Lathz
a it u ſpät, der mit 2 nit Jitternden und ſeine Bruſt efreit. a . Aber der t: och iſt ſie glücklichen A — 1 de, ohne der
ur im Grabe! das war aber ren hatte, denn — von ſich. Er dieſe gute Ver⸗ eden und endlich t disher ſo ver⸗ ug, daß es ein ſn gebe, als die ſiuſcht, war ihm inen Leidenſchaft huch in ihm für
Janzed Weſen us war. Das äußern Dingen, andern Herzen enen, ſich ſelbſt eAngelica's wonnen hatte, fand, daß ihm 3 erhaben, in noch u Theil nen Redingung Dieſe te wohl ſein, ie mit Feuer⸗ tte, ſo krank lchen ihm die ch verborgen gen, die uun ſie an ihrer unte, dennoch er Begegnung arüber dachte, ſch ihn une
Iiches.
klare Antwort auf ſeine Frage, ob er wiederkommen dürfe, ſo günſtig als möglich ausgelegt und ſchon am folgenden Abende, ſobald er Chriſtinen hatte heim— kehren ſehen, die Schwelle ihres Hauſes wieder über⸗ ſchritten— mit welchen Hoffnungen war er gekommen und wie vernichtet waren dieſe, als er ſchied! Vergebens, daß er Chriſtinen ſeine Liebe betheuert und ſeine Bitte, ihn durch längere Zeit erſt kennen zu lernen, ehe ſie ſich entſcheide, wiederholt, vergebens, daß er die Mutter zu ſeinem Beiſtande aufgerufen hatte! Die Mutter war ſtumm geblieben und hatte nur ge⸗ weint— auch in Chriſtinens ſchönen Augen glaubte er einen feuchten Glanz, einen Blick des Mitleids be⸗ merkt zu haben und ihr Antlitz hatte die gewohnte Ruhe, ihre Stimme den gleichmüthigen Klang ver⸗ loren, aber wenn er daran einige Hoffnung geknüpft, ſo war dieſe durch ihre feſtentſchloſſenen Worte ſogleich vernichtet worden. Sie hatte ihm erklärt, daß es ihr von Herzen leid thue, wenn er ihr wirklich gut ge⸗ worden ſei, was ſie nicht begreifen könne, da er ja gar nichts von ihr wiſſe, daß es doch aber gar nicht möglich ſei, woran er denke, und daß er bald ſelbſt darüber lachen werde— er ſolle ſich's aus dem Sinn ſchlagen, denn ſie könne nicht Ja ſagen, das wäre eine Sünde gegen ihn, denn was ſie ihm geſtern geſagt, dabei müſſe ſie ihr ganzes Leben lang bleiben. Eine gebildete Dame hätte in feinern Worten, aber ſicht beſſer ſprechen können, um ihm jeden Zweifel Aufflammend hatte er dann geſagt:„So
. icht mehr frei?“ worauf ſie aber mit rinem Lächeln, das er hätte ſtolz nennen können, ihm geantwortet hatte:„Ich bin ganz frei und werde frei bleiben!“ Als ſie das geſprochen, hatte Jemand draußen an das Fenſter geklopft und der fremde Gaſt war dadurch veranlaßt worden, ſich ſchnell zu verabſchieden.
