Jahrgang 
01-26 (1866)
Seite
163
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Neugierde lugte:He, Gevatter, wer er iſt? Habt Ihr denn rein gar nichts erfahren?

Nun ob! Und wieder blies Herr Johannes die Backen auf und ſtrich ſich mit beiden Händen über die Glatze.Nur ſo zu fragen! Bin ich nicht ein echter Wirth? Alſo gleich kriegt' ich den Diener bei Seite. Freilich erſt wollte er nicht recht mit der Sprache heraus, na, ich hab' da hinten ein Fläſchchen Doppelten ſtehen, und der machte die Zunge hübſch glatt. Nämlich, Gevatter aber die Sache bleibt unter uns der Herr iſt ein Fürſt und heißt Ro richtig, Romanow und hat... 3

Romanow? Gott und alle Heiligen! Beatrix' Mörder! Reſi's Teufel! Er iſt's! Ich hab' ihn ge⸗ funden! Das donnerte Joſef und ſprang empor und eilte zur Thür und riß ſie auf. 4

Da ließ ſich in der Kammer eine klagende Stimme vernehmen:Bleibe draußen, Henker; ich muß beten, heten...

Seine Stimme! Und Jeoſef ſtürzte hinein. Vergebens ſuchte der Diener ihn zurückzuhalten, vergebens wandten Walter und der Wirth jede Beredſamkeit auf, ihn zur Ruhe zu ermahnen..

Wie ſchmal und niedrig dieſer Raum! Vier weiße Wände, ein handbreites Fenſterchen, ein Bett und Stuhl und Tiſch, das war alles. Und hier lag ein Fürſt, um zu ſterben! Als ſeine Klinge Renatus' Bruſt durchbohrt, war er die Treppe zu ſeiner Wohnung hinaufgeſtürzt und in ſeinem Zimmer zuſammen⸗ gebrochen. Die Krankheit, kaum gewichen, brach mit raſender Heftigkeit wieder hervor, und alle Schreckens⸗ bilder, die ihn ſonſt gefoltert, ſtellten ſich mit ver⸗ doppelter Macht von neuem ein. Der Sammetvorhang däuchte ihm Blut, das Klirren der Scheiben, wenn der Wind darüberhin ſtrich, war ihm Reſi's klirrende Kette, jeder Tritt auf dem Corridor erſchien ihm als des Henkers Tritt, und ſo oft der Diener eintrat, ſah er Beatrix und Joſef oder Reſi und Renatus vor ſich. Er barg das Haupt in die Kiſſen, nichts zu ſehen und zu hören, aber doch, doch, die entſetzlichen Geſtalten zupften an ſei Kleide, ſeinen Haaren. Da ſchrie er nach dem gen und den Pferden, und fort ging's in raſender Flucht, quer über Felder hinüber, bis der Flecken F. erreicht war und der Diener, der die Ermattung ſeines Herrn einſah, dem Kutſcher zu halten befahl. Als die drei Mann Wache auf des Königs Befehl nach der Wohnung des marſchirten, fanden ſie dieſelbe bereits leer... Das alſo war das Ende. Ein ſchwarzes Herz, in das nur in den letzten Tagen Sonnenſchein gefallen und das für edle Begierden nur in den letzten Tagen gepocht, jetzt reif zum Brechen. Immer furchtbarer

Folge.

brach der Wahnſinn hervor, und ſelten nur zerriſſen die Schleier, welche des Kranken Stirn und Augen verhüllten.

Aber ſolch' ein klarer Moment war gerade jetzt, als Joſef an das Bett ſtürzte. Der Fürſt blickte ihn an, lange und durchdringend, und dann ſchrie er auf und rief mit flehender Geberde:Ja, ja, ich kenne Dich, was willſt Du? O, hab Erbarmen, Erbarmen!

Alſo Du kennſt mich noch, Du Schuft?! Und Joſef ſchrie das, indem er ſich über ihn warf und ihn bei den Schultern packte. Die Anderen jedoch riſſen ihn zurück.Wo haſt Du Beatrix? Gieb mir Beatrix wieder!

Junge, halt ein, rief der Ohm,der Mann iſt elend genug!

Und bin ich glücklich? Die Schweſter todt, Reſi im Kerker! Der, der da hat all' den Jammer über mich gebracht, und verflucht ſei...

Ha, ha, ha, ha! Luſtig, o, luſtig! Der Fürſt war wieder in die Kiſſen geſunken und von neuem umrauſchten ihn die Fittige des Irrſinns.Schöne Beatrix, warum ſo kalt? Dumm von euch, ihr Kerle, den albernen Jungen ſolltet ihr niederſtoßen! Ach, häßliche Gräfin, warum ſo verliebt? In das Gold, was ich nicht habe? Pah, angeführt!.. Weg da, Baron, ich ſetze auf roth; gewonnen? Teufel! ver⸗ loren; jetzt gewonnen!.. Was ſie ſchön iſt! Ein Harfenmädchen und ſo ſchön und ſo fromm! Pfui, e dieſe ſchlechten Freunde! Mein Stand, meine

Ehre, ich muß... ja, Renatus Erhard, du haſt die Macht, ich bin dein Schuldner... ach, mein ver⸗ lornes Leben! Mein Onkel toödt? Ein neues Lebe. will ich beginnen, ich bin reich... Reſi, du ſtoß zeſt mich zurück? Ja, ihr ſeid heimlich verlobt, ich eile zu Frau Sabinen... Dieſer Louche! Er hat Böſes mit dem Engel im Sinn. Großer Gott! wozu hat mein Zornamich verleitet! Den Engel ſchleppen ſie fort; gut, daß ich frei bin, ich fliege zum König.. Renatus Erhard, das ſollſt du büßen! Himmel und Hölle! hn⸗ iſt er todt? Ja, er iſt todt!. Was wollt ihr, gräßliche Geſtalten? Was droht ihr? Reſi, deine Ketten klirren; Henker, dein Schwert blitzt; hu, wie das Blut ſtrömt!. Hier iſt mein Kopft Ach nein, laß mich leben, ich will beſſer werden. t, fort!.

Auch Erhard todt? rief in höchſter Beſtürzung Walter.

Auch er von dieſem die m Verruchten gemordet? Und er kann noch leben? ſchrie Joſef, der einem Verzweifelten glich.Ohm, gieb Dein Meſſer her, o, Herr und Heiland! ich muß... muß...!

Junge, halt Deine Vernunft feſt, ja, ruf an,

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