Jahrgang 
01-26 (1866)
Seite
267
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Pfuhl, ſondern daß man ſich erhebt in den Himmel des Geiſtes. Dieſe Erhebung koſtet Anſtrengung Anſtrengung des Geiſtes und des Herzens und die Anſtrengung ſcheut ihr wie das hölliſche Feuer! Wo ſie euch zugemuthet wird, da ſolltet ihr euren Heiland ſehen, den Retter aus der Langeweile der Zeit in die heilige Freude der Ewigkeit, und ihm

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folgen und ihn ſegnen und ihr läſtert ihn und ihr ſprecht die Acht über ihn! Ihr weiſt ihn von euch als langweilig, pedantiſch, anmaßend, beleidigend! Das Licht leuchtet, und die ſinnlichen Seelen begreifen es nicht und ſie verfallen der ewigen Nacht unrettbar!

(Schluß folgt.)

Jeuilleton.

Die Wahrheit über den Blaubart,

franzöſiſchen Marſchall und Waffengefährten der Jungfrau von . Orleans.

IV.

Der Biſchof Jean de Malestroit erhielt ſofort von Jo⸗ hann v. die Ermächtigung, die Schuldigen wegen Zauberei, Gottesläſterung und Entheiligung vor den geiſtlichen Ge richtshof zu ſtellen. Rennes, zog den Proceß wegen Mords, Menſchenraub und Plünderung vor das weltliche Gericht.

Die beiden Jurisdictionen, welche erwogen, daß auf dieſe verſchiedenen Verbrechen die bürgerlichen und die kirch⸗ lichen Geſetze in gleicher Weiſe anwendbar waren, vereinig⸗ ten ſich, um einen einzigen Gerichtshof zu bilden, in welchem der 935 on Saint Brieuc, der Vorgeſetzte des geiſt⸗

in Nantes, der Präſident der Bretagne, Jean ee Roscorf, ein Gerichtsſchreiber und ein No⸗ tar vereinigt waren.

Hausſuchungen im Hôtel de la Suze, in Tiffauges, Chantocé, Machecoul führten zur Entdeckung der Leichname von einhundertundvierzig Kindern, unterirdiſcher Gemächer, worin junge Mädchen eingeſperrt waren, und Gefängniſſe, worin ſchrecklich verſtümmelte Unglückliche wehklagten.

Die Ausſagen dieſer Opfer, die einem ſchrecklichen Tode geweiht waren, würden den Leſer vor Ekel und Schrecken zittern laſſen. Ueberdies enthalten ſie nicht eine einzige That⸗ ſache, die ſich hier mittheilen ließe.

Was Gilles de Retz anbetraf, ſo behandelte er die ls er zum erſtenmal vor ihnen erſchien, als Wucherer, ge und liederliche Menſchen. Durch die Geſtänd⸗ einer Mitſchuldigen überführt, leugnete er anfangs in hämter Weiſe die Verbrechen, die augenſcheinlich be

ſch machte er einen Verſuch, ſich ſeiner enerallieutenant der Bretagne zu bedienen, um ihre Competenz abzulehnen en Widerwillen, den ſie ihm zeigten, damit JT.

Der Biſchof im Zaume halten, 1 Strafen. Der Präſident der Bretagne verlangte die An⸗ wendung der Tortur. Erſt dann bekannte der Marſchall,

us Furcht vor den ihm drohenden Qualen oder

Nantes konnte ſeinen Unwillen nicht bedrohte ihn mit allen kirchlichen

aus R e Verbrechen, erzählte die gehäſſigen näheren Angabe wir oben erwähnt haben, und fügte die Ent⸗ hüllun Schandthaten hinzu, welche hingereicht hätten, umze uſend enſchen hängen zu laſſen. Er beſchrieb mit ein ſch eußlichen Cynismus ſeine Gefühle ſeinen er⸗

Pierre de l'Hospital, Seneſchall in

. würgten Opfern gegenüber und die abſcheulichen Verſuche,

denen er ſich an ihren Leichnamen überließ, während er die Reue an den Tag legte, wie ſie die Meuchelmörder, welche dem Schaffot gegenüber feig ſind, immer zeigen.

Unter dem Wort feig muß man hier keine Memme, oder einen Mann, dem es an Muth gebricht, verſtehen. Gilles de Retz war im Gegentheil in ſeiner Jugend ein tapfe⸗ rer Soldat. Als die gottloſen Inſtincte in ihm die Ober⸗ hand erhalten hatten, ermordete er feiger Weiſe unſchuldige Geſchöpfe ohne Vertheidigung, während er ohne irgend einen Zweifel den Engländern wie früher die Spitze geboten haben würde, hätte er ihnen gegenüber geſtanden. Solche Wider⸗ ſprüche mag erklären, wer will.

Man findet in dem Protokoll ſeines Proceſſes die Na⸗ men ſechs junger Mädchen, deren Leichname man noch zu erkennen glaubte. Andererſeits befreite man einige, die in einem unterirdiſchen Gefängniſſe mit einer Fallthür einge⸗ ſchloſſen waren, woher ohne Zweifel die Geſchichte der ſieben Frauen des Blaubarts ſtammt.

Am 25. October 1440 wurde Gilles de Retz verur⸗ theilt, lebendig verbrannt zu werden. Die dringenden Bitten mehrerer fürſtlicher Familien, mit denen er verwandt war, waren nicht im Stande, ſeine Begnadigung von dem Herzog Johann zu erlangen, welcher dieſes eine Mal in ſei⸗ nem Leben unbeweglich war.

Die Hinrichtung fand fünf Tage ſpäter auf der Made⸗ laine⸗Wieſe bei Nantes ſtatt.

Die Einbildungskraft des Volkes wurde von dieſer großen Abbüßung unerhörter Verbrechen lebhaft ergriffen. Der Clerus ordnete ein dreitägiges öffentliches Faſten an; Väter und Mütter peitſchten ihre Kinder, damit ſie das An⸗ denken an dieſes Ereigniß bewahren möchten. Die religiöſen Orden vereinigten ſich, holten den Verurtheilten im Bouffay ab und begleiteten ihn auf den Richtplatz.

Dort auf einem Scheiterhaufen von Weinrebe und grünem Holze, wo Gilles de Retz ſein von dem Henker zer⸗ brochenes Wappenſchild zu ſeinen Füßen hatte, wurde er mit einer eiſernen Kette, die ſich ſpiralförmig um ſeinen Körper wand, an einem Pfahle befeſtigt. Mit Erlaubniß des Her⸗ zogs zog der Henker die Kette an ſeinem Halſe recht feſt und erdroſſelte ihn; dann ſteckte er den Scheiterhaufen in Brand. Einige Minuten ſpäter zog man ihn aus demſelben heraus, um ihnvier oder fünf edeln Fräulein, ſagt der eine Chro⸗ nikenſchreiber,fünf liederlichen Weibsbildern, ſchreibt der andere, zu überliefern, die ihn mit ihren Händen begru⸗ ben und ihn vorher in die Carmeliter Kirche bringen ließen, wo man für ihn einen prachtvollen Trauergottesdienſt hielt.