Jahrgang 
01-26 (1866)
Seite
199
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0 unwürdigen zu wahren

4 rief Herr nigen, welche fonnten!"

der Habgier er Gefangene, uck korperlicher bei alle dem Treue derer zu unſerem Her⸗

er Rache iſt inker.Ihr au verzeihen, gegen Sie be⸗ ttreten. Dach Freund, der riſt eigentlich nen Beiſtand eßen, Sie in

eilte er auf derben un⸗ dabei das citirte und

lichet Weiſe

eer, als die un denke ich iht iſt.

iinen Sörit n Unterthan r Anglegen⸗ ernangeln, worzuheben!

Fürchten Sie den allerhoͤchſten Zoru; wiſſen, was derſelbe in einem ſolchen deuten hat. Handeln Sie ſo, wie Sie es finden, entgegnete dieſer.Was ich ge vollem Bewußtſein geſchehen, uud ich auch die Folgen in ihrem wiſſen. Das heißt wie ein Mann geſprochen, Lieutenant hinzu.Und nun noch eine Fra Herr. Wollen Sie mir Ihr Wort geben, kei ſuch zu machen, mich wegen meines beunruhigen? Weshalb ein ſolches Verlangen? Weil ich es für der Weigerung alsdann diejenigen werde, die mir die zweckmäßigſten ſcheinen. Marſchiren Sie ungeſtört ab. keine Gruͤnde vor, die

dieſelbe nun doch einmal einen ſ nommen hat.

Sie capituliren alſo?

Wenn Sie es ſo nennen wollen, ſo nichts dagegen. und eine höhere Inſtan entſcheiden.

Gut! Ich hoffe, daß man dabei zu Dresden auch ein Wort mitzuſprechen haben wird. Und nun,

Corporal Haſelſtock, iſt Alles zum Abmarſch bereit? Alles bereit!

Das Commandowort

die kleine ſiegreiche Trupp licht ab.

Als man im Schloſſe anlangte,

heller Tag. Pflichtſchuldig ſtattete der Oberſt ſeinen Rapport ab,

tapferen Grenadier⸗ zurü anſtrengenden Nacht Peter ſorge anzuvertrauen.

Der Junker wurde von ſeinem Verwandten auf das Liebevollſte empfangen..

Der Oberſt von Flemming, ein alter Haudegen der ſonderbarſten Art, war ſtolz auf den Sieg, welchen ſeine Truppen erfochten hatten, und er meinte, daß man nöthigen Falls wohl auch noch im Schloſſe eine tüchtige Belagerung aushalten könne.

Herr von Kalkſtein lächelte bei dieſer Bemerkung, aber der forſchende Blick Emiliens entdeckte ſehr bald, daß ſich hinter dieſem Lächeln eine Wolke des Ernſtes und der Beſorgniß verbarg. Sie wußte recht gut, was dies bedeute, denn unmöglich konnte ſich ihr Verlohter darüber täuſchen, daß ſich der Zorn des

ge,

z wird dann zwiſchen uns

des Lieutenants ertönte und e zog fröhlich bei Dämmer⸗

war es bereits Lieutenant dem und zog ſich dann nach dem ck, um ſich nach einer ſo Simpel's Pflege und Für⸗

Vierſe Folge.

Sie werden Königs in ſeiner Fall zu be⸗

für angemeſſen

fügte der mein

nothwendig erachte und im Fall Maßregeln treffen

Bei mir liegen Sache weiter zu verfolgen, da olchen Ausgang ge⸗

habe ich Ich werde einen, Bericht abſtatten,

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ganzen furchtbaren Stärke auf ihn entladen würde, ſobald derſelbe von des Junkers Handlungsweiſe Kenntniß erhielt.

Das Fräulein fühlte ſich auf das Tiefſte nieder⸗ gedrückt und Thränen traten in ihre Augen. Sie

Frühſtuͤck Herrn von Kalkſtein zu einem Spaziergang auf.

Lange blieben Beide abweſend. kehllen, ſprachen ſich Schmerz und Beſ ſtärker in dem Geſicht des Fräuleins Herr von Kalkſtein aber begab ſi Oberſt, mit dem er ſich mehrere Stunden über einen Gegenſtand von großer Wichtigkeit zu beſprechen ſchien.

Als ſie zurück⸗

orgniß nur noch aus.

chien der Junker und an ſeiner on Schönfeld.

Selbſt der alte Oberſt ſchien bewegt, obgleich er dies ſo viel wie möglich zu verbergen ſuchte. Er reichte dem Junker mehrere Briefe, die dieſer ſorg⸗ fältig in ſeine Bruͤſteaſche ſteckte. Dann drückte er die Hand Emiliens an ſeine Lippen, flüſterte ihr Muth.. Auf baldiges Wiederſehen... zu, ſprang dann raſch in den Sattel und ſprengte mit ſeinem Begleiter über die Zugbrücke.

(Schluß folgt.)

Die Stunden ſind vorüber.

Von Carl Haberland.

Die Stunden ſind vorüber,

Wo ich um dich geweint,. Und trüber ſchon und trüber

Die Herbſtesſonne ſcheint!

Die vollen Blüthen fielen

Von meinem Lebensbaum,

Schon eiſ'ge Lüfte kühlen

Des Herzens Gluthentraum!

Dein Aug hat mild gelächelt, Wenn ich bei dir geruht,

Dein Athem kühl umfächelt Der Stirne Liebesgluth,

Oft deine Lipp geſprochen

Das ſüße Zauberwort

Du haſt mein Herz gebrochen Das Wort tönt fort und fort!