hard gebeten und am wenigſten würde ſie es in dieſer
Novellen⸗ „Reſi,
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„Komm, mein Kind,“ ſagt da Renatus. Euch zu befreien, ſoll meine Mutter...“ „Ja, Bruder, geh' Du mit dem guten Herrn und...“ Was ſie weiter ſpricht, fängt der Wind auf. V „Meine arme, arme Schyeſter!“ ſchreit der Knabe auf und wirft ſich an Renatus' Bruſt. Dann taumeln ſie hinweg, und Romanow eilt ſeiner Woh⸗ nung zu.. Wenige Worte genügten, Sabine das Geſchehene wiſſen zu laſſen; nur verſchwieg Renatus den Wort⸗ wechſel mit dem Fürſten. Doch als er ſeine Mitthei⸗ lung beendet, vermochte die Mutter ihren argen Verdruß nicht länger zu verbergen. War er nicht, nach ihrer Meinung, auf dem beſten Wege, endlich ein tüchtiger Menſch und Kaufmann zu werden? Und durfte ſie nicht ſtündlich eine Antwort von der Jungfer Tendlerin erwarten? Nie hatte er wieder von dem Harfenmädchen geſprochen, pünktlich war er ſeinen Geſchäften nachgegangen; und jetzt dieſe dumme Be⸗ gegnung! „Beſte Mutter,“ rief der Sohn,„ich bitte Sie, eilen Sie zum König. Ein Wort von Ihnen hat mehr Gewicht als tauſend Worte Romanow's! Ich weiß es, der König iſt Ihnen gnädig, und welche Seligkeit für Sie, die Retterin der Unſchuld...“ „Nie,“ fiel ſie ihm ins Wort,„hat Sabine Er⸗
Sache thun. Wahrlich, es verdrießt mich, daß Du Dich hineingemiſcht. Ich hoffte, Du hätteſt ſolche Thorheiten abgeſtreift. Iſt das Mädchen unſchuldig, was ſich bald ausweiſen wird und was ich herzlich wünſche, ſo hat es ja die Freiheit wieder, und es iſt genug, daß, wie Du ſagſt, der Fürſt bereits zum König geeilt.“
„Aber Sie, Frau Mutter, o, Sie genießen ein nz anders Anſehen, und ich flehe Sie au...“ „Sei dem, wie ihm wolle, verſchone mich damit für alle Mal. Der Knabe mag meinethalb bei Dir bleiben, bis das Gericht entſchieden hat. Genug davon!“
—„Sie wollen wirklich nicht? Gut, ich ſelbſt gehe jetzt zum König!“
T höorichter Sohn! Was willſt Du erreichen?“ Alles oder nichts!“
Es ſchmilzt das Eis.
Alſo traten in einer Stunde zwei Bittende vor den Monarchen: Romanow und Renatus. Jedoch war ſchon der Empfang, der dem Fürſten ward, ein ſo kühler, daß er im Voraus von der Fruchtloſigkeit ſeiner Bitte überzeugt ſein konnte; der König ver⸗
Jeitung.
ihn vernommen und er froh ſein könne, wenigſtens vorläufig mit blauem Auge weggekommen zu ſein. Jetzt ſchütze ihn noch der Fürſtentitel, aber die Har⸗ fenſpielerin werde nicht früher die Vogtei verlaſſen,
als bis die gründlichſte Unterſuchung beendet und
erwieſen worden, in welchem Grade er, der Fürſt, betheiligt ſei.
Gegen Renatus indeß redete der Monarch gü⸗ tiger. Damals hatte der Name Erhard in Berlin eine Bedeutung, die ſelbſt eine Majeſtät zum Nach⸗ geben zwingen und vergitterte Thüren ſpornſtreichs öffnen konnte. O, wie richtig war und iſt noch heute das Wort Sabinens:„Wer Geld hat, der hat Macht!“
Ohne ihn zu unterbrechen, hörte der König Re⸗ natus' Bitte an. Dann trat er zum Fenſter, blickte in den Schloßhof hinab und räusperte ſich. Er kämpfte mit ſichtbarer Verlegenheit, Endlich wieder wandte er ſich.
„Mein Sohn, blick Er mir feſt ins Auge... Redet Er aus ſich, oder hat Seine werthe Frau Mutter Ihn geſchickt?“
Erhard ſtutzte. Nie hatte er die Unwahrheit geſprochen, und wie wohl er auch fühlte, daß Alles⸗ von ſeiner Antwort abhing, ein Ja wollte dennoch nicht über ſeine Lippen. Erröthend ſenkte er das Auge und ſchwieg.
Erleichtert ſeufzte der König auf. Frau Mutter billigt dieſen Schritt?“
Kaum hörbar verſetzte er ein„Nein“.
„Und Seine
vernehmen, indem ſie zum Abſchied winkte,„in Unſerm glorreichen Staate muß die Gerechtigkeit ihren Gang nehmen. O, mein Sohn, laſſe Er ſich das nicht be⸗ kümmern,“ ſetzte ſie faſt herzlich hinzu,„iſt das Mäd⸗ chen wirklich ſchuldlos, ſo iſt ja für Seine petites amourettes immer noch Zeit... Der Frau Mama
Renatus entfernte ſich; er fühlte ſein Herz nicht mehr. Gleich war es ihm, daß der König unzart über ſein Verhältniß zu Reſi dachte, ach, es war ihm jetzt Alles gleich. Eine unendliche Bitterkeit gegen die Menſchen, beſonders gegen die Mutter ſtieg in ihm auf, und wie er ſeit Reſi's Erklärung jede Freude und jede Hoffnung gehaßt hatte, ſo haßte er jetzt das Daſein, das ihm unerträglich däuchte. Langſam ſchritt er wieder der Wohnung zu und gedachte mit einer Art Wolluſt der Verſicherung des Fürſten, der noch heute wollte von ſich hören laſſen.
Sein Zimmer lag im erſten Stockwerk. Er be⸗ trat es, nachdem er dem Diener befohlen, Jeden, der komme, ungeſäumt zu ihm zu führen.
hehlte nicht, daß er mancherlei Verdrießliches über
„
Dann griff er zur Feder und meldete in einem
„Wir bedauern,“ ließ ſich die Majeſtät darauf
ſind Wir in Gnaden gewogen.“ 4
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