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Arthénice anagrammatiſtren ließ, verſammelte regel⸗ mäßig um ſich einen Kreis ſchöngeiſtiger Herren und Damen, welche letztere ſich ſelber Précieuses nannten, eine Benennung, die erſt ſpäter durch Moliere's Précieuses ridicules zum Spottnamen wurde.
Obgleich Leute von Genie, wie Pascal und Laroche⸗ foucauld zuweilen an dieſen Vereinen Theil nahmen, ſo gaben untergeordnete Talente, wie Chapelaiu, Voiture und Balſac, daſelbſt doch den Ton an. Der Sinn für Bildung und Literatur, der dieſe Zuſammenkünfte veranlaßt hatte, artete bald in Schönſeligkeit und Affectation aus, und die romantiſche Liebe, die als ein ferner Abglanz des Mittelalters noch herüberwinkte, wurde allmählich zur bloßen Galanterie. Dieſer Umſchlag in Geiſt und Sitte ſtand wahrſcheinlich mit den im Gefolge der Katharina und Maria von Medicis nach Frankreich herübergekommnen Italienern in Verbindung. Die prätentiöſen, in den Romanen der Zeit beleſenen Damen maßten ſich nach und nach neben Leitung und Aufrechthaltung des guten Tons auch ein Urtheil über Proſa und Verſe an und gefeelen ſich in einer geſuchten Redeweiſe, der beſonders der von ihnen bewunderte Sonnettiſt Voiture huldigte; und ſo wurde der Anſtoß gegeben zu jenen pointenreichen Converſationen, zu jenen Memoiren, Romanen, Epigrammen, Sonnetten und galanten Couplets, zu jenen Familienportraits, Briefſammlungen, Charaden und Geſellſchaftsſpielen, die damals Frankreich überſchwemmten und Zeugniß geben von jener conventionellen, aller Wahrheit, Natur und eigentlichen Poeſie entblößten Bildung und Geiſtes⸗ richtung.— Jene Romane ſind beſonders die der Scu⸗ déry und der de la Fayette. Sie wurden, ſo verſchroben es auch darin hergeht, nicht allein das Regelbuch der galanten Converſation, ſondern auch der Sitten und des guten Tons,— doch begnügte man ſich nicht mit Büchern, es kamen auch der größern Anſchaulichkeit wegen Karten der Liebe und Zärtlichkeit heraus, auf denen der Strom der Neigung, das Meer der Intimität, der See der Gleichgültigkeit und viele andere Dinge der Art gezeichnet waren. Man ſah darauf unter anderem, wie, um die Stadt der Zärtlichkeit zu nehmen, man das Dorf der Liebesbriefe und das Schloß der kleinen Aufmerkſamkeiten zuvörderſt gewinnen müſſe u. ſ. w. Ernſthafte Geſpräche über frivole Fragen, Liebesmetaphyſik, Gefühlsſubtilitäten, weitläufige Ver⸗ handlungen über den Sinn eines Räthſels, mit deſſen Vorleſung gewöhnlich die Unterhaltung begann, waren der hauptſächliche Inhalt derſelben.
Unter vielen anderen Zeugniſſen führe ich nur das des bekannten La Bruyèére an, der ſagt:„Vor nicht langer Zeit ſah man einen Kreis von Perſonen beiderlei Geſchlechts, die durch Geiſtesaustauſch und
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Unterhaltung ſich zu einander hingezogen fühlten. Sie überließen dem gemeinen Volke die Sorge, verſtändlich zu ſprechen. Durch das, was ſie Delicateſſe, Sentiment und Feinheit des Ausdrucks nannten, hatten ſie es ſo weit gebracht, daß ſie ſich ſelbſt nicht mehr verſtanden; um in dieſen Unterhaltungen etwas zu gelten, bedurfte es weder des geſunden Menſchenverſtandes, noch des Gedächtniſſes, noch der geringſten anderen Fähigkeit, ſondern des Geiſtes, nicht des echten, ſondern des falſchen, indem die Phantaſie die Hauptrolle ſpielt.“—
Die Sitten dieſer Coterien waren ebenſo barock als die Geſpäche, die in ihnen geführt wurden. Die Damen affectirten gegen und unter einander eine romanhafte Gefühlsexaltation und verlangten von ihren Anbetern einen langen, entſagungsvollen Opferdienſt.
Sie nannten ſich nur ma chere, luden ſich durch Charaden ein und ſchickten ſich Rondeaux zu. Eine chère, das wurde ihre gewöhnliche Benennung, legte ſich um die Empfangsſtunde in's Bett; der Alkoven, in dem es ſtand und der phantaſtiſch verziert war, bildete den Salon, und dieſe Verſammlungsorte hießen les ruelles. Um zu dieſen Herrlichkeiten zugelaſſen zu werden, mußte man durch einflußreiche Eingeweihte, welche grands introducteurs des ruelles hießen und unter denen ſich die beiden Abbés Bellebat und Du⸗ buiſſon auszeichneten, eingeführt werden und bewieſen haben, daß man le fin, le vrai fin, le fin du fin verſtehe.
Außer dieſen Introducteurs und den von ihnen eingeführten Adepten hatte jede Dame aber auch noch einen beſondern dienenden Ritter, der Alkoviſt hieß, der mit ihr die Honneurs des Hauſes machte und mit ihr die Unterhaltung leitete.— Das Merkwür⸗ digſte dabei iſt, daß dieſe Verhältniſſe nicht im ge⸗ ringſten anſtößig erſchienen und vielleicht auch nicht waren, worüber St Evremond eine hier nicht gut mittheilbare Erklärung giebt.—
Dieſen Wunderlichkeiten entſpricht nun auch be⸗ ſonders die geſchraubte Redeweiſe, in der dieſe Damen ſich ergingen; es gab für Alles zwei Ausdrücke, einen vornehmen und einen gemeinen. Die Zahl der von ihnen geſchaffenen Wendungen und Bezeichnungen, unter denen ſich auch manche ganz verſtändige, noch heute gebräuchliche finden, wie des cheveux d' un blond hardi, un sourire amer, une belle flamme etc. iſt ſo groß, daß Somaize ſein großes Dictionnaire des Précieuses damit hat anfüllen können. Der Curioſität wegen mögen hier einige folgen: Der Spiegel,— le conseiller des graces. Der Maler,— le poète muet. Schöne Lippen,— des lèvres bien ourlées. Sich verheirathen,— donner dans l' amour
permis. Ein Roſenkranz,— une chaine spirituelle.


