Phr Reſi's nur zum t all' die ſten vothen ncht, als Freude und wie innen en,— darin tmermanns ſein Her⸗ u Ende... — die darin Entſchluß, te ſie bald das verrau⸗ ließ ſich in Redlichen, nan ſie an eiten. Da iner Buche ürfel von porderſeite Rückſeite: e Herzen
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flüͤchten. , und wir in freund⸗
n unſeten ef's und r heran⸗ als ſie
roſige Enkel umarmten, waren zwar weiß ihre Haare, doch ihre Herzen noch ſo friſch und geſund, wie in den Tagen des Lenzes. Noch oft ſtand Reſi in der Kirche unter dem Muttergottesbilde und ſang, um mit Vater Entzmann zu reden, herrlich wie die heilige Cäcilie; und als man ſie endlich an einem köſtlichen Frühlingsmorgen in die letzte Wohnung trug, da er⸗ hielt die Harfe einen Platz in der Kirche zur ewigen Erinnerung und Nacheiferung.
Ja, zur Nacheiferung. Es war ſicher etwas Großes um dieſes Mädchen. Nicht eigenen Vortheils willen, um einer ganzen Bevölkerung zu helfen, ver⸗ ließ es die heimathliche Flur und liebende Herzen und ſchritt hinein in Kampf und Sorgen und Dunkel. Und was war ihre Stütze? Das Bewußtſein einer guten That, einer reinen Seele, die felſenfeſteHoffnung auf den Beiſtand des Himmels.
O, einen vollen duftenden Kranz für Reſi Entz⸗ mann, den Engel von Presnitz!
Lomnicky*).
Romanze. Aus dem Böhmiſchen des Friedrich Peska,
überſetzt von Alfred Waldau. Es ſitzt auf der Prager Brücke Ein armer alter Mann
Und ſchauet zu dem Heiland Am Kreuze ſchmerzlich hinan.
Den greiſen Kopf umflattern Haarlocken im Silberglanz— Einſt hat ihn ſtolz gezieret Ein grüner Lorbeerkranz.
Einſt hat von Liebesfeuer
Das kühne Auge geblickt— Der Eishauch böſer Tage
Hat ſchon die Gluth erſtickt.
Einſt hat ſein Mund geſungen Gleich einer Nachtigall—
Nun ſpricht er Bettlerworte— Das iſt ein trauriger Schall.
Viel’' Herrn vorüberwandeln Und Frauen wundermild;
*) Simon Lomnicky v. Budec, geboren im Jahre 1560, war
Vierte Folge.
V
Sie neigen und bekreuzen Sich vor dem göttlichen Bild.
Und wer ein gutes Herz hat, Blickt auf den alten Mann
Und reicht im milden Erbarmen Ihm ein Almoſen dann.
Nun ruft der Alte die Worte: „Vergelt's Gott hundertmal!“
Wenn ihn ein Bauer beſchenket, Da ſagt er:„Tauſendmal!“
So ſitzt der greiſe Bettler, Bis ſtill die Sonne ſinkt, Ein Kranz blutrother Strahlen Der Sommerlandſchaft winkt.
Das Herz des Greiſes entzücket Das leuchtende Abendroth;
Er ſieht dort freundlich winken Den ſanften, ſtillen Tod.
Matt blickt der Greis noch einmal Hinaus in die ferne Au,
Die Burg und die Prager Städte Bedeckt der Nebel grau.
Da hebt er mächtig die Arme Empor zum Sternenſchein,
Und ſteht da groß und herrlich, Und ſinkt zurück auf den Stein.
Am Weißen Berge dunkelt
Es ſchweigſam nach und nach: Der Alte iſt eingeſchlafen—
Er wird nie wieder wach.
Literariſche Briefe von Otto Banch.
Molière's Komödien, deutſch von Laun(Bib⸗ liothek ausländiſcher Claſſiker). Hildburghauſen, bib⸗ liographiſches Inſtitut. 1866.
Seitdem wir zuletzt über dieſe Ausgabe geſprochen haben, werden viele ihrer Hefte an Ihnen vorüber⸗
gegangen ſein. Ohne uns das Zurückgehen auf Einzeln⸗ heiten bei der geeigneten Gelegenheit eines intereſſanten Stoffes abſchneiden zu wollen, mögen hier nur die einzelnen Ueberſetzungen von Heft 8 bis 28 namhaft
gemacht ſein. Sie ſind: Dante's„göttliche Komödie“ in ungereimten Terzinen von Eitner; Byron's„die Belagerung von Korinth“,„der Gefangene von Chillon“,„die Inſel“ von Wilhelm Schäffer; Björn⸗
der gekrönte Hofpoet Kaiſer Rudolf's II. in Prag, fiel ſpäter nach der Schlacht am Weißen Berge, 1620, wegen ſeiner revolutionären Geſänge in Ungnade und wurde mit 100 Stockſtreichen beſtraft. Hierauf dem größten Elend preisgegeben, bettelte er bis zu ſeinem Tode auf der Prager Moldaubrücke.


