248 Novellen⸗ZJeitung.
daß ſich weder die Königin noch Lord Nelſon vor ihrem Genie der Despotie zu ſichern gewußt haben. Will Jemand den Namen des böſen Dämons wiſſen, welcher gegenwärtig in Neapel allmächtig iſt, ſo heißt er Lady Emma Hamilton.“
„In Wahrheit, ich habe in Lady Hamilton nur eine ſtark von Enthuſiasmus Metier machende Kunſt⸗ freundin geſehen, der ihr Dilettantismus in den Kopf geſtiegen iſt. Deine Andeutungen, Giuliettan laſſen mich dieſe Frau in einem neuen Lichte ſehen. Ich hörte von ihr einige Worte, die ſchlagend einige Be⸗ merkungen von Dir beſtätigen. Ich werde auf der Hut ſein, wenn ich wieder in ihre Nähe komme...“
„In ihre Nähe? Du wirſt, ich befehle es Dir im Namen unſerer Liebe, auf der Stelle dieſe furcht⸗ bare Stadt verlaſſen. Du biſt ein guter Seemann; unſer Segelboot iſt feſt und kann einem leichten Sturme trotzen— Dein Weg geht die Treppe hinunter und ins Weite. Es kann Dir nicht fehlen, daß Du, wenn Du Dich entlang der Küſte hältſt, irgend ein ſee⸗ feſtes Fahrzeug auftreibſt, das Dich dorthin bringt,
wo Du für die neapolitaniſchen Tiger unerreichbar⸗
biſt. Großer Gott— ſo lange habe ich mit Dir ge⸗ ſprochen und noch haſt Du mir nicht geſagt, woher Du kommſt und wie Du hierher gelangteſt!? „Ich komme von Genua; ein franzöſiſcher Kaper brachte mich auf die Höhe von Ischia, wo mich eine Tartane aus dieſem Hafen in Empfang nahm. Aber ein Wort— ich kann nicht von hier thatenlos ab⸗ reiſen, oder richtiger, feige entfliehen. Gelingt mein Plan, ſo ſind in wenigen Stunden die ganzen Ver⸗ hältniſſe dieſes Königreichs umgeſtaltet und die Roya⸗ liſten zu Staub zerſchmettert. Ich ſelbſt bin der Ur⸗ heber meines Plans; ich habe Urlaub erhalten, um denſelben auszuführen, und ich werde mein Leben daran ſetzen, mein Vorhaben auszuführen. Bald vielleicht ſchlägt die Stunde, wo Du meiner Unerbittlichkeit danken und mein Wageſtück ſegnen wirſt.“ (Fortſetzung folgt.)
Auf der Reiſe.
Von Carl Wilhelm Batz.
Nun hab' ich wieder dich gefunden
Nach langer Wandrung— ſüße Raſt, Nun lad' ich in die letzten Stunden
Des Tages Bilder mir zu Gaſt.
Da winkt manch roſiges Geſichtchen Mit fragehellem Blick herein,
Da dämmert manches Luſtgeſchichtchen Herauf von Lieb' und Sonnenſchein.
Manch Kränzlein ſeh ich lockend winken, Die Wagen ſtehen unterm Thor,
Indeß die Bauern lärmend trinken, Der feiſte Wirth tritt lächelnd vor
Und lüpft zum Gruß die bunte Kappe, Und wie der Fremdling näher tritt, Wie einſt dem Ritter folgt' der Knappe, Begleitet er ihn Schritt für Schritt
Und lobt das Städtchen— lobt die Leute,
Preiſt ſelbſt ſich dann, wie ſich's gebührt,
Den Zufall auch, der grade heute Des Kellers Beſtes aufwärts führt...
Nun ſteh' ich wieder an der Mauer, Der thurmbeſetzten— altersgrau
Erzählt ein Söller von der Trauer Und Minne einer Edelfrau—
Wo luſtig einſt getanzt die Welle
Ein grüner Teppich dehnt ſich breit,— Geſtorben nur iſt nicht das helle
Geläute jener frommen Zeit.
Nun ſitz' in niedrer Stub' ich nieder, Schwarzwälderuhr pickt an der Wand,
Es lehnt mein Haupt an einem Mieder, Ich ſtreichle eine braune Hand,
Und Wehmuth fühl' ich leiſe ſteigen Mit mahnendem Geſang heran;—
Es giebt auch Pfade, die ſich neigen, Und thränenreich iſt manche Bahn;
Seh' eine Mutter vor mir knieen, Die mich um ein Almoſen bat,
Sie hat der Tochter nie verziehen, Die Sitt' und Weiſung übertrat.
Das Giebelhäuschen nah am Bogen, Verfehmt hat's drob der Menge Spruch, Erſt ward die Liebe ſchnöd betrogen, Dann folgte Noth der Mutter Fluch...
Und nun ſich Bild um Bild verſchoben, Verſchleiern Thränen meinen Blick— Doch fühl ich wieder mich gehoben Und preiſ' aufathmend mein Geſchick.
ſiterari
Ftiedt von Heint berg⸗ Winte
Thieiſh Humanif A
herufen, wo keſhloß und vetſitäͤt, fü und zwar un in gauz De Dieſer zwar ſchon ſtarten ode neueren K. Doch ſeine und ſeine er auch un nahmeerſche terſptache gutes Gü um nichts gutes Der hatte Sty Der Hauptabſch überſichtlie von Brief geitgenoſſe Fülle von gebreitet, finden wir keit und! Kämpfers und die neueſten ſehen, weo ganges, Dan Adel als immer zu ſition geg Kreidenke


