Jahrgang 
01-26 (1866)
Seite
147
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der Gräfin Wedel hatte.Den durfen ſie nicht faſſen.O, ein Cavalier, der geht frei aus... ſo ging's durch die Reihe, und man betrachtete Ro⸗ manow wie ein Wunder.

Dieſer, leider Gottes! damals herrſchenden An⸗ ſicht, daß ein Hochgeborner in dieſer Weiſe nicht be⸗ läſtigt oder compromittirt werden dürfe, ſchloß ſich das Oberhaupt der Vögte jetzt an.Ew. Durchlaucht, ſagte er, tief ſich verneigend,Ihr Name und Stand ſind uns Bürge genug. Ich weiß Ihre Wohnung, und Sie werden auf Verlangen unſeres Vorgeſetzten Rede zu ſtehen haben... Wir haben es hier mit dem Harfenmädchen zu ſchaffen. Solche ſchon oft ihr benommen werden. ſtatuiret! Vorwärts!

Einen andern Ton gegen dieſe Jungfer! Ich verlange es! Und drohend hob Romanow den Arm.

Er hat Recht; wenn man meiner bedarf, wird man

mich zu finden wiſſen. Und was die Jungfer betrifft, ſo wird ſie jederzeit...

Ich bitte, fiel raſch der Obervogt ein,ſie wird jetzt feſtgenommen und das, ſetzte er ſcharf be⸗ tonend hinzu,im Namen des Geſetzes! Kein Wider⸗ ſpruch, Ew. Durchlaucht; ich muß ſonſt Lärm machen und nach der Wache ſchicken!... Vorwärts! Im Namen des Geſetzes!

Vorwärts! echoten ſeine Collegen.

Der Fürſt zauderte. Dann aber raffte er ſich auf zu einem plötzlichen Entſchluſſe. Sein Stand! er ſchützte ihn vor dem Geſetze, er ſollte nun auch der Unſchuldigen zur Freiheit verhelfen. Und darum rief er, zu Reſi ſich wendend:Ich fühle mich glücklich, daß es ſo gekommen. Würde man uns Beiden be⸗ fehlen zu folgen, müßtet Ihr länger auf Eure Be⸗ freiung harren. Jetzt ſeid getroſt. Ich eile zum König. In einer Stunde ſeht Ihr dieſe Räume wieder!

Mein Tod! wimmerte das Mädchen, die Hände ringend,Seppi, grüß' die Eltern, den Joſef, Alle, Alle.. Das iſt mein Tod!

Der hat das Unglück über uns gebracht! Der! ſchrie Seppi.

Vor Romanow's Augen tanzte Alles.Laßt mich! In einer Stunde iſt ſie frei! Platz, Leute!

Er wollte hinausſtürmen, allein die Menge, welche wie eine Mauer ſtand, Schritt zu mäßigen.

Volk. Beinah der Letzte war der Fürſt.

Folge.

Fliegen haben Stirn kündet innerſtes Leid und von einem Daſein Netz ausgeworfen und das muß ihnen ohne Freuden und Hoffnung erzählen ſeine Wangen, Es wird diesmal ein Exemplum

Herr, Sie ſind ein erbärmlicher Schurke!

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Treppen und Hausthür lagen hinter ihnen. Gaffer aus allen Ständen bildeten auf der Straße den Empfang.Ein Goldſtück für einen Wagen! rief Romanow.

Da plötzlich fragt eine bekannte Stimme:Was giebt es hier?.. Barmherziger Gott! Reſi Entzmann! Und ſo, ſo!.

Herr Erhard! ruft Thereſia, und Thränen er⸗ leichtern ihr Weh.Herr Erhard! ruft auch Seppi, und ſein ganzes Antlitz leuchtet mit einem Mal wie die Sonne..

Renatus kommt von der Börſe. Seine gefurchte

ſeine Augen. Und nun berichtet Seppi fliegenden Wortes, was geſchehen, während ſich die Diener der Gerechtigkeit mit ihrem Opfer in Bewegung ſetzen. Der da! Der vornehme Herr aus Onkel Brunner ſeinem Keller! Herr Erhard, ach, ſchützen Sie die arme Reſi!

Jetzt erſt gewahrt Renatus den Fürſten. Aller Haß, den ſeine Bruſt genährt, lodert auf.Sie, donnert er,Sie? Und Sie ſehen ruhig zu? Nicht wahr, Sie finden Vergnügen daran?

Was kümmert das Sie? giebt Romanow in demſelben Ton zurück.Denken Sie an Ihren Handel, Herr, doch mich laſſen Sie thun, was mir beliebt! Ich that, wie meine Ehre es befahl. Das Mädchen wird frei ſein, ich eile zum König!

Sie? Ha, ha, erſt der Henker und dann der Ritter! Leute, ich beſchwör' euch, laßt die Unglück⸗ liche gehen; was that ſie?

Das iſt unſere Sache!In der Vogtei wird alles herauskommen!Geſindel bleibt Geſindel! verſetzten die Vögte.

Wo iſt da Renatus. Bei meiner Ehre! ruft der Fürſt,ich that meine Schuldigkeit, ich ſelbſt ſtellte mich dem Gericht!

Weil Sie die Antwort im Voraus wußten!

Vernunft? Wo Recht? ruft 3

Mir das? Und er greift nach dem Degen. Doch halt, nicht ſo! Sie werden noch heute von

nöthigte ihn ſeinen Mädchen, laßt ab von ihr! So ward er Zeuge, wie man Thereſia faſt hinabtrug, denn die Füße verſagten den weiter ſchleppt man Thereſia. Dienſt. Seppi ſchwankte hinterdrein, und mit halb ihr, mitleidsvoller, halb ſchadenfroher Miene folgte das

mir hören, Herr Krämer, noch heute! 1

Gut. Auf Nachricht von einem Menſchen Ihrer Sorte bin ich begierig!.. Leute, ich bürge für das

Nichts da!Vorwärts! Und weiter und Seppi will nicht von er hängt ſich an ihr Kleid. Noch einmal wendet ſie das thränenſchwere Haupt. O, bleib', Seppi... ich geh' ja in den Tod!