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Vierte
Königin Fennena, Gemahlin Andreas III., ein Mädchen gebar, war die Freude ſo groß, daß man in Ofen von den Thürmen herab Wein rinnen ließ,„daß jeder trinken konnte, ſo viel er wollte.“ Im Jahre 1330 kamen die Könige Johann von Böhmen und Kaſimir von Polen zum Beſuche des Königs Karl Robert mit einem ſo zahlreichen Gefolge nach Wiſchegrad, daß täglich 180 Eimer Wein getrunken wurden. Wiſchegrad war damals die Reſidenz der Könige und hatte ſeiner reizen⸗ den Lage wegen den Namen„Paradieſus Europä“, wenn auch das dortige Hofleben an Pracht, Ueppigkeit, Ver⸗ ſchwendung und Völlerei durchaus kein paradieſiſches war.
Der von den ungariſchen Ständen aus Italien berufene, aber aus dem franzöſiſchen Hauſe Anjou ſtammende Ludwig der Große hat für den ungariſchen Weinbau durch Berufung italieniſcher Koloniſten und Winzer viel gethan. Dieſe Einwanderer waren es, welche das herrliche Gebirge der Hegyalja mit edlen italieniſchen Reben bepflanzten und in Folge durch Gewinnung des Tokayers dem ungariſchen Weine einen großen Namen machten.
Nebenbei bemerken wir, daß die Weine der Hegyalja, dieſes„ungariſchen Edens“, nur deshalb von der Stadt Tokay den Namen führen, weil dieſe der Stapelort des ober⸗ ungariſchen Weinhandels iſt, aber keineswegs den beſten Wein erzeugt; dieſe Ehre kommt vielmehr dem Städchen Mäd zu. Hier iſt jener Flor der Weinleſe, von welcher das Sprichwort ſagt:„Wer die Weinleſe zu Hegyalja und den Jahrmarkt zu Debreczin nicht geſehen hat, der hat in Ungarn nichts geſehen.“
Unter der Regierung des mächtigen Mathias Corvinus war der rothe ſirmier Wein im In⸗ und Auslande berühmt; er kam auf die Tafel des Königs zu Ofen und die edle ſirmiſche Rebe wurde in das Ofner Gebirge verpflanzt. Wladislaus II. dagegen erheiterte ſich an dem ſümoger Weine. Dieſer König war übrigens, wie die Chroniſten erzählen, ſo arm, daß er ſich den geliebten Trank durch ſeine Diener bei den Edelleuten„erbettelte“. Beſtimmte Einkünfte hatte der König nicht und ſeine Güter waren theils verpfändet, theils hatte der Hochadel dieſelben ſich angeeignet. Der Biſchof von Fünfkirchen, welcher während ſeines Aufenthaltes in Ofen die königlichen Bedienten mit leeren Flaſchen bettelnd umherlaufen ſah, war über dieſe Entwürdigung ſo entrüſtet, daß er dem König eine Quantität vorzüglichen Weines als Geſchenk zukommen ließ.
Der ungariſche Schriftſteller Nikolaus Olahus erwähnt im Jahre 1536 nicht mehr als 50 edle ungariſche Weinſorten, unter welchen noch immer dem Sirmier die Krone zuerkannt wird. Sodann nennt er die auch heute geprieſenen Weine der Baranya, dann die borſchoder und die damals in der That berühmten neuſtädter rothen. Vom Tokayer war noch immer keine Rede. Die ofner, erlauer, ſzekszärder, namentlich aber die kilänger und méneſcher Weine haben denſelben längſt den Rang abgelaufen. 9
Im 17. Jahrhundert wurde allmälig der oberungariſche Wein der Hegyalja unter dem Namen Tokayerwein in Polen und Deutſchland beliebt.
