Jahrgang 
01-26 (1866)
Seite
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winnen, mit der Hoffnung ködert, in den Beſitz der Güter von Sir Lewis O'Donnel zu gelangen, die ſeit deſſen Haft mit Sequeſter belegt ſind. Ihm iſt der Schutz nicht unbekannt, der Ihnen bei einer früheren Gelegenheit durch Lady St. Albans zu Theil wurde. Er wird auf irgend eine Weiſe ſuchen an Sie zu kommen, d. h. er wird gegen den ſchönen, uner⸗ ſchrockenen Verfaſſer patriotiſcher Flugſchriften, gegen den ſtaatsgefährlichen altiriſchen Baron den Verhafts⸗ befehl erwirken, ehe die Gräfin eine Ahnung davon hat. Lord Kildare, lieber Freund, iſt der Mann, den Sie im Augenblick mehr zu fürchten haben, als den Lord Statthalter ſelbſt, dem Lady Albans, die ſchöne junge Nichte, jeden böſen Gedanken an Sie ausredet, wenn Ihr Name in den Angelegenheiten genanut wird, von denen Irland in der Meinung der Gewalt⸗ haber jetzt gefährlich bedroht iſt. St. Grellan, ſo ſchloß Lord Walter, iſt für Sie weit genug von Dublin entfernt, um Ihre Entſchlüſſe für die Zukunft in Ruhe zu faſſen, aber auch nahe genug, um in kürzeſter Zeit die Anſchläge eines Verräthers gegen Sie zur Ausführung zu bringen.

Das waren keine tröſtlichen Nachrichten für den Baronet. Hielt er ſich auch ſicher im Inneren des Schloſſes gegen offene Gewalt, ſo vermochte er, der ſeit langer Zeit ein Mann der Bewegung geweſen, ſich nicht mit dem Gedanken zubefreunden, die gaſtfreien Räume ſeiner guten Tantten⸗gkeich einem Gefangenen zu bewohnen. Z

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Etwa eine Woche lang hatte ihn der Inhalt

von Lord Walters Briefe im Bann gehalten. Nur am Tage hatte er den Park und deſſen allernächſte Um⸗ gebung beſucht. Auch in der darauf folgenden Woche war er über das Weichbild des Städtchens nicht hin⸗ ausgekommen, weil er den ſorgſamen Ermahnungen der mütterlichen Freundinnen, denen er ſchon um ihrer ſelbſtwillen den Brief nicht hatte vorenthalten können, Gründe für das Gegentheil nicht vorzubringen vermochte.

Jetzt aber war die Saiſon für die Feldjagd ge⸗ kommen und es drängte den Baronet, die Kaninchen⸗ reviere kennen zu lernen, welche ſchon in ſeiner frühen Jugendzeit die befreundeten Jäger weit und breit zum Sport herbeigelockt hatten. Selbſt die Tanten, die in ihrer liebevollen Beſorgniß um den Neffen, die fehlende größere Bewegung als Urſache der etwas bleich gewordenen Wangen zu erkennen glaubten, waren endlich ſelbſt der Meinung, daß ein Jagdausflug, nicht allzuweit, in Begleitung Tim Robſons des Parkwärters, dem Neffen gut thun möchte, um ihn wieder für den Comfort eines guten Diners empfänglich zu machen. Tim Robſon aber war ein ſtämmiger Burſche,

Novellen⸗

Jeitung.

ein ächter Bergſohn aus Connemara, der, wenn es darauf ankam, Blut und Leben gelaſſen haben würde für ſeines Clans jungen Häuptling.

Noch wallten die Nebel über den in der Haide zerſtreuten weißen Felſengruppen, als die beiden Jäger heiteren Sinnes am folgenden Morgen hinauszogen. Mit dem Steigen der Sonne verwandelten ſich die dichten Maſſen in große und kleine Wolken, die ſich hoben und ſenkten, bis ſie allmählich, bewältigt vom goldenen Strahl, wie böſe Nachtgeiſter hinter den bebuſchten Felſen verſchwanden, welche am Horizont die braunrothe Steppe umſäumten. Ein paar aus⸗ erleſene Hunde trieben, wohl dreſſirt, das kleine Wild⸗ pret zuſammen und den Jägern entgegen, bevor ſie die ſchützenden Höhlen erreichen konnten. Ehe viele Stunden vergingen, hatte der Baronet eine Jagd gemacht, viel beſſer, als er anfänglich bei dem trüben Morgen zu erwarten berechtigt war.

Es war ſchon über Mittag hinaus. Die Jäger hatten den Rückweg angetreten, und der alte Thurm von St. Grellan war ſchon in Sicht, als O'Brien och einen ſtattlichen Birkhahn erlegte, den einer der Pointer in einer Dickung am Rande der Haide hoch⸗ gemacht hatte. Tim Robſon nahm den ſchönen Vogel dem apportirenden Hunde ab, und ſchwörend by Jasus und by St. ick, daß ſeit einem Jahre ſo pracht⸗ volles Wild eviere nicht vorgekommen, wollte er in Hahn dem Baronet überreichen, anddüne hervor ein Reiter gerade den O'Briens ſcharfes Auge beim d als den Geſchäftsſecretair ſeiner

auf ſie zuſpre Näherkommen Tanten erkann

Was gi haſtig, als d ſcharf aus de Hanken erhob.

Das Schlimmſte, was Ew. Gnaden und den gnädigen Tanten paſſiren konnte er hielt inne, um nach Luft zu ſchnappen, und fuhr dann drängend fort: Es iſt Ihren Feinden gelungen, Sie beim Lordſtatt⸗ halter anzuſchwärzen, daß man Sie der ſchwerſten Verbrechen zeiht. Die Häſcher ſind Ihnen auf den Ferſen; im Schloſſe drehen ſie das Oberſte nach unten!

Mr. Leßlie? fragte der Baronet eiter ſein Pferd dicht vor ihm ſo Ballop parirte, daß es ſich auf den

Darauf hin kann aber weder meine Freiheit noch mein Leben bedroht ſein. Stehe ich nicht unter dem Geſetz, das meine Freiheit ſchützt, ſo lange die Klage nicht von meiner Behörde gegen mich er⸗ hoben iſt?

O, Sir, das iſt gerade das Schlimme. Das

Geſetz ſteht Ihnen nicht zur Seite, wenn die Habeas⸗

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