erſagung höher n, unterdeſſen irken und ihm
Sie war ent⸗ eerlaſſen; ſein orden, als er Agenten ſich nicht geweſen, Kden, ſondern Nen, er ſcheen ed denn, wenn terlande, wenn umer möglich, en feſten gedie⸗
der Choral vom erg das Haus idm die Magd Calderon, der dem Fräulein fern. Er hatte Wenn Jemand a, bis er wieder⸗ dieſſen Schritt, eine Geneſung en Worten, di gung. er Heimkehr in gehorche Dir. be vöne Ende der Autor des erabreiche ihm ihm, daß ich Rückkehr nach und ſeliges Dein ſcharfer aber viellicht er angenehmen er fünf Elſter⸗
luß ſih nicht ges der Belg⸗
„
Vierte
rath von Hayndorf, welcher Herrn Calderon ſprechen wollte und bei der Nachricht, daß er abgereiſt ſei, förmlich erfreut ſchien. Er beſann ſich einen Augen⸗ blick und ließ ſich dann bei dem Fräulein melden. „Ich komme in einer ſonderbaren Angelegenbeit,“ begann er nach der Begrüßung etwas verlegen.„Ihr Herr Couſin, der, wie ich höre, ſchon abgereiſt iſt, zeigte mir vor einiger Zeit eine Perle, die er nach ſeiner Angabe aus dem Orient mitgebracht hatte—“ „Ja, Herr von Hayndorf,“ erwiderte Angelica, „ich habe ſie in Verwahrung.“ „Wirklich? Hat Ihr Herr Couſin auch Ihnen geſagt, daß er ſie aus Ceylon mitgebracht hat?“ „Darüber hat er gar nicht mit mir geſprochen. Intereſſtren Sie ſich für die Perle? Ich habe ſie hier.“ „O nein, bemühen Sie ſich nicht, ich kenne ſie ſchon. Nun, ſehen Sie, mein Fräulein, ich glaube, Ihr Herr Couſin hat ſich einen Scherz mit mir ge⸗ macht, um meine Kennerſchaft auf die Probe zu ſtellen— die Perle iſt hier gekauft, und wie ich fürchte, nicht von einem rechtmäßigen Beſitzer. Es wird vielleicht Nachfrage gehalten werden— da aber Ihr Herr Couſin abgereiſt iſt, wird man ſich wohl dabei beruhigen— auf keinen Fall wollen wir den Menſchen erzählen, daß er Ihnen die Perle ge⸗ geben, bis ſich die ganze Sache herausgeſtellt hat, vielleicht fragen Sie einmal bei Ihrem Couſin des⸗ vegen brieflich an. Es iſt nämlich ein Menſch als Berlendieb arretirt worden, ein gefährliches Subject, das ſchon wegen anderer Verbrechen mit Steckbriefen verfolgt worden iſt, ein deſertirter Soldat, der viele Jahre außer Landes geweſen iſt— ja, mein Fräulein, auch auf mich machte die Sache einen peinlichen Eindruck! Der Menſch hatte es mit großer Frechheit
riskirt, wieder nach Sachſen zu kommen, und grade
hier im äußerſten Zipfel wurde er wieder erkannt von ſeinem frühern Officier— es kam denn heraus, daß er hier auch die Perlenbänke beraubt hatte, da er vor ſeiner Aushebung bei der königlichen Perlen⸗ fiſcherei angeſtellt geweſen, vereidigt ſogar— und nun hat er ausgeſagt, daß er die größte und ſchönſte der gefundenen Perlen an einen alten Cameraden von der franzöſiſchen Fremdenlegion verkauft habe. Den Namen deſſelben gab er als den Ihres Herrn Couſins an, Calderon— ob er gelogen hat, weiß ich nicht; da ich aber zufällig von der Sache gehört, ſo glaubte ich Herrn Calderon vorläufig auf meine eigene Gefahr einen Wink geben zu müſſen.“
Angelica hatte durch die weitläufige Auseinander⸗ ſetzung Zeit gehabt, ſich von der äußerſten Beſtürzung, in welche ſie ein anfängliches Mißverſtändniß bei der Erwähnung eines deſertirten Soldaten verſetzt
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Folge.
hatte, zu faſſen. Sie dankte dem Bergrath für ſeine Mittheilung, erklärte jedoch, ſobald amtliche Nach⸗ frage nach der Perle gehalten werde, dieſelbe ſofort zu übergeben, da ihr Vetter natürlich von deren un⸗ geſetzlichem Erwerb nichts wiſſe und den Verluſt, falls er ihn treffe, leicht verſchmerzen werde. Das gab der Bergrath zu und war ſehr zufrieden, die peinliche Angelegenheit ſo unbefangen behandelt zu ſehen. Die Abreiſe des Herr Calderon nach Franzensbad war unterdeſſen ſchon pflichtſchuldig auf der Polizei ge⸗ meldet worden und hemmte deren weitere Schritte. Der vielbelaſtete Landſtreicher wurde an das nächſte Criminalgericht abgeliefert— ſonſt aber mit gewohnter Humanität von einer Ausdehnung der Inaquiſition auf Calderon's noch anweſende Verwandte Abſtand genommen. Das Gericht mochte die Behauptung des Inculpaten, daß der Käufer der Perle um deren Raub gewußt habe, erſt conſtatiren und dann darüber beſchließen.
Tage giebt es im menſchlichen Leben, an denen ſich Ereigniſſe von Bedeutung zuſammendrängen, während oft Wochen und Monate ohne irgend ein ſolches vorübergehen. So erhielt Angelica, als der Bergrath ſie kaum verlaſſen hatte, ein Telegramm ihres Bruders, in Bamberg aufgegeben— war er denn nicht über Franzensbad abgereiſt? Und wie hatte er die Nachricht, die er ihr gab, erhalten?
„Sie iſt todt— Friede mit ihr! Die Kinder ſind wohl verſorgt. Meine Perle aber gebe ich jetzt nicht auf— Du, treues Herz, wirſt ſie mir dennoch gewinnen! Ich gebe Dir ein Jahr Zeit. Dann fordere ich von Dir mein Glück, dann Friede auch mit mir!“
Eine unverſtandene Ahnung ging bei den letzten Worten durch Angelica's Seele. Für den Ruheloſen in ſeinem Sinne zu handeln, noch einmal zu ver⸗ ſuchen, ihm das Glück, nach dem er ſich ſo glühend ſehnte, noch zu gewinnen, war der Schweſter unmög⸗ lich— jede Bewegung, jedes Wort, das ſie mit dem Mädchen gewechſelt, hatte ſie in der Ueberzeugung beſtärkt, welche ſie geſtern ihrem Bruder ausgeſprochen hatte. Ihm nie und ſchwerlich überhaupt einem Manne ſollte dies Kind des Volkes zu Theil werden, deſſen ernſtes ruhiges. Weſen wohl nicht angeboren, ſondern von einem tief an das Herz greifenden Schickſal er⸗ zeugt war. Wenn aber auch in dieſer Beziehung nicht, ſo doch in anderer konnte ſie für Rudolf etwas thun. Der erſte Schritt war ſchon verheißungsvoll gelungen. Sie hatte an den edlen Officier geſchrieben, welcher Rudolf's Vergehen an ihm mit Großmuth vergelten wollte, und ihm das Immediatgeſuch um Begnadigung ihres Bruders, ehe ſie es einreichte, zur
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Prüfung vorgelegt. Darauf antwortete er ihr jetzt,


