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Vierte
Das Haus der messieurs war ein Tempel des Vergnügens. An die Stelle der Altäre hatte man ein Theater errichtet, und es wurden Luſtſpiele von den edelen Catechumenen dort aufgeführt, die mit den frommen theatraliſchen Vorſtellungen in St. Cyr wetteiferten.
Mit Hülfe einer dieſer Congregationen, welche vom Papſte und verſchiedenen italieniſchen Fürſten ſehr begünſtigt und zugleich durch das Geſchlecht unter⸗ ſtützt wird, das ein beſonders mächtiger Verbündeter jeder Sache wird, die es ſich zu vertreten einmal vorgenommen, ſind dieſe Herren neuerdings bemüht, dem Orden wieder zur möglichſten Macht zu verbelfen.
Der Name dieſer neuen Verbindung iſt: la devozione di sagro cuore di Jesu. Die Stifterin iſt eine junge, höchſt reizende Dame, ein Zögling der Jeſuiten, ungeweihte Nonne des Kloſters Bambin Jeſu, die ſpäter einem Convente in Florenz angehörte, das vom Großherzoge Leopold aufgehoben wurde. Schön, reich und auf eine wunderbare Weiſe von der Natur mit Talenten ausgeſtattet, die Ehrgeiz und Eifer für die Sache zur höchſten Vollendung ausgebildet hatten, übertraf der Schmelz ihrer Stimme, zur Zeit meines Aufenthaltes in Italien, nicht allein jede andere Stimme auf dem Chore ihres Kloſters, ſondern man erzählte ſich auch, daß ſie, der Stolz aller fürſtlichen Privatconzerte, nicht ſelten auch einen gewiſſen Cardinal im innerſten Heiligthume ſeiner Prachtgemächer durch ihre klangreiche Stimme in das höchſte Entzücken verſetzt habe. Fortwährend nur unter dem Einfluſſe ihrer Gebieter, der Jeſuiten, handelnd, erhielt ſie durch Vermittelung ihres mächtigem Freundes, des Cardinals Rezzoinco, die Erlaubniß vom Papſte, eine ewige Meſſe„in honorem sacro sancti cordi Jesu“ zu begründen. Dabei erbat und erhielt ſie Indulgenzen und Freiheiten für die Congregation, wie man ſie nie zuvor in ſo ausgedehnter Weiſe gekannt hatte.
Weil es damals zum guten Ton gehörte, hörte ich ſie ſelbſt einmal auf ihrem hohen Chore zu Rom ſingen. Ich muß geſtehen, daß mich ſeitdem der Ton ihrer Stimme und der Eindruck ihrer Geſangsmanier nie wieder verlaſſen hat. So ſah ich ſie ein anderes Mal verſchleiert und in höchſt maleriſcher Weiſe, gleich einer Prieſterin der Vorzeit in weite Gewänder gehüllt, das heilige Herz in einer Proceſſion tragen, die zu Ehren des neuen Cultus ſtattfand. Die unbeſchreib⸗ liche Grazie ihrer Haltung, jede einzelne ihrer Bewegungen erinnert an das Schönſte, was der Vatican in ſeinen Antikenſammlungen enthält. Urtheilen Sie nun ſelbſt, theuerſter Freund! über die mächtige Stütze, die durch ein ſo bezauberndes Weſen einer Sache zu Theil
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wird, die in ihrem Weſentlichen auf menſchliche Schwaͤche und auf die Leidenſchaften der Menſchen berechnet iſt. Lächeln Sie nicht, wenn ich Ihnen ſage, daß ich nicht ganz ſicher bin, ob die Emiſſairinnen der Jeſuiten nicht auch hier auf ihrem Wege zu ähnlichen Auf⸗ trägen verweilen; ob nicht eine gewiſſe Schweſter Bridget von den Barmherzigen auch als Schweſter Irene im Convent de Jesu in Rom iſt. Ich bemerkte ganz zuverſichtlich jene weibliche Geſtalt kurz vor meiner Abreiſe von Dublin auf den ſtürzenden Trüm⸗ mern des alten O'Brienhauſes. Sie wurde damals wunderbarer Weiſe auf Wegen gerettet, die mich vielleicht dereinſt ihren Namen und Beruf entdecken laſſen. Würde ich nun Ew. Lordſchaft noch andere Erſcheinungen mennen, die in göttlich ſchoͤner Geſtalt meinen Weg in letzter Zeit durchkreuzt haben, ſo würden Sie die Erzählung wahrſcheinlich für ein Nachbleibſel meines Fieberdeliriums halten und über die pontiſchen Viſionen eines Nervenfieberkranken recht herzlich lachen. — Nehmen Sie indeſſen eine Warnung von mir an! Sollten Sie einmal wieder wagen, einen Maskenball in Dublin zu beſuchen und von einem Weſen an⸗ geredet werden, leicht und flüchtig wie das Stäubchen im Sonnenſtrahl— ſollten Sie in demſelben die Genialität einer Savigné mit der Philoſophie einer Jencia vereint finden,— ſollten Sie die Geſtalt einer Sylphide mit dem zarten Fuße einer Fee entdecken— ſollten Sie wahrnehmen, daß Sie von dieſem Wunder⸗ weſen bis in die tiefſten Receſſe der Seele durch⸗ ſchaut, und endlich von dieſer faſt überirdiſchen Er⸗ ſcheinung lächelnd mit einem Epigramm abgefertigt werden, dann— ſage ich, fliehen Sie ſchnell das gefährliche weibliche Weſen, denn ſicherlich iſt es eine verkappte Jeſuitin!
Uebrigens bekenne ich, daß ich ſo etwas von einer Loyolanatur in mir verſpüre, und daß ich au⸗ genblicklich meine Waffen im Bücherſaale der geiſt⸗ lichen Herren aufhängen würde, wenn ich nicht einen anderen Beruf hätte, als meine beſten Jahre in form⸗ und gehaltloſem Müßiggange hinzubringen, wenn ich nicht, wie Sie ſelbſt, mit unverbrüchlicher Treue meéinem unglücklichen Vaterlande ergeben wäre.
Die Geſellſchaft beſteht gegenwärtig aus einigen franzöſiſchen und italieniſchen Emigranten, von denen die erſteren vor dem verderblichen Lichte der Revo⸗ lution, wie ſie es nennen, geflüchtet ſind, und die letzteren vor den Verfolgungen des aufgeklärten Her⸗ zogs von Toscana. Dieſer hat bekanntlich mehrere Klöſter, weil ſie ſich, als unter jeſuitiſchem Einfluſſe ſtehend, der Propagation von Loyola's Grundſätzen verdächtig gemacht, eingezogen. So ſieht man hier auch einige engliſche und iriſche Herren, Geiſtliche


