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Vierte Folge.
machen würde, wollte er nicht vollſtändig der Anſicht Seiner Durchlaucht, des Fürſten von Anhalt⸗Deſſau und des Grafen Flemming beitreten.
„Und es wird dies Herrn von Grumbkow um ſo leichter werden,“ fügte Herr von Flemming mit einem ſatiriſchen Blick auf denſelben zu,„als das Vermögen des Fräulein von Schoͤnfeld meiſt in der Leipziger Bank niedergelegt iſt, mein Herr, der Kurfürſt, ſich aber ſchwerlich bewogen gefunden haben würde, bei einer Heirath mit dem Herrn de la Chevallerie dies Geld aus dem Lande gehen zu laſſen.“
„Nun, und wenn daſſelbe den Junker heirathet?“ fragte der König im lebhaften Tone;„bevor ich mich entſcheide, muß dies im Reinen ſein, denn Geld und Soldaten ſind mir die Hauptſache.“
„Euer Majeſtät kann ſich verſichert halten, daß in dieſem Fall nicht die mindeſte Schwierigkeit erhoben werden wird. Auch weiß ich, daß es in der Abſicht des Herrn von Kalkſtein liegt, in der Friedrichſtadt ein ſchönes Haus zu bauen und im Winter in Berlin Geſellſchaften zu geben.“
„Gut! gut!“ ſagte der König, der, da er nun die Ausſicht hatte, zwei ſeiner Lieblingspaſſionen zu befriedigen, in eine immer beſſere Laune gerieth,„laßt mich die Sache überlegen, Graf, und morgen früh, bevor Ihr Berlin verlaſſet, holt Euch die Antwort.“
Mit dieſen Worten gab der König das Zeichen, daß die Tafel aufgehoben ſei, und nachdem er dem Grafen von Flemming noch zugerufen hatte, daß er ihn ſpäter im Tabaks⸗Collegium erwarte, entfernte er ſich in der heiterſten Stimmung, gefolgt von ſeinem Günſtling Grumbkow, der ſich im Vorbeigehen vor dem Fürſten Leopold von Deſſau mit einem Blick verbeugte, in welchem die Verſicherung lag, ſich für die erlittene Niederlage bei paſſender Gelegenheit zu rächen.—
Am andern Morgen ſtand der König abermals ſchon in früher Stunde völlig angekleidet in ſeinem Cabinet; einige Schritte hinter ihm befanden ſich der Fürſt von Deſſau und der Graf von Flemming, ihm gegenüber der Junker von Kalkſtein.
„Er ſieht alſo ein, daß ich Ihm hätte den Kopf vor die Füße legen laſſen können,“ ſagte Friedrich Wilhelm, zu dem jungen Edelmann gewendet, in ſtrengem Tone, indem er dabei ſeinen Blick ſcharf auf ihn heftete.
„Fern ſei es von mir, Euer Majeſtät Rechte, Dero Unterthanen gegenüber, in Zweifel zu ziehen, aber indem ich mich freiwillig Allerhöchſtderen Händen überlieferte, legte ich zugleich einen unzweifelhaften Beweis in Betreff meines unbegrenzten Vertrauens zu
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der Großmuth und der Gerechtigkeit meines Königs und Herrn ab.“
„Und daran hat Er wohl gethan, denn obgleich Wir Herr und König ſind und als ſolcher thun und laſſen können, was wir wollen, ſo haben wir doch nur das Beſte unſerer Unterthanen im Auge und wünſchen in unſeren Landen nichts Anderes, als gute Chriſten, fleißige Bürger und tapfere Soldaten zu haben.“
„Ich werde mich bemühen, für die Zukunft jeder⸗ zeit ſowohl das Eine wie das Andere zu ſein, um mir die Zufriedenheit meines allergnädigſten Königs zu erwerben.“
„Iſt mir lieb, daß Er Reue empfindet und zur Einſicht gelangte; kann alsdann auch immer auf meine Affection und Gnade rechnen; liebe ein offenes Ge⸗ ſtändniß und verlange durchaus keine Flatterien. Er iſt jetzt frei, ich habe Ihn pardonnirt, obgleich Er Solches von Rechtswegen nicht verdient hat; verſteht Er mich!— Kann ſich hier bei dem Feldmarſchall von Flemming bedanken, denn allein in Betracht von deſſen ausgezeichneten Verdienſten habe ich mich be⸗ wogen gefunden, an Ihm diesmal kein Ereuper zu ſtatuiren.“
Der Junker verbeugte ſich dankbar gegen den Grafen, der ihm in einer Weiſe zulächelte, in wel⸗ cher ſich die aufrichtige Theilnahme über die glück⸗ liche Wendung ſeiner Angelegenheit ausſprach.
„Und nun,“ fuhr der König fort,„reiſe Er in Gottes Namen. Will Ihm die Heirath geſtatten mit dem Fräulein von Schönfeld, unter der Bedingung, daß Er hier in Berlin ein ſchönes Haus baut, verſteht Er mich?“
Erſt jetzt kehrten Freude und Glück in das Herz des Junkers zurück. Bisher war er noch immer in Ungewißheit geweſen, welchen Entſchluß der König in Betreff ſeiner Verlobten gefaßt hatte; von ſeinen Ge⸗ fühlen übermannt, ſtand er daher jetzt einen Augen⸗ blick ſinnend da, nur mit ſich ſelbſt und ſeinem künf⸗ tigen Glück beſchäftigt.
Die Spandauer Citadelle, der Commandant der⸗ ſelben, mit ſeinem trocknen eiskalten Geſicht, der alte Sergeant Katzenmeier, die dunkele Kaſematte, deren enge Schießſcharte auf den trüben Waſſergraben hin⸗ ausging, dies Alles war vergeſſen und ſtatt deſſen umgaukelte ihn das Bild ſeiner holden Emilie und alle jene ſeligen Freuden, die liebende Herzen nach langer und ſchmerzlicher Trennung empfinden, wenn die Stunde des Wiederſehens endlich gekommen iſt.
Aus dieſen Träumereien wurde er plötzlich durch eine Stimme erweckt, welche ihn noch zur rechten Zeit erinnerte, in weſſen Gegenwart er ſich befand.


