Jahrgang 
01-26 (1866)
Seite
270
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270 Novellen⸗Jeitung.

Knieen angefleht haben, zu bleiben und, ſo lange er lebe, die Eindrängen von Fremden längs der ganzen Küſtenlinie eine Intereſſen ſeiner Familie zu beſchützen. Obſchon der Kampf allgemeine Gährung veranlaſſen würde. Die reichſten Bänke

erſt einige Stunden gedauert hatte, gab er die Hoffnung, den Thron zu behaupten, auf und in der Furcht, daß das Schick⸗

ſind die der Bahrein⸗Inſeln. Man findet die Perlenmu⸗

ſcheln in allen Tiefen von ein wenig unter dem hohen Waſſer⸗

ſal Ludwig's XVI. ihn ereilen möge, beſchloß er eine ſchimpf⸗ ſtande bis 3, 7, 12, 17 und 18 Faden oder Klafter tief.

liche Flucht.

Die letzten achtzehn Jahre lebte die Exkönigin der Fran⸗ zoſen in England und von den vielen erlauchten Exilirten, welche durch den Wechſel des Schickſals an die Küſte Eng⸗ lands verſchlagen worden ſind, hat ſie ſich der Hochachtung und Verehrung der engliſchen Nation im höchſten Grade er⸗ freut. Sie lebte ruhig und prunklos, umgeben von den ver⸗ ſchiedenen Mitgliedern ihrer Familie, von denen ſie aufs Innigſte geliebt und verehrt wurde. Wenn ſie ſich ja über das grämte, was Viele für ein grauſames Geſchick betrachten, ſo gab ſie dieſem Grame doch niemals Worte. In Clare⸗ mont gab es keinen nachgeäfften Hof und noch viel weniger beſchäftigten die Bewohner deſſelben ſich mit Intriguen. Die Prinzen des Hauſes Orleans mögen vielleicht die Hoffnung hegen, daß ihr Exil aus Frankreich kein dauerndes ſein werde, aber ſie geben dieſer Hoffnung wenigſtens keinen Ausduck und noch weniger beſchäftigen ſie ſich damit, Mittel für die Verwirklichung jener Hoffnung aufzufinden. Wenn ſie aber durch ihr ganzes Benehmen ſich die Achtung des Volkes ge⸗ wonnen haben, unter dem ſie leben, ſo muß dieſer Erfolg ganz beſonders der Erziehung zugeſchrieben werden, die ſie von ihrer eben entſchlafenen Mutter erhalten haben. Nie⸗ mand kannte beſſer als ſie die Vorfälle des Lebens im Exil und welche Verpflichtungen ein ſolches auflegt, und dieſe Kenntniß theilte ſie auch ihrer Familie mit. So wie Marie

Amalie während ihres ganzen Lebens als Gattin, Mutter und Königin muſterhaft daſtand, ſo zeigte ſie ſich auch als Exilirte. Von den Armen und Nothleidenden in der Nähe von Claremont wurde ſie wie eine Heilige verehrt', da ihr ganzes Streben nur dahin ging, Glück um ſich her zu verbreiten und jeder Noth, ſo viel es ihre beſchränkten Mit⸗ tel erlaubten, ein Ende zu machen. Daher wird aber auch ihr Andenken in Segen bleiben, wenn ihr Leichnam längſt vermodert iſt, und für immer wird ſie zu den geachtetſten Frauen, die je gelebt und gewirkt haben, gezählt werden.

C

Die Perlenſiſchereien im perſiſchen Meerbuſen.

Der Obriſt Pelly hat der Regierung in Bombay ſeinen Bericht über dieſen Gegenſtand überreicht, worin er ſagt:

Die Lager der Perlenmuſcheln dehnen ſich in Zwiſchen⸗ räumen beinah in der ganzen Länge der arabiſchen Küſte des perſiſchen Meerbuſens aus, nördlich ein wenig unterhalb des Hafens Koweit und ſüdlich bis in die Nachbarſchaft von Ras⸗el⸗Khaimah hinab. Es giebt auch einige Lager in der Nähe von Karrack und an andern Punkten der Linie der perſiſchen Küſte, aber dieſe letztern ſind verhältnißmäßig von geringer Bedeutung, da ſie weniger ausgedehnt, weniger fruchtbar und weniger einträglich ſind. Die Betten längs der arabiſchen Küſte werden als das Eigenthum der Araber im allgemeinen betrachtet; ſo mag z. B. ein Araber von Koweit längs der Küſte von Bahrein oder Ras⸗el⸗Khai⸗ mah und vice versa untertauchen, um Perlenmuſcheln zu fiſchen. Keine andre Perſon aber als die Araber an der Küſte wird für berechtigt gehalten, ſich mit der Perlenmuſchel⸗ fiſcherei zu beſchäftigen; und es iſt wahrſcheinlich, daß das

