Jahrgang 
01-26 (1866)
Seite
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wie ſo viele Künſtler in Rom, geſtorben. Er hatte ſich ſeinen Fleiß ein zie und ſein Teſtament liefert den Bew Kunſt und ſein Vaterland liebte. Die königliche Akadem der Künſte in London iſt nämlich von ihm mit Ausnahn einiger kleiner Legate zu ſeiner Univerſalerbin eingeſetz

eis dafür, wie ſehr er d

Namentlich vermachte er derſelben ſeine Gruppe in Marmor weiblichen Figur

des verwundeten Kriegers, der von einer unterſtützt wird; alle ſeine Werke in Marmor, die bei Tode noch unverkauft ſind; die M verkauften Werke in Marmor; a von noch nicht ausgeführten Werken; der Venus von Medicis, welcher Canova geſchickt wurde, u in Marmor ausgefü führte edle Statue zu erſetzen.

ſeine

Dieſe Werke ſollen in d

Akademie der Künſte zweckmäßig aufgeſtellt werden, damit ſie hauerkunſt und dem Publicum zu⸗ und um die dazu erforderlichen Localitäten

den Zöglingen der Bild gänglich ſeien, zweckmäßig herſte dem die Summ dadurch in den Beſitz einer wahrhaft für langt iſt.

Trotz alledem hat dieſer gehen können und das Athenäum in London, geachtete Zeitſchrift, hat ſich die Taktloſigkeit zu Schuld kommen laſſen, als ſich die Erde kaum über ſeinem Sar geſchloſſen hatte, einen Artikel über ihn zu veröffentliche der an dem ausgezeichnetſten Sch

llen zu können, hat er der Akademie auße

ſtlichen Erbſchaft g

eines Neiders über den Verſtorbenen ergießt. der erſten Künſtler und Kunſtkenner John Gibſon ganz anders, und ſeine vielen hinterlaſſen Werke werden dem verſtor

ſpäten Nachwelt ein ehrenvolles Andenken ſichern. C.

Die Kaiſerin Eugenie als dankbare Schülerin.

Kürzlich ſtarb in Paris ein Künſtler, der ſeiner Wittwe s Erbe hinterließ als einige

und ſeinen Kindern kein andere Mappen mit Skizzen, Aquarelles und Zeichnungen. Die Wittwe wandte ſich an den Kunſt an deſſen Schaufenſtern der arme Maler zuweilen ſehr hübſ Skizzen ausgeſtellt hatte. Ich würde nichts Be kleine Ausſtellung der Werke Ihres Gatten zu ma

barſchaft in den Zeichnungen Bida's, in den Diaz oder in den Aguarellen Wyld's finden. weit eher für einen Verkauf in der Wohnung der Käufer, ſtimmen. ausgezeichneten Bedingungen machen ſehen. viele Lectionen gegeben. Die bar. ich wollen dann diejenigen auswählen, an die wir uns w den wollen.

Ach! wenn ich es wagen dürfte, ſagte die Wittwe,

nicht ohne einige Zögerung. Wagen Sie es immer!

Nun wohl! Unter den Zöglingen meines Gatten war äußerte einſt zu Stein ehemals eine junge, ſehr reizende ſpaniſche Gräfin, die Grazie Als ihr Profeſſor mich ſchämen eine

ſelbſt und nicht weniger gut als ſchön.

ihr Alles gelehrt hatte, was er zu lehren vermochte, mußte

die junge und ſchöne Fremde Paris verlaſſen; aber vor

mlich bedeutendes Vermögen erworben,

odelle in Gyps ſeiner nich lle ſeine Modelle in Gyps den erſten Gypsabguß

e von 32,000 Pf. St. hinterlaſſen, die

Mann dem Tadel nicht ent⸗ eine ſonſt ſehr

üler Canova's und Thor⸗ waldſen's kein gutes Haar läßt und nur den bittern Tadel Das Urtheil ſeiner Zeit lautete über wieder in ſeinem

benen Künſtler auch noch bei der

händler Suſſe,

ſſeres verlangen, als hier eine chen, ſagte Herr Suſſe;aber ſie würden vielleicht eine gefährliche Nach⸗

Gemälden von und nur Andeutbares: Stein war in jedem Augenblicke ganz . Ich würde und voll, was er war, in der Wohnung, wohl verſtanden räth Ich habe deren unter die Ihr Gatte hat hatten die Kugeln immer Zöglinge ſind zuweilen dank⸗ Ziehen Sie Ihr Gedächtniß zu Rathe, und Sie und

Novellen⸗Zeitung.

durch ſchrieb ſie einen ſehr liebenswürdigen Brief an meinen Mann,

um ihm noch für ſeinen Eifer und ſeine Sorgfalt zu danken und ihm ſchließlich zu ſagen, wenn die Gelegenheit, ihm nützlich zu ſein, ſich ihr jemals darbiete, dann werde ſie die⸗ ſelbe ſofort ergreifen. 3

Nun gut! ſagte Herr Suſſe,wenn dieſe Gräfin nach Paris zurückkommt, ſo iſt es gewiß, daß ſie wenigſtens eine Aquarelle nehmen wird. m VSie iſt nach Paris zurückgekommen. t nicht mehr Gräfin. Was iſt ſie denn? Sehen Sie lieber ſelbſt! ſagte die Wittwe, indem ſie Aeußeres zeigte, daß er

ie ie ne

t.

