ſe zu einer Macht eninr beſteht, nur 3 D Preſſe muß —— ktauen, welches dieken Handhabung 4 der eina und Partei ſieht.“ In deit faſt alle Nänner, geſchäften beauftragt reiſen nahe ſtanden ſe Haͤhe des freien das Gire iſt doch 1. Die Regierungen jetzt doch an; ſie Blätter; ſie miſchen ten das fteie Wort, geleſenſten Blätter er Antheil an den es Volkes iſt, welche inewohnt, erhell, zaen der geleſenſten ten und Vogler die 1 eine Auflageſtärke erteichen, eine aber ach gewonnene Zahl, die Höhe der Auflage emfaft aller belletti⸗ geitſchriften, dienicht Ralender mit ibren vorden, die doch auch tingent auffaweiſen nichtalsunberechigt Nation wie inkeiner das bedürfniz nac de ſh reltend macht 4(euſtßung falgt.)
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Vierte Folge.
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Von der chriſtlichen Barbarei im Mittelalter. Wir haben ſchon mehrmals bei culturgeſchichtlichen
Themen Gelegenheit genommen, über die vandaliſchen Ver⸗
wüſtungen zu klagen, welche leider auch von chriſtlichen Er⸗ oberern und ſogenannten Civiliſationsvölkern herbeigeführt worden ſind. Nicht die antiken Völker allein zerſtörten Kunſt und Wiſſenſchaft der Ueberwundenen. Man braucht ſich nur nach Sicilien und beſonders nach Spanien zu wenden, um zu ſehen, wie die Schaaren, welche auf ihre Bildung und ſittliche Ueberlegenheit ſtolz waren und ſich mit der Religion der Nächſtenliebe brüſteten, gegen die Bildung der Mohamme⸗ daner zurück waren. Der Verfaſſer der Reiſe„Im Süden“ giebt ein Beiſpiel dieſes barbariſchen Fanatismus durch eine Schilderung aus Cordova, deſſen weltberühmte, aber von Mohammedanern erbaute Kathedrale er in's Auge faßt.
Die Fonda, in der ich wohnte, ſagt er, war völlig mauriſch gebaut und in ihrem kleinen Hof plätſcherten zwiſchen zierlichen Sträuchern kleine Fontainen. Am frühen Morgen begann die Wanderung. Cordova iſt klein, und man kann daher bequem in einem Tage alle Sehenswürdigkeiten in Augenſchein nehmen. Schmale mit großen Steinplatten be⸗ legte Gäßchen führten mich nach der Moſchee, dem hiſtoriſch merkwürdigſten Orte der Stadt. Die Gaſſen ſind ſo ſchmal, daß die fahrenden Beſucher nur in wenigen Wagen fortkom⸗ men können, die Häuſer ſind ſo ziemlich orientaliſch gebaut und man iſt hierin den Arabern treu geblieben. Offenſtehende
usthüren zeigten eine mit zierlichen Ziegeln belegte Flur id freundlich blickten aus dem Hof die grünen Orangen⸗ zume hervor, die mit ihren großen Aeſten und Blättern die chlanken Säulen der mauriſchen Colonnade faſt ganz ver⸗ deckten.
Ein kleines, etwa dreizehnjähriges Mädchen ſpielte mit einem Hunde an einer Hausflur, die dunklen ſchönen Augen blickten mich erſtaunt an, aus ihnen ſprach viel natürlicher Stolz und dabei doch ſo viel Mangel an geiſtigex Entwicke⸗ lung. Mein Weg führte mich nach der Plazuela Seneca vorüber, die zur Erinnerung an jene beiden großen Männer, deren Geburtsort Cordova iſt, errichtet wurde. 45 v. Chr. ward dieſe Stadt durch Cäſar den Pompejanern entriſſen und blieb Jahrhunderte lang römiſch; erſt 571 eroberten ſie die Weſtgothen. Cordova hat in ſpäterer Zeit auch noch viele Männer von Bedeutung erzeugt, denn an dieſe Stadt knüpfen ſich in culturhiſtoriſcher Beziehung manch' ſchöne Erinnerungen. So dahinwandelnd war ich am Eingange der Moſchee angelangt. Ein reizender Hof, bedeckt von rie⸗ ſigen Orangenbäumen und Palmen, zwiſchen denen Spring⸗ brunnen plätſcherten, verbarg die Moſchee oder jetzige Ka⸗ thedrale. Ein überdeckter Säulengang umſchloß den Hof und in einer Ecke erhob ſich völlig freiſtehend der gothiſch geformte Thurm. Cordova iſt ſehr frühzeitig von den Mauren erobert worden, ſchon 711 nahm es Tarik für Muſa in Beſitz. Die reizende Lage der Stadt bewog den kunſtliebenden Abderrahman, den Gründer des Khalifats von Cordova, ſeine Reſidenz in dieſe Stadt zu verlegen. Es iſt nicht der Zweck dieſer Zeilen, eine lange Beſchreibung der Mauren⸗ herrſchaft in Spanien zu geben, erwähnt ſei nur, daß die treffliche Beſchaffenheit des Bodens dem Fleiß der Araber ſehr zu Statten kam und Cordova bald zu einer Stadt von
200,000 Häuſern mit weit über einer Million Einwohner emporblühte— und jetzt?