Er hatte abſichtlich eine ſpätere Stunde gewählt, um nicht durch ſeinen wiederholten Beſuch die Neugier
der Nachbarn zu erregen; und als er hinausgetreten,
war es ſchon ſo dunkel geweſen, daß er nicht unter⸗ ſcheiden konnte, wer an das Feuſter geklopft habe, er hatte überhaupt Niemand draußen bemerkt. Das Wort Chriſtinens, das er mit auf den Weg bekommen, die Antwort auf ſeine Bitte, ihm doch wenigſtens einen Funken von Hoffnung für die Zukunft zu laſſen, war mit ſo ſanfter Stimme geſprochen, aber es hatte ihm jeden Schimmer geraubt:„Nein, lieber Herr! Ich darf nicht!“ Heut auf dem Krankenlager, auf das er ſchon am andern Morgen nach dieſem Beſuche und einer wüſten, traumvollen Nacht durch quälendes Kopfweh und fieberhafte Anwandlungen geſunken war, fielen ihm Chriſtinens Worte wieder ein, als er noch immer von einem Glück träumte, das er trotz
Vierte
Jolge. 309
aller Täuſchungen endlich finden werde— ſie bildeten einen ſeltſamen Gegenſatz zu den Erlebniſſen einer kaum überwundenen Zeit, die ſich von Neuem in ſeine Gegenwart drängten. Dort war ihm eine Liebe ent⸗ gegengetragen worden, die er nicht geſucht, die er nie wahrhaft erwidert hatte, eine ſchöne, hochgebildete, reiche Frau, jung verwittwet, war ihm, dem Fremden, der keine Stellung in der Welt hatte, mit aller Gluth ihres ſüdlichen Blutes zugethan geweſen— hier warb er, der reiche, unabhängige Mann, in hoffnungsloſer Leidenſchaft um das Herz und die Hand eines armen Landmädchens, das ihm ſo kalt begegnete, als ſei ſie die Najade ſelbſt, in deren Dienſt ſie Waſſer ſpendete.
Der Wahnſinn, welchen dort ſein Losreißen von einem Bande, das er nicht unauflöslich machen wollte, ſchauerlich hervorgerufen hatte, drohte hier, wenn er ſich ſeine Lage recht bedachte, ihn ſelbſt wie eine Nemeſis rächend zu überfallen— und er brachte die folgende Nacht in wilden Phantaſien, wie er meinte, am Rande deſſelben zu. Der Arzt, als er ihn am Morgen beſuchte, fand ihn viel ſchlimmer und konnte ſeiner Schweſter, wenn er ihr auch nicht ſeine volle Befürchtung ſagte, wenigſtens keine gute Nachricht bringen. Sie ent⸗ ſchloß ſich augenblicklich, ihre eigene Cur nicht berück⸗ ſichtigend, zu ſeiner Pflege und traf noch an demſelben Vormittage durch Siegel ihre Anſtalten dazu. Aller Einſpruch war vergebens. Sie erklärte ihren Willen in einer ſo ſanften und freundlichen, zugleich aber ſo eutſchiedenen Weiſe, ſie ſchien durch dieſe neue Richtur g, welche ihren Gedanken und ihrer Thätigkeit gegeben war, ſogar körperlich ſo gekräftigt, daß ihr kein langer Widerſtand entgegengeſetzt werden konnte. Ihren Bruder ohne ſeine Einwilligung, die er nie gegeben hätte, aus ſeiner Wohnung in ihr Haus bringen zu laſſen, war unmöglich, auch wenn es für ſeinen Zu— ſtand ungefährlich geweſen wäre. In dem Gaſthofe, wohin er in letzter Zeit gezogen war, fand ſich auf Be⸗ fragen kein Raum mehr unbeſetzt, ſo mußte Siegel denn in der Nähe deſſelben nach einer paſſenden Wohnung ſuchen. Eine ſolche zu finden, hat aber in Elſter,
zu der Zeit, wo die Saiſon ihre Höhe erreicht, immer
ſeine Schwierigkeit: die Speculation der Bauunter⸗ nehmer hat mit dem unerwartet raſchen Aufſchwunge des Curorts nicht gleichen Schritt gehalten. Angelica beſann ſich aber keinen Augenblick, ſelbſt in einer Dorfhütte ihr Unterkommen zu ſuchen, wenn ſich kein anderes in der Nähe ihres wiedergefundenen Bruders finden ſollte. Daß der Kranke, für den ſie ſich in ſolcher Weiſe intereſſirte, ihr Bruder war, hatte ſie dem Arzte, der natürlich ein anderes Verhältniß vor⸗ ausſetzen mußte, mitgetheilt, ihn zugleich aber gebeten, dieſe Mittheilung als eine vertrauliche zu bewahren,


