Jahrgang 
01-26 (1866)
Seite
181
Einzelbild herunterladen

4 weiten amin zu⸗ dolſtert, edmerten danit he⸗ f 4

Rn ein

werdiden nit an ein ah⸗ e eintragen Seben vit dtb beraus⸗ es Königs Pbtige Pre⸗ ie Juſage le Eichen⸗ konigliches erthes be Hofamt.. ſo etwas deles Amt, eu kann!.. geeiner Ma⸗ ſen detriff ffelbaft auf

u, veitvor⸗

ein ſanftes, wenn wir , bügellos tomehr bei⸗ at zu befe⸗

dungenan.

en an einen Bewegung,

t durch die

mreitenden ert. Dem Uenz, der vermerken

deſſelben

etzte Herr

zungen., es Könihs des Heun

Jugend⸗

A

4

Vierte

ergiebt ſich alſo erſtens, daß Sie, meine geliebte Mündel, die Frau des Schwagers des Herrn von Grumbkow werden, und zweitens, daß Sie ſich dieſen Junker von Kalkſtein aus dem Sinn zu ſchlagen haben, und zwar das Eine wie das Andere auf Befehl des Königs und im völligen Einverſtändniß mit Ihrem Vormund, dem Herrn von Papſt.

So weit war der würdige Mann in ſeinem Selbſt⸗ geſpräch gelangt, als auf dem Schloßhofe Hufſchläge laut wurden. d

Herr von Papſt trat ans Fenſter und machte ein etwas langes, die Spuren der Verlegenheit an ſich

tragendes Geſicht, als er, hinter den Fenſtervorhängen

halb verborgen, den Ankömmling betrachtete.

Dies war ein junger Mann von etwa fünfund⸗ zwanzig Jahren, kräftig und ſchön gewachſen, mit dunklem Haar und lebhaften blauen Augen, aus denen Muth und Offenheit hervorleuchteten. Er trug ein feines Reitkleid von grünem Tuch und ſchien, nach dem Dampf zu urtheilen, mit welchem ſein Pferd bedeckt war, ſcharf geritten zu ſein.

Als Herr von Papſt von ſeinem Verſteck aus ſah, wle der Fremde die Zügel ſeines Roſſes haſtig einem berbeieilenden Reitknecht zuwarf und gleichzeitig einen raſchen und ſcharfen Blick nach dem Fenſter that, hinter welchem er ſelbſt ſtand, ſchien er das, was nun folgen würde, zu errathen, denn er entledigte ſich ſeines Schlafrocks und fuhr ſtatt deſſen in ein mit reicher Stickerei verſehenes Staatskleid.

Kurz darauf trat ein Diener ein und meldete

den Funker von Kalkſtein.

en von Papſt nickte mit dem Kopfe und einige Mal im Zimmer auf und abgehend lächelte er und rieb ſich die Hände wie ein Mann, welcher wohl weiß, daß ein Sturm gegen ihn im Anzuge iſt, der aber auch das Bewußtſein hat, daß er ſich im Beſitz der Mittel befindet, denſelben mit Erfolg abzuſchlagen. Als daher der junge Mann eintrat, empfing ihn der Herr des Schloſſes mit einer Miene, die dem ausge⸗ lernteſten Hofmann Ehre gemacht haben würde.

Ei, ei, mein lieber Herr von Kalkſtein, ſchon ſo früh im Sattel?... Wahrhaftig, es iſt bereits etwas lange her, ſeidem Ihr Fuß zum letzten Mal die Schwelle meines Hauſes überſchritt, und daran haben Sie in der That ſehr Unrecht gethan. Ei der Tauſend, was ſehen Sie wohl und blühend aus!... Ja, ja, man ſieht wohl, daß Ihr Herz weder Gram noch Sorgen kennt, mein beſter Herr von Kalkſtein.

Der junge Mann biß ſich leicht auf die Lippen und warf dabei dem Herrn von Papſt einen Blick zu, welcher dieſem in ſehr verſtändlicher Weiſe ſagte, daß er ihn völlig durchſchaue und daß es da⸗

Folge. 181

her ganz überflüſſig ſei, ſich noch weiter zu ver⸗ ſtellen. M

Ich denke, Herr von Papſt, erwiderte der Junker,wir wiſſen Beide, wie wir zu einander ſtehen. Laſſen wir daher auch alle unnöthigen Worte bei Seite und nähern wir uns dem eigentlichen Gegen⸗ ſtand unſerer Verhandlung auf dem möglichſt kürzeſten Wege.

Ei, ei, mein beſter Herr von Kalkſtein, nehmen wir uns Zeit. Ich liebe eine ruhige Auseinander⸗ ſetzung, nachher kann man ja doch thun, was man will. Aber ſolche kleine Schwächen ſind Familien⸗ Eigenthümlichkeiten, die ſich oft von Geſchlecht zu Geſchlecht fortpflanzen. Ihr ſeliger Herr Vater wollte auch immer gleich oben hinaus, und wie Sie wiſſen, hat dies zwiſchen ihm und mir in mehr als einer Beziehung unangenehme Folgen herbeigeführt.

Laſſen wir die Vergangenheit, Herr von Papſt, und beſchäftigen wir uns mit der Gegenwart. Ich kam hierher, um mir von Ihnen eine letzte Antwort in einer Sache zu holen, die, wie Sie wiſſen, aufs Tiefſte mein Herz berührt und die auf das Engſte mit meinem künftigen Lebensglück in Verbindung ſteht.

Nun, nun, ich verſtehe allerdings, worauf Sie hinzielen, allein ich kann Ihnen auch jetzt nur die frühere Antwort geben, daß es nämlich Seiner Ma⸗ jeſtät dem König gefallen hat, über die Hand meiner Mündel, des Fräulein von Schönfeld, zu beſtimmen, und Sie werden einſehen, daß weder ich noch Sie

hiergegen Einſpruch zu erheben vermögen.

Und wer ſagt Ihnen, daß ich dies nicht thun will? rief der Junker, indem er mit gerunzelter Stirn und die Hand auf dem Degen, von innerer Aufregung getrieben, unwillkürlich einige Schritte vortrat.

Dies ſagt mir meine Vernunft, wie Ihnen die Ihrige bei ruhiger Ueberlegung daſſelbe ſagen wird, Herr von Kalkſtein. Oder vermeſſen Sie ſich etwa, dem Willen eines Königs entgegenzutreten, der ſchon bei mehr als einer Gelegenheit gezeigt hat, wie ſchwer er eine ſolche Auflehnung zu ſtrafen weiß?

Aber der König iſt auch gerecht, und er würde es ebenſo wenig verzeihen, wenn er erführe, daß man ſein Anſehen im eigenen Intereſſe mißbraucht.

Wie meinen Sie dies? fragte Herr von Papſt kleinlaut.

Nun, wenn zum Beiſpiel dieſe Heirath im Plane eines mächtigen Günſtlings läge und ein eiteler, habgieriger Mann ſich willig fände, für ſchnöden Ge⸗ winn zu einer ſolchen Verkuppelung die Hand zu bieten, würden Sie es als Ehrenmann alsdann nicht für Pflicht halten, in Ihrer Eigenſchaft als Vormund

44