Jahrgang 
01-26 (1866)
Seite
280
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280 Rovellen⸗Zeitung.

thematik mit ihrer unerbittlichen Schärfe und Strenge iſt mir von jeher verhaßt geweſen. Ich liebe dieſe unwiderlegbaren Regeln und Formeln auch für meine Lebensweiſe nicht. Kometen ſind mir lieber als Pla⸗ neten, deren Bahn genan berechnet iſt. 5

Auch die Bahn der ſchon geſehenen Irrſterne iſt das, lieber Herr Calderon! verſetzte der Bergrath lächelnd..

Wirklich? Verzeihen Sie meine Ignoranz. Ich wollte nur ſagen, daß es mir gleichgültig iſt, welchen Preis meine Perle hat, wenn ſie nur ſchön iſt. Nicht des Gewinnes wegen habe ich ſie an mich gebracht das Intereſſe an Hab' und Gut beſtimmt mich niemals in meinem Leben: es iſt immer die Gefahr, die mich reizt, das Wagniß, der Einſatz, welchen daſ⸗ ſelbe fordert! Ich liebe kühnes Spiel nicht blos an der Bank!

Da weiß ich denn doch nicht, hören Sie, was Sie nach unſerm freundlichen Elſter geführt hat, da Sie keine Cur brauchen! bemerkte der Bergrath. Gefahren giebt es hier nicht, wenn Sie nicht zu tief in ſchöne Augen gucken, Wagniſſe nur für Hals und Beine, wenn Sie etwa durch's s Tännicht und ſeine Klippen ſich ſchlagen wollten, und eine Spielbank ſuchen Sie in ganz Sachſen vergebens, hoffentlich bald in ganz Deutſchland. Ich will Sie aber nicht länger von Ihrer Krankenviſite ab bhalten, Sie beißen ſchon

Ungeduld in Ihren Stock. Auf Wiederſehen!

bir Fen Sie die Perle nicht! ſelbſt da

tigſten Klein

wir geben es zu, 1.. des Bades beiträgt. mal einen Stab unſers 7

(Fortſetzung folgt.)

Hein Vöglein wär'!

An der Salzquelle ſtand ,.*meyer. Mädchen mit dem Füllen der Ber, ihr mehr als ihren beiden Gefähr wurden. Sie war allerdings die Ang dem Kleeblatt, das hier im Dienſte Hygie,, Nicht ihre hohe Geſtalt allein, welcher die Tracht beſonders vortheilhaft ſtand, zeichneten ſondern mehr noch ihr regelmäßiges Geſicht m. angenehmen Zügen und ihr großes, ruhiges 2 Das Geſicht war etwas bleich und hatte für gewöhn einen ernſten Ausdruck, wie er ſich unter ihres Gleiche ſelten findet; nur, wenn ſie freundlich von eine Dame angeſprochen wurde, belebten ſich ihre Züge ebenfalls mit einer Freundlichkeit, welche ſie verſchönte. Frauenkenner waren über ihr Alter uneinig. Ihr Ernſt ſprach nicht für unerfahrene Jugend, gleichwohl fand ſich Keiner, der ihr ſchon dreißig Jahre gab, dazu waren ihre Lippen zu friſch, ihre Formen, ſo

nur ſein?

Doch daß ein Menſch ich bin zur Zeit, Ja, ja! das iſt mein Herzeleid!

Denn Menſchen o, ich frage blos Wer lobt von ihnen Gott noch groß? Und ach! wie's gar ſo traurig klingt, Wenn man allein dem Herrn lobſingt! Im Chorgeſang' erſt ſchickt das Herz Sein Lob begeiſtert himmelwärts.

Drum wenn ich nur ein Vöglein wär'! Ein Menſch zu ſein, iſt keine Ehr', So lang' die Menſchheit es vergißt, Was ſie dem Schöpfer ſchuldig iſt. Willſt du daran erinnert ſein,

O Menſch, komm, hör' die Vögelein Und lern' von ihrer Sangesluſt,

Wie man Gott lobt aus tiefſter Bruſt!

Literariſche Briefe von Otto Banck.

Geſpräche mit einem Grobian.

(Schluß.)

Er hielt inne. Sein Geſicht war in Bewegung, ich hörte ſein Athmen. Nach einer Weile rief er: Hab' ich nicht Recht? Iſt uns nicht der Himmel auf Erden ſchon erſchloſſen in unſern nicht in ihm den Standpunktt ge die Erde lieblich erſcheint, ohne

zu welchem ihr Garten all ae a

hinanſendet, um uns labend mit ihnen zu umſtrömen, nicht aber von Sinnen zu bringen und den Geiſt zu erſticken? Nimmt auf der andern Seite der Böſe, wenn man ihm den Finger giebt, nicht die ganze Hand? Kann man mit dem Laſter anfangen, ohne fortzufahren mit ihm, ohne ſich zu ſteigern in ihm, ſo daß man endlich unaufhaltſam anlangt am ſcham⸗ loſeſten Exceß? Und folgt dieſem Exceß nicht ſchmäh⸗

(licher Untergang? Sind alſo die Genußgierigen und Geiſtfaulen im Leben und in der Literatur nicht eigentlich

ſtupide Thiere, die gegen die Drangabe ihrer Ehre nicht einmal das Glück erlangen? Iſt es nicht in jeder Hinſicht ſchändlich und dumm und unglaublich verkehrt, in den Werken der Dichtung den Geiſt zu verdammen, den Hochſinn und Tiefſinn, das Licht der ewigen Wahrheit um nur die grobſinnlichen Reize einer wildſpannenden Handlung zu fordern, die auf Koſten der Wahrheit und Natur, wie Figura zeigt, die allergemeinſten Sudler männlichen und weiblichen Geſchlechts eben am leichteſten herſtellen? Kann es eine größere Infamie geben, als von der Literatur die Ergötzungen der Proſtitution haben zu wollen?

niht immer ſich luſtig gedant?

Mund nicht mit Koth

Ein! ſog um ſii Sein Haup

Eruſt nd

We ee meiner Sa ich mehre ſchaffe ihne loſe Blätt Feuilleton, Mit den Talents? aulch un Näſcherwae duſtend, u Nleck weg! Jungens- und ſie her Bänſchchen Vergnüger allenthal kehrtheit! ſte den und fühle lich eins! der Einfl und ſie!