Jahrgang 
01-26 (1866)
Seite
359
Einzelbild herunterladen

13 honesta ic ſchon deren in⸗ A Latalog t nir ge⸗ n den K der Vater in Aufent.

id nicht man mich ſat, meine eräth und ollegs zu nan hatte dern aller oder Be⸗ en find. Zeit in mir noch wird.

der vorge⸗ emuthung, iirt, oder t ein ſehr Inchiquin, r Familie, Cromwell dargeſtellt, an deſſen er geführt lchen klei⸗ en das celt, hat iber dieſer an einen ruciff mit cen ſeeht, signo vin- elagerung al durch Familie auf einem erte, das ees niedel⸗ ſicht, vel⸗ der jugend⸗ man auf ankenntlih⸗ faft. Die d von den ule ha

*

vorbrechen. Nach der Sage ſoll Lord Inchiquin ſelbſt den erſten Feuerbrand in die Kirche geſchleudert haben, in denen damals zwanzig Prieſter den Tod fanden. Hoch über Rauch und Flammen, die über der maje⸗ ſtätiſchen Kuppel zuſammenſchlagen, ſieht man den Erzbiſchof von Caſſel im vollen Ornate, von der Glorie des Märtyrerthums umfloſſen. Er ſpricht den grauſigen Fluch über die Nachkommen des kir⸗ chenſchänderiſchen Mordbrenners aus, der nur allein durch den frommen ſühnenden Eifer eines ſpäteren Sprößlings der Familie gelöſt werden kann. Das Bild führt die Unterſchrift:Die Belagerung und Zerſtörung von Caſſel, durch O'Brien den Mord⸗ brenner, der ſeinen Gott verleugnend und von ſeinem Könige abgefallen; ſtarb im Jahre 1650.

Das Bild iſt von einem Künſtler gemalt, der im Dienſte der Congregation ſteht. Ich ſah davon ein fac simile in kleinem Maßſtabe unter den Ver⸗ zierungen einer alten Familienchronik im Beſitz meines Vaters. Es ward dasgrüne Buch von St. Grel⸗ lan genannt; wurde ſpäter aus den Trümmern des Herrenhauſes gerettet und liegt in dieſem Augenblick vor mir auf dem Tiſche.

Und jetzt, mein lieber Lord, bin ich, ſo viel ich Ihnen auch über meine gegenwärtige Lage geſchrieben, noch gänzlich außer Stande, etwas Gewiſſes über meine nächſte Zukunft zu melden. Dieſe liegt, wie ein Stück von der Ausſicht aus meinen Fenſtern, fern und unklar vor meinen Blicken. Die Oberfläche iſt voller Unebenheiten; außer Felſen und Flüſſen ziehen rauſchende Bergwäſſer und trügeriſcher Moorboden durch ſie hin; dieſe wollen bewältigt werden! Zur ſelben Zeit gewährt die Ausſicht aber auch herrliche Lichtreflexe, ſtrahlende Punkte, zu denen man vielleicht noch gelangen kann, ehe die Nacht des Jahrhunderts hinter den Hoffnungen des nun erſprießenden Lebens hinabſinkt.*) Auch kenne ich noch manche ſtille Thäler, in die ich mich zurückziehen kann, wenn mir hier Gefahr drohen ſollte, ſelbſt tief verborgene Felſen⸗ ſchluchten, in denen ich mich vorläufig verbergen kann, ſollten die geheimen Agenten der Regierung noch

länger geſonnen ſein, ihre Krallen nach den gehetzten

Opfe n, die ich jetzt als der letzte der O'Brien re⸗ präſentire, auszuſtrecken. Schon in den

erſten Tagen der nächſten Woche werde ich mein rei⸗

zendes Aſyl hier verlaſſen. Während ich dieſen langen Brief an Sie ſchrieb, hat ſich ein Umſtand ereignet, der meine Abreiſe beſchleunigt. Die Ortsbehörden ſcheinen ermittelt zu haben, daß der Reconvalescent in der Abtei ein Mitglied derVereinigten Irländer

*) Dieſer Brief wurde im Jahre 1789 geſchrieben.

8*

Vierte Folge.

359

iſt, und derſelbe Student vom Trinity Colleg in Dublin, der unlängſt wegen hochverrätheriſcher Um⸗ triebe und des Atheismus bezüchtigt dort relegirt wurde der Sohn des alten Lords, an deſſen Kutſche man am hellen Tage auf öffentlicher Straße das Wappenſchild ausſtrich, weil überführt des Ueber⸗ ganges zum Katholicismus. Es war ja die trau⸗ rige Urſache, weshalb mein unglücklicher Vater im ſchrecklichen Irrſinn das alte Herrenhaus in die Luft ſprengte, aus deſſen Trümmern wir durch ein Wun⸗ der, ich glaube durch daſſelbe räthſelhafte Weſen, gerettet wurden, die ich Ew. Lordſchaft, wenn gleich ſchwach genug, vorhin zu zeichnen verſuchte. Die löblichen Magiſtratsperſonen haben eine Conferenz gehabt mit meinem Großoheim, der mir kalt und in gebieteriſchem Tone aufgab, in den Aeußerlichkeiten meiner Perſon eine Aenderung vorzunehmen. Sie können leicht denken, welche und dann mir aufgab, alles Uebrige ausſchließlich ſeiner Leitung zu über⸗ laſſen.

Selbſtverſtändlich habe ich mich geweigert, eine Sache in Abrede zu ſtellen, die mein Stolz iſt, ein Conföderirter desIriſchen Bundes zu ſein. Was die zweite und dritte Anſchuldigung betrifft, von denen diejenigen, die ſie verbreitet haben, am beſten wiſſen, daß es boshafte Verläumdungen ſind ſo fühlte ich mich ſo ſehr darüber erhaben, als daß ich mich hätte veranlaßt fühlen können, nur ein Wort zu meiner Rechtfertigung darüber zu ſagen. Ich beabſichtige noch heute, mich unter Führung des mir ergebenen Bettaghs auf den Weg zu machen, um zwei unverheiratheten Schweſtern meiner Mutter einen Beſuch auf ihrem Gute abzuſtatten, das an den Ufern des Jar⸗Connonghtſees in der Nähe meiner Vater⸗ ſtadt St. Grellan⸗ reizend genug gelegen iſt, um den Ausgang der Dinge dort abzuwarten. Es ſind gute alte Damen, die mich ſchon lange zum Erben ihrer großen Torfmoore und zahlreichen Kaninchenhöhlen eingeſetzt haben. Schicken Sie mir daher, mein lieber Lord, Ihre nächſten Briefe unter beiliegender Ordre an eine meiner Tanten nach St. Grellan, und laſſen Sie dahin auch die etwaigen Aufträge des Bundes an Ihren und deſſen treuen Diener gelangen.

Ohne Hinderniſſe hatte der Baronet das Städtchen St. Grellan erreicht, welches er bis auf Weiteres zu ſeinem Aſyle auserſehen hatte. Eine Woche war ihm unter den neuen Verhältniſſen auf dem Schlößchen der Tanten ſchnell genug vergangen. Die Liebe, womit die Mrß. Virginia und Eliſabeth ſich um die Wette beeiferten, dem Flüchtlinge die verlorene Mutter

zu erſetzen, thaten ſeinem in letzter Zeit von bangen