Jahrgang 
01-26 (1866)
Seite
247
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des illuſtren Namens Hamilton jede Engländerin von Geburt ſcheu zurück weicht.

Ginlietta weinte. Jetzt aber trocknete ſie raſch ihre Thränen.

Excole, Ercole, nie hätte ich geglaubt, daß Du den Sinn für das Recht einbüßen könnteſt. Es iſt eine entſetzliche Wahrheit aber wir verſtehen ein⸗ ander nicht mehr!

Non La si incomodi! Bemühen Sie ſich nicht!

bemerkte Ercole ironiſch und zog den breiten Gürtel

feſt um die Hüften.Ich gehe!

Du bleibſt! rief Giulietta.Wie kannſt Du mich verlaſſen wollen mit einer ungerechten Beſchuldi⸗ gung gegen meinen Vater und mich auf den Lippen? Du biſt verpflichtet, mich anzuhören.

lo son pronto! Ich bin bereit, erwiderte Excole kurz.

Du ſprichſt von meinem Vater ſollte er die Begnadigung abweiſen, da er nie ſich politiſch compro⸗ mittirt hatte?

Wer nichts verbrochen hat, braucht ſich nicht begnadigen zu laſſen. Sein Recht genügt! Aber das ſind eben Anſichten von mir! Sie ſolen nichts gelten!

Kann ich es verweigern, meinem Vater zur Cour zu folgen? Kann ich der Königin, wenn ſie mich freundlichſt empfängt, Sottiſen ſagen? Kann ich es der Lady Hamilton, der intimen Freundin der Kö⸗ nigin, abſchlagen, wenn ſie mit mir eine Spazierfahrt zu machen wünſcht?

Giulietta, Sie ſind völligſt im Rechte! Zwei Mal zwei ſind vier und wer das zugiebt, kann auch nichts einwenden, wenn ihm deducirt wird, daß zwei Mal vier acht ſind! Non mi lamento! Ich be⸗ klage mich nicht! Wer weiß, was ſich mit mir begiebt? Ich werde vielleicht die Ehre en, in die Reihe der Fra Diavolo, Geronimo Raſtina, der corſiſchen Banditen und Galeerenſträflinge einzutreten und mich mit Signore Acton, dem Miniſter, und der Emi⸗ nenza Ruffo's als buon cuogino, als guter Vetter, oder bon coujon zu benehmen!

Ercole! Du raubſt mir die Beſinnung!

Gut! Haſt Du vorhin nicht geſagt, ich ſei be⸗ reits wahnſinnig? Wir paſſen vortrefflich zu einan⸗ der, Giulietta. Ich muß Dir geſtehen, daß ich einen ſehr vielverſprechenden Anfang gemacht habe, mich ganz in Deinem Sinne zu bewegen. Deine Freun⸗ din, Lady Hamilton, wird Dir ſicherlich von den Kunſtleiſtungen des Fiſchers Cola Minari erzählt haben!

Du warſt im dengläſchen Geſandtſchafts⸗Palaſt? fragte Giulietta ſchaudernd.

Freilich! Und es war dort ſehr intereſſant.

Vierte Folge.

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Wenn ich mich nicht ſehr irre, ſo hat ſich Lady Ha⸗ milton ſterblich in mich verliebt...

Gott ſei geprieſen! rief Giulietta.

Wie? Geprieſen? Es ſcheint, Signora, daß Sie ſehr glücklich ſind, Ihren Bräutigam an eine Andere verlieren zu können! Per Bacco!

Ginlietta warf ſich an Ercole's Bruſt und ſchluchzte.

Wahrlich! J Ich begreife Dich nicht! ſagte Er⸗ cole, den ſchönen Kopf der Marcheſa ſtreichelnd.Ich will mich Deinen Anſichten nicht fügen, und Du ver⸗ fällſt in Paroxysmus; ich zeigte mich als ganz willen⸗ loſer, folgſamer Menſch, und Du geräthſt abermals außer Dich! Komm, komm, Theuerſte wir wollen reden, wie früher! Komm! Du warſt ſtets eine Ty⸗ rannin, freilich eine liebenswürdige! Ich werde, wenn es irgend möglich iſt, gehorchen! Und nun fort mit dieſer guerra minutia, Täubchen! Ich ſchwöre Dir, geduldig zuzuhören, wenn Du mit Deinen Argumenten ganz nach Deiner eigenſinnigen Art wieder von vorn anfängſt!

Weiß Lady Hamilton, wer Du biſt? Das iſt die erſte Frage! ſagte Giulietta, alle Liebkoſungen ſanft abwehrend.

Sie weiß es nicht!

Gott und San Gennaro ſei Dank! Sie darf Deinen Namen nie erfahren! Ich habe mit dieſer Engländerin erſt einige Mal geſprochen; ſie hat die höchſte Liebenswürdigkeit entfaltet aber ich täuſche mich nicht: Lady Hamilton birgt im Buſen die Lei⸗ denſchaften eines böſen Engels. Sie hat enthuſiaſtiſch Deine Schönheit bewundert, als wir Dich auf der Marina fanden; ſie hat mich auf Vorzüge aufmerk⸗ ſam gemacht, die ich, Ercole, ſelbſt mit dem Auge der Liebe nicht entdeckt hatte. Wüßte Lady Hamil⸗ ton, daß derjenige, welchen ſie für einen rohen Fiſcher hält, einer der erſten Cavaliere Neapels iſt, daß ihr Ideal von Formenſchönheit mein heiliges Eigenthum iſt o, mein Ercole, mir graut es, wenn ich er⸗ meſſe, weſſen ein Charakter wie derjenige der Lady Hamilton fähig iſt.

Excole lächelte.

Das iſt jedenfalls ins Uebertriebene gerathen, Ginlietta, ſagte er ruhig.Du wirſt doch nicht im Ernſte glauben, daß ſich Lady Hamilton in den Fiſcher Cola Minari verliebt habe?

Verliebt, o, nein! Das Wort wäre ent⸗ heiligt! Lady Hamilton liebt ſicherlich Niemand in der Welt, als ſich ſelbſt! Was weiß ich es iſt eine Herrſchwuth in dieſem ſchönen und furchtbaren Weibe, eine wilde Gier, ſich Alles unterthan und Alles zu ihrem Eigenthume zu machen. Für dieſe Engländerin giebt es nur Sclaven in der Welt, und es iſt gewiß,