Im Jahre 1804 erließ Kaiſer Franz den Hofbefehl: „Von nun an keine ausländiſchen Weine mehr auf die kaiſer⸗ liche Tafel zu ſetzen, da die gute Qualität der inländiſchen, beſanden der ungariſchen Weine alle fremden entbehrlich mache.“
Die Ausbreitung des ungariſchen Weinbaues iſt gegen⸗ wärtig ſo groß, daß in Ungarn und ſeinen ehemaligen Kron⸗
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weniger als 30 Millionen Eimer Wein erzeugt werden, wovon aber nur ein ſehr geringer Theil zur Ausfuhr kommt, obgleich in den letzten Jahrzehnten die ungariſchen rothen Weine ſelbſt nach Frankreich gebracht worden ſind und von dort als Bordeaux⸗Weine wieder in den Handel kommen. Die franzöſiſche Induſtrie ſtellt auch mit Hülfe cataloniſcher und arragoniſcher Weine ſehr viel Bordeaux⸗Wein her. Wenn man auf das Verhältniß des Bodenraumes Rückſicht nimmt, ſo ſteht Ungarn im Weinbau in erſter Linie. Italien erzeugt gegenwärtig nur 2 Millionen Eimer Wein, Frankreich 40 Millionen, Oeſterreich mit Ungarn 42 Millionen Eimer, Spanien 9 Millionen und der deutſche Zollverein 3 Millionen Eimer. Romanien erzeugt 800,000, die Krim und Beſſarabien 400,000 und Griechenland 200,000 Eimer.
9.
Ein ſchrecklicher Tornado.
Am 20. März c. wurden Indiana und ein Theil des ſüdlichen Illinois von einem ſo heftigen Tornado heimgeſucht, wie ſich ſelbſt die älteſten Perſonen keines ähnlichen erinnern, der furchtbare Verwüſtungen anrichtete, vielen Menſchen das Leben raubte, auf ſeinem Wege Alles zerſtörte, Häuſer, Bäume, Wagen mit ſich fortriß und in vielen Häuſern, in denen bis dahin das Glück heimiſch war, Elend und Trauer verbreitete.
William Brill, ein alter und ſehr geachteter Farmer in der Grafſchaft Johnſon im Staate Illinois, beſchreibt als Augenzeuge die Erſcheinung des Sturms als die ſchrecklichſte, die er je ſah und die der Geiſt ſich denken kann. Eine ſchwarze Dunkelheit hüllte das Thal ein, während es oben auf den Spitzen der Hügel ganz hell war, wodurch das Ganze um ſo deutlicher hervortrat. Das ſchrecklichſte Krachen, Ge⸗ brüll und Stöhnen füllte die Luft und der Schwefelgeruch war ſehr ſtark. Das Getöſe war ſo ſtark, daß ſelbſt die dicht nebeneinanderſtehenden Perſonen ſich einander nicht verſtänd⸗ lich machen konnten.
Der Theil des Thales, welcher von dieſem Tornado heimgeſucht wurde, war in der Nähe von Tobacco Poſt Office und folglich nur wenige Meilen von Golconda. Der Tornado bewegte ſich von Weſten nach Oſten und ſchien ſich in der erwählten Richtung zu halten. Das Land iſt dort ſehr bergig, doch diejenigen, welche in den kleinſten Thälern lebten, ſchienen am meiſten gelitten zu haben.
Als der Sturmwind, ſcheinbar in der gemäßigten Eile einer Locomotive, voranſchritt, bemerkte Herr Brill hoch in der Luft das außerordentlichſte Schauſpiel von Bäumen, zer⸗ trümmerten Häuſern, hölzernen Balken und Gegenſtänden, die er für Pferde und Rindvieh hielt, was Alles in der größten Verwirrung von dem Sturme in Maſſen von Schmutz und Staub fortgeführt wurde. Die Luft war mit den zu dem Farms gehörigen Dingen angefüllt. Jeder Gegenſtand ſchien von der Erde losgeriſſen und zuſammengelegt worden zu ſein. Ganze Häuſer wurden mit fortgeriſſen und in der Luft zerſchmettert und in dem Thale die vollkommenſte Ver⸗ heerung verbreitet.
Als der Tornado vorwärts ſchritt, waren die Anzeichen ſeines Laufes ſehr trügeriſch, da er nach allen Richtungen zu ziehen ſchien. Dieſe Wirkung rührte wahrſcheinlich von der Revolution her, die in den Maſſen von Staub und Schwefel⸗ rauch vor ſich ging, die Alles in dem Thale einhüllten und die zu manchen Zeiten nach allen Richtungen zu rollen und
ländern nach Berechnung der„Mittelprocreation“ nicht
ſich zu verbreiten ſchienen. Das ganze Land war über⸗


