des Mordes an dem Officiere beſchuldigt war, welcher das gegen ihn ausgeſchickte Commando be⸗ fehligte, erregte großes Aufſehen in der Hauptſtadt. Es war um die Zeit, als die Schreckensregierung unter Lord Corhampton, welche der fürchterlichen Epoche der Revolution voranging, ihren Sitz in Du⸗ blin aufgeſchlagen und ſchon im hohen Grade den Unwillen des ganzen Königreichs erregt hatte.
Von der Zeit an, als er von ſeinem Rechtsbei⸗ ſtande beſucht wurde, die einzige Perſon, der Zutritt zu dem Gefangenen geſtattet war, wurden die eifrig⸗ ſten Vorbereitungen zu Lord Arranmore's Vertheidi⸗ gung getroffen. Curran und der berühmte Fletſcher meldeten ſich zu ſeinen Beiſtänden, als endlich in der zweiten Woche nach ſeiner Gefangennahme der Tag zur Vernehmlaſſung anberaumt wurde. Nicht allein der geräumige Gerichtshof, ſondern auch die Zugänge zum Saale waren bis zum Erſticken mit Zuſchauern angefüllt. Ungeheuere Volksmaſſen wälzten ſich unter
den Gefangenen durch die Straßen, und machten nur widerwillig den Kutſchen der Oberrichter Platz, wäh⸗ rend ſie zuvorkommend bemüht waren, den Weg für die Vertheidiger des Gefangenen offen zu erhalten. Innerhalb der großen Halle ſelbſt drängten ſich Männer vom höchſten Range und Räthe der Krone in großer Haſt, um ſchickliche Plätze zu erlangen.
Die leitenden Mitglieder der„United Irishmen“ hatten ſich mit der Theilnahme und dem Muthe, der ſie ſtets bei gerichtlicher Verfolgung ihrer Mitbrüder auszeichnete, in der Nähe des Hofes verſammelt. Ueberzeugt von der Unſchuld des Gefangenen und nicht ohne Grund vermuthend, daß man von Seiten der Regierung jeden auch noch ſo entfernten Anſchein zum Nachtheil des Lords benutzen und nur allzu be⸗ reit ſein würde, die Gelegenheit zu ergreifen, Lord Arranmore, zum abſchreckenden Beiſpiele für andere Patrioten, als ein Opfer der Gerechtigkeit fallen zu laſſen— ſahen ſie um ſo mehr die Nothwendigkeit ein, eine feſte Haltung anzunehmen und kein Ret⸗ tungsmittel unverſucht zu laſſen. Keine Rückſicht auf eigene Gefahr war im Stande, die muthigen Schaaren von ihrem Platze zu entfernen, wo mehrere Schiffe, unter denen ſelbſt armirte Fahrzeuge, zu ihrer Ver⸗ fügung bereit lagen. Auf den Gallerien bemerkte man viele ausgezeichnete Damen, beſonders Freundin⸗ nen der Gemahlin des Lord Statthalters, Lady St. Albans, deren wohlwollende Interceſſion für den Ge— fangenen von einer früheren Gelegenheit noch im friſchen Andenken war.


