Jahrgang 
01-26 (1866)
Seite
197
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finden wir die Spur des Weges, welchen die Werber eingeſchlagen? Ohne hieruͤber Aufſchluß zu erlangen, dürfte unſer Suchen erfolglos ſein.

Aus dieſer Verlegenheit wird uns der kleine Valentin helfen. Er hat ſich wie ein Held benommen und mit ebenſo vieler Entſchloſſenheit wie Gewandt⸗ heit den Ort ausgekundſchaftet, nach welchem die Soldaten unſeren armen Freund geſchleppt haben.

Hm, ich wußte wohl, daß Etwas in dem Jungen ſteckt.

Alſo vorwärts, Lieutenant! Der gerechten Sache fehlt ſelten der Sieg!

Vorwärts! Und bei dem ruhmreichen Schwerte des Prinzen Eugenius, ich kehre nicht eher zurück, bis wir den Doctor gefunden haben!

Nachdem der Junker das Fräulein in aller Kürze von dem gefaßten Entſchluß benachrichtigt und von ihr Abſchied genommen hatte, ſetzte die Erſtere unter Escorte ihren Weg nach dem Schloſſe fort, während Lieutenant Hähnchen und Herr von Kalkſtein unter Führung des kleinen Valentin mit einem Dutzend ihrer Leute unverweilt die Richtung verfolgten, die ihnen der Letztere als diejenige bezeichnete, welche die Werber eingeſchlagen hatten.

Endlich, nachdem ſie manches Thal durchſchritten und manchen Hügel überſtiegen hatten, gab der Knabe ein Zeichen, daß der Trupp ſtill halten möge, und zugleich ſtreckte er ſeinen Arm aus und zeigte nach einem kleinen Hauſe, das in einer Vertiefung lag und unter einer Gruppe von Obſtbäumen hervortrat.

lſo dort? fragte Hähnchen leiſe;o, ich

ieſen»ſchwarzen Philippe, er iſt ein abge⸗

Schurke und würde um den armſeligſten Ge⸗ winn Weib und Kind verrathen. Weil ihn andere brave Leute fliehen, verkehrt er mit dieſen Menſchen⸗ fängern, die ihm ſeinen Branntwein theuer bezahlen und ihm mitunter auch noch ein Stück Geld in die Hand drücken, wenn ſie ihren Raub bei ihm in Sicher⸗ heit bringen. Aber diesmal will ich dem Burſchen eine Züchtigung angedeihen laſſen, an die er noch lange denken ſoll.

Still! ſagte der Junker leiſe,ich höre Stimmen, vielleicht erfahren wir etwas, was uns von Nutzen ſein kann.

In der That öffnete ſich auch die Thüre des Hauſes und zwei Soldaten traten heraus, die folgendes Geſpräch führten:

Der Sergeant meint, das wäre ein Fang, der uns ein hübſches Stück Geld einbringen wird.

Ja, und der Lieutenant lacht ſich auch in das Fäuſtchen, denn er hat jetzt die beſte Ausſicht Capitän

Vierte Folge. 197

Es war aber auch gut ausgeſonnen. Tauſend Schwerenoth, das muß man ſagen, der ſchwarze Philipp hat Grütze im Kopf!

Ein ſchöner Krankenbeſuch! Na, jetzt hört es damit auf; es heißt nun nicht mehr curiren, ſondern pariren.

Ja, wenn er nur erſt die blaue Uniform anhat, dann wird er auch mit dem Corporalſtock bald Be⸗ kanntſchaft machen.

Und wenn der nicht hilft, ſo thun's ein paar Dutzend gute Weidenruthen.

Hier ſtießen die beiden Soldaten ein rohes Ge⸗ lächter aus und dann fuhr der Eine weiter fort:

In einer halben Stunde müſſen wir aufbrechen. Der lange Burſche muß von hier fortgeſchafft ſein, ehe es Tag wird; der Lieutenant fürchtet, es möchte Lärm geben..

Laß ſie lärmen. Niemand wird ihn in dem Fuder Heu vermuthen. Höre, ich habe einmal von einem trojaniſchen Pferde geleſen, war das nicht ebenſo?

Da mußt Du den Sergeanten fragen, der iſt ja Schulmeiſter geweſen, ehe er mit dem blauen Rock Bekanntſchaft machte.

Ich glaube gehört zu haben, daß es dem faſt ebenſo wie unſerem Doctor gegangen iſt. Apropos! Wie gefällt er ſich denn da unten im Keller?

Meine Schuld iſt es nicht, wenn er es ſich dort nicht ganz behaglich einrichtet. Ich habe es ihm be⸗ quem genug gemacht, denn ich habe ihn mit dem Kopf gerade unter den Zapfen des großen Branntweinfaſſes gelegt, ſo daß er blos den Mund aufzumachen braucht, wenn er Durſt hat.

Dieſer ſeichte Witz wurde abermals belacht. Aber diesmal folgte dabei für die Sprecher eine ſehr über⸗ raſchende Unterbrechung. Ein lautes Hurrah erſcholl nämlich plötzlich und gleichzeitig ſtürzte die kleine Truppe, welche ſich bisher verborgen gehalten hatte, mit ſolcher Schnelligkeit vorwärts, daß Herr von Kalk⸗ ſtein und der Lieutenant mit ihren Leuten Zeit fanden ſich in den Beſitz des Wirthshauſes zu ſetzen, bevor die beiden Werber den Eingang deſſelben zu ſchließen oder irgend einen anderen erfolgreichen Widerſtand zu leiſten vermochten.

Der Ueberfall war ſo vollſtändig gelungen, daß

die Angreifer ſich plötzlich zwiſchen ſechs und ſieben

Soldaten befanden, die augenſcheinlich damit beſchäftigt

waren, ſich zum Aufbruch zu rüſten.

Ein Officier ſtand in der Mitte des ziemlich ge⸗

räumigen Zimmers; er war völlig angekleidet und

gleich einem Theil ſeiner Leute zeigte er Unſchlüſſigkeit,

weil er dieſes plötzliche, mit Waffengeklirr vermiſchte

zu werden.

Geſchrei nicht zu deuten vermochte. Als es ihm endlich