Wahrſcheinlich giebt es Perlenmuſchelbetten von einer viel größern Tiefe; ſo vermuthet man zum Beiſpiel als eine That⸗ ſache, daß es am Vorgebirge Muſſendom Muſchelbänke geben muß, die eine Tiefe von 22 bis 25 Faden haben. Man betrachtet es als eine Regel, daß der Glanz der Perle von der Tiefe des Waſſers abhängt; je größer die Tiefe iſt, um deſto ſchöner iſt der Glanz. Ueber die mehr oder weniger voll⸗ kommene ſphäriſche Form der Perlen ſcheint kein Geſetz be⸗

kannt zu ſein. Man ſaggt, die beſten Perlenmuſchelbänke.

ſeien ebene Flächen, die von einem weißlichen Sand gebildet wären, im klaren Waſſer ober den Korallen liegend. Eine Vermiſchung von Schlamm oder erdiger Subſtanz mit dem Sande betrachtet man als nachtheilig für die Perle; und die Betten, die mit dieſem Fehler behaftet ſind, ſind der Er⸗ ſchöpfung unterworfen. Dieſer Urſache ſchreiben die Araber von Bahrein die Erſchöpfung der Perlenmuſchellager an der Küſte von Scinde und von Ceylon bei; während die Bänke im perſiſchen Meerbuſen, obſchon ſie ſeit den früheſten geſchichtlichen Perioden jährlich ausgefiſcht werden, noch immer gleich reich ſind eins oder zwei der letzten Jahre haben ſogar einen mehr als gewöhnlichen großen Ertrag gegeben. Die Meinung, daß die Araber die Perlenmuſcheln zu manchen Zeiten des Jahres füttern, ſcheint ganz irrthümlich zu ſein. Es wird durchaus keine Fürſorge für die Betten getragen. Die Muſcheln liegen auf dem Sande oder ſie hängen mit ihrem Rande leicht an Seepflanzen oder Korallen und werden von den Tauchern in ihren Booten unte em klaren Waſſer in Gruppen unterſchié n. Die Taucherzeit iſt von dem warmen Frühjahr im Monat April bis zum Ende der heißen Sommermonate Auguſt und September. Längs der ganden Küſte mag es dann 4000 bis 5000 Fiſcherboote geben, von denen ein jedes 10, 50, ja ſelbſt 32 Mann in ſich faßt. Von der eben erwähnten Zl Boote mögen gegen 1500 Bahrein angehören. Eine kleine Zahl dieſer Bootsleute mögen die Früchte ihrer eignen Arbeit ganz unabhängig für ſich ſelbſt ernten, aber die große Mehrheit derſelben ſteht im Solde von Agenten der Perlenhändler, die theils Hindus ſind, theils anderen Nationalitäten angehören, welche ſich in den Küſten⸗ ſtädten dauernd niedergelaſſen haben. Dieſe Agenten machen den Tauchern, während der Zeit, wo die Perlenfiſcherei ein⸗ geſtellt iſt, Vorſchüſſe und wenn dann der Frühling kommt, ſo verſorgen ſie das Boot für eine gewiſſe Zahl von e mit Reis und andern Lebensmitteln und dann ſegeln die Boote nach den Bänken, von denen ſie zurückkehren, wenn ihre Lebensmittel aufgezehrt ſind oder wenn das Wetter ſie dazu zwingt. In der Regel findet das Tauchen im Waſſer ſtatt, das vier bis ſieben Klafter tief iſt. Ein Untertauchen von funfzehn Faden ſoll das Leben ſehr abkürzen, ja gelegent⸗ lich ſogar den Tod des Tauchers herbeiführen. In jedem Falle beſteht die Mannſchaft eines Boots aus Tauchern und Seilhaltern, von denen die Erſtern untertauchen, während die Letztern das Boot an ſeiner Stelle halten und fortwährend in Bereitſchaft ſtehen, den Taucher heraufzuziehen. Jeder Taucher hat für dieſen Zweck ſeinen Cameraden. Der Tau⸗ cher entkleidet ſich, kneipt ſeine Aossed einer hörner⸗ nen Zange zuſammen, hat ein Seil an ſeinem Gürtel befeſtigt und an ſeinem Fuße einen Stein oder ein anderes Gewicht. Er läßt ſich dann mit den Füßen voran in's Waſſer hinab,

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