nelt er vor Fluſſes hin⸗
hatte den ſtärker, als ke auf dem fn erhöhten ine vernünf⸗ k er in Ge⸗ ächerichkeit, Kopf in die wandelnden, Blickes, ſon⸗
uliche g ulichen Be⸗
endlich an⸗ don auf der ken.“
icer freund⸗ im ⸗Wet⸗
ner eigenen Der dicke und Kallen⸗ Hoben.“
ſo ſchön⸗!
wie ein den Blick as, Herr
e gemüth⸗ meine die aufmerk⸗ wenn Sie atfübrung Sie eine
Vierte
Kallenberg's Züge verfinſterten ſich noch mehr, er faßte ſich aber gewaltſam und ſagte mit bitterm Tone:„Ich bin leider nicht ſcharfſinnig genug, Ihre Redefiguren und Bilderräthſel zu löſen.“
„Verſtellen Sie ſich doch nicht! Die liebe Chri⸗
ſtine kann ſich bedanken, daß ich ſie mit einer Perle
verglichen habe, aber Sie ſollen mir nicht leugnen, daß bei Ihnen das Mädchen eine beſondere Senſa⸗ tion macht. Laſſen Sie's aber dabei bewenden, denn—“
„Ich bitte Sie, ganz außer Sorgen zu ſein!“ unterbrach ihn Kallenberg, deſſen vorhin bleiches Ge⸗ ſicht ſich nun mit einer dunkken Röthe bedeckte.— „Dieſe Inſinuation iſt zu lächerlich!— Ich verſtand Sie anders, ich glaubte, daß Sie eine deutſche Perle meinten, die ich etwa in einem der Bijouterieläden gefunden und mit meinen orientaliſchen verglichen hätte.“
„Und darum fuhren Sie auf, als hätte ich Ihnen ein Verbrechen ſchuld gegeben?“ lachte der Berg⸗ rath.„Ich ſage Ihnen, im grünen Gewölbe zu Dresden können Sie zwei Schnüre auserleſener Perlen ſehen, die eine aus orientaliſchen, die andere aus Elſterperlen, und ich gehe mit Ihnen die größte Wette ein, daß Sie als Kenner keinen Unterſchied bemerken werden. Man findet nur jetzt ſelten ſo große Perlen hier, wie ſonſt. Ich habe mich für die Sache, wie für alle patriotiſchen Dinge, intereſſirt— denn ich bin ein ſpecifiſcher Sachſe, ſehen Sie, wie Sie ein Kosmopolit ſind. Die Perlenfiſcherei, von der man ſich vor Jahrhunderten goldene Berge für Sachſen verſprach, hat mich beſonders intereſſirt, ich habe ihre Geſchichte ſtudirt und, wenn Sie's erlauben, ſogar ſelber Perlen gefiſcht.“
„Und das ſagen Sie ganz harmlos?“ rief Kallen⸗ berg, welchen das Geſpräch trotz ſeines ſpöttiſchen Lächelns zu intereſſiren ſchien.
„Warum ſollte ich nicht! Ich habe es ja nicht heimlich auf meine eigene Hand gethan— Sie halten mich doch nicht für einen Perlendieb, wie es deren allerdings zu einer Zeit gab, wo die Perlen noch hoch im Preiſe ſtanden? Im vorigen Jahrhundert ſind
mehrere Fäſſer roher Perlenmuſcheln ſo in das frän⸗
kiſche Nachbarland der damaligen Markgrafen von Brandenburg⸗Culmbach gewandert, um die dortigen Flüſſe damit zu beſetzen. Sie können in der Oels⸗ nitz bei Berneck noch eine ſchwache Perlenzucht finden. Nein, lieber Herr, ich habe unter den Auſpicien und in Präſenz der Herren Schmirler, deren Vorfahr ſchon Anno 1621 als kurfürſtlicher Perlenfiſcher in Pflicht und Beſoldung genommen, dilettantiſche Verſuche im Waſſer gemacht, aber nur etwa ſieben Perlen, alſo
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kaum hinreichend zu einer Freiherrnkrone, in all' den Muſcheln gefunden, die ich heimlicher Schätze ver⸗ dächtig von den Bänken abgelöſt hatte. Unter den Sieben war aber keine einzige preiswürdig.“
Kallenberg lachte ironiſch.—„Ich will Ihnen einmal ein Paar oſtindiſche Perlen zeigen,“ ſagte er dann mit einem gewiſſen Hohne.„Sie ſollen mir bekennen, daß eine deutſche Perle neben ihnen gar nicht beſtehen kann. Die beiden Schnüre im grünen Gewölbe ſind eine patriotiſch ſächſiſche Myſtification.“
„Ei warum nicht gar!“ verſetzte der Bergrath. „Falſa im Schatzinventarium!— Sind Sie denn im Beſitz von echten indiſchen Perlen? Sie haben ja nie ein Wort davon geſagt!“
„Muß ich Ihnen denn auch mein Inventarium gleich vorlegen?“ entgegnete Kallenberg.„Ich bin im Beſitz noch mancher Dinge außer den indiſchen Perlen. Dieſe ſollen Sie aber ſehen, wenigſtens meine größte und ſchönſte, welche ich unter großer Gefahr in meinen Beſitz gebracht habe. Sie wiſſen, daß ich mehrere Jahre auf Ceylon geweſen bin, wo bekannt⸗ lich die ſchönſten und edelſten Perlen im Meere ge⸗ fiſcht werden. Sechstauſend Boote ſind damit be⸗ ſchäftigt.“
„Das haben Sie mir erzählt; es wird mich ſehr intereſſiren, wenn Sie mir Ihre ſchöne Perle zeigen wollen— ich verſtehe mich ein wenig darauf. Wie viel Karat wiegt ſie?“
„Ich weiß es nicht— verkaufen werde zauac nicht, höchſtens verſchenken!“ ſagte Kalle A 3 a ſtehend. ine Anwand⸗
„Darf ich Sie alſo nach* pier und da knen
. 2 es iſt ein ſchönes Ge⸗ gleiten?“ fragte der Bergrag
5 den konnteſt du zertreten,
„Ich„habe noch eiuhd er zappelt noch!⸗“ abzuſtatten,“ erwiderte§ 3 iſt angekommen, ſehwerzensergießung hatten ſich die ſprochen, jetzt zu mehr und mehr geklärt; das Völk⸗ bringe ich mit afte, ſchien ihn mehr zu amuſiren als Plätzchen ivund da auch ich nicht umhin konnte, ein zu machen Geſicht zu machen, ſo rief er mit wahrem
„Ven:„Dieſe Kerls! Iſt es nicht wunderbar, kann ienſchen, die keine halbe Zeile für die Nachwelt viel gen können, in der Mitwelt eine Art Allmacht Sie aneignen und von ihrem Schreibſtuhl auf die Selt herniederſehen können wie Zeus vom Olymp? inie ſchütteln ihre Locken und es bebt der Erdkreis! b'ie ſchleudern den Donnerkeil unter die Sterblichen — und erſchreckt läuft der Haufe von dem Opfer hinweg, das getödtet am Boden liegt. Sie haben die Gewalt der Schlüſſel, zu binden und zu löſen — und die Welt beſtätigt ſie durch eifrige Unter⸗
werfung unter ihre Decrete. Sie nehmen ſich alles


