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ſchichte jenes Landes, während die kaiſerlichen Exarchen ſich mühſam und unter Bedrückungen erhielten. Endlich ſchlug auch für den erbärmlichen Tyrannen die Stunde der Vergeltung. Eiferſüchtig auf Crispus, erweckte er den Verdacht ſeines Eidams, und um dem eigenen Verderben zuvorzukommen, rief dieſer den früher beim Heere in Perſien befehligenden Heraclius herbei, der nun bei dem Vater verweilte, welcher in Afrika Statthalter war. Heraclius der Jüngere ſchiffte ſich daher ein, und begünſtigt von einer der bei jedem Anlaſſe thätigen Parteien des Circus, erſchien er vor Conſtantinopel, wo ein all⸗ gemeiner Wuthausbruch gegen Phocas dieſen dem Sieger überlieferte. Mit Lumpen und Ketten bedeckt trat Phocas vor Heraclius, den er bitter fragte: „Wirſt Du beſſer herrſchen?“ Unter Verwünſchungen,
Vierte Folge.
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Spott und Mißhandlungen wurde er geköpft, der Körper den Flammen übergeben..
Genug von den Beiſpielen dieſer Gräuel. Sie wirken noch graſſer und unbegreiflicher, wenn wir uns daneben den ungeheuern Luxus, ja die Kunſt⸗ blüthe und Intelligenz Conſtantinopels denken, dieſer Metropole, die nicht nur die Erbin Roms, ſondern auch zum Theil die Alexandria's war und einen Theil von den Schätzen der dortigen Bibliothek in ihr Wiſſen aufgenommen hatte. Welche Gegenſätze von Barbarei und von Glanz, in welchem endlich alles Gold zum Raubgut und aller Purpur zu Menſchen⸗ blut ward! Und bei alledem immer noch das höchſt räthſelhafte Auftauchen von zäher Heldenkraft und ehrenwerther Charakterſtärke!
Feuillelon
Anacharſis Clontz, der Redner der Menſchheit.
Jean Baptiſte von Clootz erblickte das Licht der Welt im Jahre 1755 im Schloſſe Gnadenthal im Land Cleve. Seine Familie war von ſehr altem deutſchen Adel und einige ihrer Mitglieder betrieben in Holland den Seehandel, was ihrem Adel keinen Abbruch that. Im Gegenſatz zu ſeinen Vettern in Weſtphalen ſchätzte ſein Vater ſein Vermögen nach Millionen und lebte auf einem prächtigen Schloſſe inmitten der ſchönſten Domainen jenes Herzogthums, welches der König Friedrich ſeinen Park oder ſein Paradies nannte.
Während der Kindheit des jungen Barons grollten die
Kanonen des ſiebenjährigen Krieges, was den alten Baron
doch nicht abhielt, die franzöſiſchen Officiere mit eifriger Zu⸗ vorkommenheit bei ſich zu empfangen, und ebenſowenig den jungen Jean Baptiſte, die franzöſiſche Sprache zu erlernen, die Franzoſen überhaupt zu lieben und namentlich den Gott des Tages, Voltaire, zu verehren. In ſeinem neunten Jahre ſchickte man ihn in Begleitung eines Geiſtlichen nach Brüſſel, dann nach Mons und endlich nach Paris, wo er ſich mit Eifer den Studien hingab und allen den Lockungen widerſtand, welche die damals ſchon verführeriſchſte Stadt der Welt ihm darbot. Nachdem er ſeine Studien beendigt, d. h. nachdem er ſich halb verrückt ſtudirt hatte, kehrte er zu ſeinem Vater zurück, wo er, ſeines Widerſtrebens ungeachtet, wie es einem jeden guten preußiſchen Edelmann geziemte, in die Uniform kriechen mußte. Er wurde ein ſchauderhafter Officier.
Die Langeweile des Garniſonlebens vermochte Jean Baptiſte von Clootz, mit um ſo größerer Begierde Zerſtreu⸗ ung in der Beſchäftigung zu ſuchen; er widmete ſich mit Eifer dem Studium der Theologie und entdeckte eines ſchönen Tages in einem Buche von Froret einen Lehrſatz, welcher für ihn zu einer ſtrahlenden Fackel wurde. Dieſer Lehrſatz beſagte, daß, weil keine geoffenbarte Religion von Ignoranten begriffen werde, ſo könne auch keine ſolche Religion eine wahre
ſein. Mit demſelben Rechte dürfte man behaupten, daß, weil
unſer Verſtand die Vorgänge bei der Schöpfung unſeres Planeten nicht zu faſſen vermöge, ſo exiſtire derſelbe auch nur in unſerer Einbildung und nicht in der Wirklichkeit. Jedoch dieſe herrliche Entdeckung entzückte den Herrn von Clootz und zur Stunde betete er den Baumeiſter des Univerſums an und verwarf den tyranniſchen Gott der Juden, der Türken und der Chriſten. Zu derſelben Zeit verlor er ſeinen Vater und er wurde mit einem Schlage reich, frei und Atheiſt.
Der neue Baron von Val de Gräce— ſein Vater hatte in einem Anfall ſeltſamer Laune ſeinen deutſchen Namen überſetzt— begab ſich ſofort nach Paris, weinte dem Verſtor⸗ benen einige ſpärliche Thränen nach und arbeitete gleich einem Tagelöhner in der königlichen Bibliothek, deren Bände er hundertweiſe verſchlang, zum größten Erſtaunen der Weltleute, denen ein ſolcher Fleiß bei einem ſchönen, vornehmen und reichen jungen Manne ein unlösbares Räthſel war. Natür⸗ lich beſuchte er Jean-Jacques Rouſſeau und geſellte ſich zu Denjenigen, welche die Triumphe Voltaire's in der franzöſi⸗ ſchen Komödie am eifrigſten auspoſaunten, und gab ſich große Mühe, zu erweiſen, daß König Voltaire in ſeiner Sterbeſtunde ſich nicht bekehrt habe.
Der Gedanke, im letzten Augenblick ſchwach zu werden“ machte dem edlen Baron überhaupt viel Sorge, er konnte darüber nicht zur Gewißheit gelangen, doch tröſtete er ſich damit, einen Freund von ſeiner Bekehrung abgehalten zu haben, und ſchmeichelte ſich, mit Hülfe ſeines unſterblichen Lehrſatzes ſich eines Tages gleich ſtark zu zeigen.
Zu dieſer Zeit ſchrieb er eine Parodie auf die Abhand⸗ lung über„die Zuverläſſigkeit der Beweiſe der Chriſtenlehre“ vom Abbé Bergier. Seine„Zuverläſſigkeit der Beweiſe des Mahometanismus“ wurde in Holland gedruckt und machte vollſtändig Fiasco. Von ihrem Erſcheinen an ſprach kein Menſch von ihr, wahrſcheinlich las ſie auch Niemand. Der Verfaſſer hätte um einen Confiscationsbefehl des Biſchofs von Paris, um einen kleinen officiellen Verweis, um vierund⸗ zwanzig Stunden Einſperrung in die Baſtille die Hälfte ſeines Lebens hingegeben, vergebens ſuchte er einen Gegner, um