. aber ſie iſt

m ihm einen kleinen Brief reichte, deſſen

hrt zu werden und die nach Paris ent⸗ oft geleſen worden war.

Herr Suſſe öffnete den Brief und ſah zuerſt nach der Unterſchrift.

Ich glaube, ſagte er lächelnd,Sie haben jetzt nichts mehr zu fürchten. So koſtbar als dieſes Papier Ihnen auch ſein muß, wollen Sie es mir wohl auf einige Tage anver⸗ trauen?

Wie ging es zu, daß dieſer Brief unter die Augen der Kaiſerin Eugenie geſtellt wurde? Das weiß dasGrand Journal, dem wir dieſe Anekdote entnehmen, nicht zu ſagen.

f iſt, daß die armen Un⸗ C.

er T⸗ e⸗

Alles, was es hinzuzufügen vermag, glücklichen getröſtet worden ſind..

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ge n,

Aus dem Leben eines Mannes.

Das deutſche Volk ſollte die Erinnerung an gewiſſe önlichkeiten, denen es innigen Dank ſchuldig iſt, immer Gedächtniß auffriſchen, wenn es auch nur durch einzelne Charakterzüge, ja Anekdoten geſchieht. Zu jenen der Unvergeßlichkeit Werthen gehört auch der große Vater⸗ landsvertheidiger Stein. Der Alte vom Rhein⸗ erzählte aus dem Leben dieſes Mannes:

G.

Stein hatte in ſeiner I

Perſ

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ugend, zu Hauſe und auf der Göttinger Hochſchule gute Studien gemacht, auch ſeines Volks und Vaterlands Geſchichte und der Völker Geſchichten durch Leſen und Reiſen gelernt, und ſpäter, da er als Beamter in Preußen dienen wollte und ſollte, mit großem Fleiß und edler Sorge ſtracks zu erobern und zu erkunden geſucht, was Amt und Pflicht von ihm forderten; aber doch mochten Manche, die ſonſt tief unter ihm ſtanden, ihn an Kenntniſſen und erworbener Geſchicklichkeit übertreffen, ſelbſt ſeinen Zeitgenoſ⸗ ſen und Nebenbuhler Hardenberg nicht ausgenommen, aber es war ein Etwas in dieſem Geiſt, etwas Unbeſchreibliches

che

Augenblick ſein Ge⸗ fertig, ganz und voll immer bei ſich; und Ausroller ſeines Geiſtes, Abdruck bei der Hand; in hel⸗ ſondern auch

er hatte in jedem und Waffen immer Revolvers, die Umroller zum 4 len friſchen Stunden blitzte nicht blos Verſtand, Witz auf Witz aus ſeinem Munde.

Solcher Natur gemäß war Sprache und Rede: feſtge⸗ ſchloſſen und kurz floß es ihm von den Lippen, ſelbſt in hefti⸗ ger Aufregung und im zornigen Muthe purzelten und ſtürzten ſeine Worte nimmer unordentlich durcheinander.

Die Kaiſerin von Rußland, eine Würtembergerin, :Wenn jetzt noch ein franzöſiſcher Soldat durch die deutſchen Grenzen entrinnt, ſo werde ich Deutſche zu ſein. Bei dieſen Worten, o erzählt Uwaroff, ſah man Stein im Geſicht roth und längs Zorn weiß werden, ſich erheben und in

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her ſeiner Naſe vor

Phe 6 goßes, tre Glück habe Volkes ſch Genoſſen, ich lebte in Volk hatte ten die deil nimmer vin giſhrijei rin halt d und uitaler haben har Okein w unkaveffr münſter war, *,G, vegen ſer fatte die uſt den Wor nämen, mich fünig haben Und Stein: Gott hat dem aber kein Ki Mann mach Fort, die ... Und Süube weiten Stein i geweſen, wie rrotzig genug blüffen laſſen. bach erfuh Ich kam eines ſruh auf Wagen wit; halten und hinauf und Sie mich ſo Duark kann Greallen hatt ſprachen: ma de drpe ſi mir ſogleich n triſtend:Er Stein ab Alji ihn nac dark, mit we ſgrhendSie und von den l ſolle Kaſet in ſehen. Dabe Das var ſö ſ Freundlitit Kopf herlben