Jahrgang 
01-26 (1866)
Seite
195
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darnach, dieſe würdige und liebevolle Frau zu um⸗ armen.

Das Fräulein gab ihrem Roſſe einen leichten Schlag mit der Reitgerte und dieſes ſtand eben im Begriff ſich in eine ſchnellere Gangart zu ſetzen, als Herr von Kalkſtein plötzlich demſelben in den Zügel fiel und es zum Stehen brachte.

Was iſt das? rief er verwundert,welche ſon⸗ derbare Geſtalt pflanzt ſich uns zu ſo ſpäter Stunde plötzlich in den Weg? He, Burſche, Platz da, wenn Du nicht Luſt haſt, mit den Hufen unſerer Roſſe Be⸗ kanntſchaft zu machen!

Die Perſon, welche der Junker auf dieſe Weiſe angerufen hatte, ſprang zwar behende bei Seite, aber gleichzeitig ließ ſich eine jugendliche Stimme vernehmen, welche offenbar zunter dem Eindruck der Angſt und einer ſchmerzlichen⸗Aufregung in die Worte ausbrach:

Ach, gnädiger Herr! gnädiger Herr! um der Liebe Chriſti willen, halten Sie an!... Ach, der

arme Herr Doctor, der gute Herr!.. O, halten Sie!

Halten Sie!... Ach, wenn es zu ſeiner Rettung nur nicht ſchon zu ſpät iſt! Herr von Kalkſtein ſprang raſch vom Pferde. Erkläre Dich deutlich, Junge, darüber, was Du mit Deinen Ausrufungen ſagen willſt. Ha, irre ich mich nicht, ſo erkenne ich in Dir den kleinen Valentin, den Sohn von Peter Simpel, dem ehrlichen Wirth

-zum tapferen Grenadier⸗.

Ja, der bin ich, Herr. O, Gott ſei Dank, daß ich Sie getroffen habe!

Iſt denn ein Unglück geſchehen? Sprich, Kind, denn Du ſetzeſt mich in die größte Unruhe!

Ach, die Werber, gnädiger Herr, die Werber! O, ich habe den Herrn Doctor wohl gewarnt, aber er wollte ja nicht hören.

Mein Gott, rief der Junker, einen Schritt zu⸗ rücktretend,was ſagſt Du, Junge, die Werber? Ich fange an zu begreifen... O mein Gott! mein Gott! mein Freund und Lehrer wird doch nicht in deren Hände gefallen ſein?

Das iſt es ja eben, rief Valentin,noch ſind es keine zwei Stunden, daß ſie ihn weggeſchleppt haben, und wenn Sie ſich einige hundert Schritte von hier fortbemühen wollen, ſo kann ich Ihnen den Ort zeigen, wo die That geſchehen iſt.

Genug! ſagte Herr von Kalkſtein,hier helfen keine Worte, es muß gehandelt werden und zwar ſchnell gehandelt enn wir überhaupt noch hoffen wollen, den A änden dieſer Menſchenräuber wieder zu entreißen, mein Junge, könnteſt Du wohl die Richtung angeben, nach welcher die Werber den Gelehrten forkgeſchleppt haben?

Folge. 195

O, ich kann mehr, gnädiger Herr, ich vermag ſogar den Ort zu bezeichnen, an welchen der Herr von den Soldaten gebracht worden iſt. Sicher wollen dieſe ihn dort ſo lange verborgen halten, bis ſich eine günſtige Gelegenheit findet, denſelben ohne Aufſehen weiter zu ſchaffen.

Jedenfalls iſt dies ihre Abſicht. Doch wodurch gelang es Dir den Aufenthalt unſeres Freundes zu er⸗ forſchen?

O, ich bin klein, Herr, und da bemerkt man mich nicht ſo leicht; zudem hielt ich mich hübſch im Schatten und bückte und ſchmiegte mich, wo eine lichte Stelle war, und ſo folgte ich den Soldaten, ohne daß ſie es wußten, bis an das Haus, in welchem ſie mit dem Doctor verſchwanden.

Du biſt ein braver Junge, der das Herz und den Kopf auf dem rechten Flecke hat. Du würdeſt alſo im Stande ſein, uns den Weg zu zeigen, wenn wir einen Verſuch zur Befreiung des Doctors machen wollten?

O, Sie können ſich genau auf mich verlaſſen. Zudem iſt der Ort hier in der Gegend Jedermann bekannt. Es iſt dies das Wirthshaus auf der Haide, welches dem sſchwarzen Philipp⸗ gehört, der, wie Sie wohl wiſſen werden, gerade nicht im beſten Rufe ſteht.

Gut! gut! Folge mir ſo ſchnell, wie Deine Füße Dich tragen können. Zum Glück, hoffe ich, iſt eine Hülfe in der Nähe, die uns in den Stand ſetzen wird, den Werbern ihren Raub zu entreißen.

Mit dieſen Worten beſtieg der Junker wieder ſein Pferd und benachrichtigte das Fräulein in kurzen Worten von dem, was er ſoeben aus dem Munde des kleinen Valentin gehört hatte.

Die junge Dame fühlte ſich ebenfalls tief er⸗ griffen und ſie billigte vollkommen den Entſchluß des Herrn von Kalkſtein, Alles zu wagen, um die Befrei⸗ ung des Gefangenen zu bewirken, obgleich ſie ſich nicht verhehlte, welchen neuen Gefahren ſich derſelbe ausſetzte, ſobald es dem König bekannt würde, daß er es gewagt hätte, den Händen ſeiner weit und breit

berüchtigten Werber eine Beute zu entrsißen, die er bekanntlich unter dem Aufwande gr dmittel aus allen Gegenden Europas, theils theils

mit Gewalt zuſammenſchleppen ließ, um hamit ſein Leibregiment zu completiren und ſein Herz an dem Anblick ſeiner-langen Kerle⸗, wie er ſeine Rieſen nannte, zu erquicken.

Dieſe Befürchtungen konnten indeſſen das Fräu⸗ lein von Schönfeld nicht verhindern, auch ihrerſeits der Großmuth ihres Herzens zu folgen, und ſie be⸗ gnügte ſich daher damit, nur an Herrn von Kalkſtein