Reizende Gärten und Wälder zogen ſich an dem von Schiffen ſtark befahrenen Guadalquivir hin, deſſen jetzt ver⸗ ſandetes Bett von öden Ufern begrenzt wird. Die Mauren duldeten die chriſtliche Religion, ſowie das Judenthum; ſo kam es denn, daß Tauſende von fleißigen Händen im Lande blieben. Die Juden haben ſich zur Zeit der Mauren in wiſſenſchaftlicher Beziehung bis zur höchſten Blüthe empor⸗ geſchwungen, dies Alles ging leider bei der ſpäteren Eroberung durch die Chriſten wieder verloren. Abd⸗er⸗Rahman I., ein Ommahjade, der 756 zum Khalifen von Spanien ernannt wor⸗ den war, gründete 786 die herrliche Moſchee, und einer ſeiner Nachfolger, Abd⸗er⸗Rahman III., führte andere Prachtbauten in der Stadt aus; dieſer Khalif war außerdem ein eifriger Schützling der Künſte und Wiſſenſchaften, man gedenke nur der Blüthezeit des Khalifats, der Univerſität und der Fa⸗ briken!
Der ganze Rieſenbau der Moſchee zerfällt in zwei Theile, in den Hof, in welchen ich eingetreten war, und in die große Säulenhalle. Der früher nur von Cypreſſen und Palmen beſchattete Hof ſollte balſamiſche Düfte der Moſchee ſpenden, die zur Maurenzeit nach allen vier Himmelsgegenden offen war und nur ein leichtes Dach beſaß. Die Moſchee diente außer zum Gottesdienſt auch zum kühleren Aufenthalt während der heißeren Tagesſtunden. Einundzwanzig Thore durch⸗ brachen als Hufeiſenbogen die freiſtehende Umfaſſungsmauer des ganzen Baues, der, wie ſchon erwähnt, aus dem Garten und der Säulenhalle beſtand. Nach Eroberung der Stadt durch die Chriſten(1236) wurde die Umfaſſungsmauer nie⸗ dergeriſſen, der Garten ſehr verkleinert und um die Säulen⸗ halle eine Mauer gezogen, ſo daß aus ihr ein geſchloſſenes Gebäude entſtand, welches zur Kathedrale umgewandelt wurde. Staunenerregend iſt dieſer mauriſche Bau und be⸗ dauerlich der Vandalismus der ſpäteren chriſtlichen Herrſchaft. Die nach dem jetzigen kleinen Gartenhof gekehrten Eingänge der Moſchee ſind ſämmtlich durch eingezogene Wände ver⸗ mauert, ſo daß man von außen leider auf den Perſpectiv⸗ blick in die Säulenreihen verzichten muß.
Abd⸗er⸗Rahman I. ließ zum Bau dieſer Moſchee theils in ſeinem Reiche die römiſchen Säulen aufſammeln, theils wohl vielleicht von Italien kommen, wie Letzteres durch die Legende erzählt wird. Elf, ſpäter neunzehn Säulenreihen, in der Querrichtung von fünfunddreißig Säulenreihen durch⸗ ſchnitten, füllten mit ungefähr tauſend Säulen die Moſchee. Sie ſind von buntfarbigem Marmor und etwa acht bis zwölf Fuß hoch. Auf den Capitälen der Säulen wurden kleine Pfeiler errichtet, und man ſchlug von jedem zum zunächſt⸗ ſtehenden zwei übereinander befindliche freiſchwebende Bogen, und dies nach jeder Richtung hin. Die Moſchee gewann hierdurch ungemein an Zierlichkeit und durch die Errichtung von Säulen ward die innere Höhe bis auf fünfunddreißig Fuß gebracht. Dies ſei des Verſtändniſſes wegen erwähnt.
Bei meinem Eintritt überzeugte ich mich ſogleich, daß dieſer herrliche Säulenwald nach jeder Richtung reizende Perſpectiv⸗ und Queranſichten gewährt. Bewunderungs⸗ würdig ſind die Schlagſchatten, welches das aus kleinen Kup⸗
peln hereindämmernde Licht auf den Boden wirft, wobei die


