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Vierte
Kunſtſammlung, deren Grundlage die Angerſtein Collec⸗ plit Kadiee iſt, ud zahlreiche und ſehr werthvolle Meiſter⸗ werke der Kunſt bereichert worden. Von dieſer Zeit an nahmen ihn ſeine Directorial⸗Geſchäfte ſo in Anſpruch, daß er ſich nur ſelten mit Malen beſchäftigen konnte. Auch als Literat hat Sir Charles Eaſtlake für die Kunſt gewirkt. Er überſetzte z. B. Goethe's Farbenlehre, Kugler's Handbuch der Malerei und er ſchrieb auch„Contributions towards a History of Oil Painting; Contributions to the Litera- ture of Fine Arts. Er war Ritter der Ehrenlegion, Mitglied der Royal Society und vieler gelehrten Geſellſchaften. C.
Volksfeſte in Japan.
Die Japaneſen lieben das Vergnügen und daher finden ſich bei ihnen manche Volksfeſte. Selbſt für die Schüler jebt es deren, die ſich in Japan ebenſo gern, wie die in andern Ländern beluſtigen. Den Arbeiten folgt eine gute Mahlzeit und die lärmendſten Spiele. Diejenigen, welche von Ehrgeiz beſeelt ſind und denen der Ruhm mehr als das Vergnügen gilt, verfertigten Verſe für Bonbons und tröſten durch dieſe öffentlichen Beweiſe des Fortſchritts ihre Eltern über die Opfer einer koſtſpieligen Erziehung.
Ein Volksfeſt iſt einzig den Freuden der Tafel, dem Tanz und dem Schauſpiel gewidmet. Eigentlich iſt es ein Feſt der Sintoiſten, einer religiöſen Secte in Japan, es wird aber von allen Japaneſen gefeiert, da ſie begierig jede Gelegenheit benutzen, wo ſie dem Vergnügen leben können. Einige Tage lang giebt es dann nichts als Freude, Trunken⸗ heit und Schlemmerei. Ein Jeder bewirthet ſeine Freunde. Selbſt Fremde werden zu dieſen Beluſtigungen zugelaſſen.
* Tage gleichen faſt den Bacchanalien der alten Römer.
Zu dem Cultus der Sintoiſten gehört auch die Pilger⸗
nach Isje. Die durch die Geburt der größten der Ge heiten dieſer Secte berühmte Provinz Isje hat dem berühmteſten Tempel der Gottheit ihren Namen gegeben. Indeſſen iſt nichts einfacher und geeigneter, die Japaneſen an die Armuth ihrer Vorfahren zu erinnern, als dieſes hölzerne, mit Moos bedeckte Gebäude.
Ein in der Mitte aufgeſtellter Spiegel ſtellt dem Gläu⸗ bigen das Auge, den Scharfſinn, die Reinheit der höchſten Einſicht dar. Die mit weißem Papier verzierten Mauern tragen das Sinnbild der Beſcheidenheit und Unſchuld, die allen Göttern ſo angenehm ſind. Dieſer Tempel iſt mit einer Zahl Kapellen umgeben, die ſo klein und niedrig ſind, daß die Prieſter, welche darin den Gottesdienſt beſorgen, kaum aufrecht ſtehen können.
Ganz in der Nähe des Tempels erhebt ſich ein großer Flecken, der viele Gaſthäuſer hat und mit Prieſtern, Buch⸗ druckern, Schreinern und andern Künſtlern angefüllt iſt, deren Geſchäft mit dem Handel zuſammenhängt, den man an dieſem heiligen Orte betreibt. Ein Jeder, der von Achtung für die Religion durchdrungen iſt, begiebt ſich jährlich wenigſtens einmal dahin. Der Kaiſer ſendet eine glänzende Geſandt⸗ ſchaft nach dieſem Wallfahrtsort.
Im Monat März iſt die Straße, welche nach dieſen Altären führt, mit andächtigen Reiſenden bedeckt. Jeder Privatmann unternimmt die Reiſe je nach ſeinem Vermögen. Vornehme Leute machen ſie zu Pferde oder in einer Sänfte in einem elegant geſtickten weißen Kleide und mit einem zahl⸗ reichen Gefolge. Die von der Milothätigkeit unterhaltenen Armen gehen zu Fuß, einen Stock in der Hand und einen Napf am Gürtel. Ihr Bett, eine zuſammengerollte Matratze
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von Stroh, ruht auf ihren Schultern. Ihr Name, ihr Ge⸗ burtsort, der Ort, woher ſie kommen, ſind auf ihre großen Schilfhüte geſchrieben, damit man, wenn ihnen unterwegs ein Unglück zuſtößt, weiß, wem und wohin ſie gehören.
Vor der Abreiſe befeſtigt der Pilger an ſeiner Thür einen mit einem Stück Papier zuſammengeflochtenen Strick, um von ſeinem Hauſe das Unreine fern zu halten, deſſen gottesläſteriſche Gegenwart eine lange Reihe von Unglücksfällen nach ſich zieht. Dieſe Vorſicht iſt noch nicht genügend, um dem Reuigen den Erfolg ſeiner Wünſche zu ſichern. Ganz beſonders iſt es nothwendig, daß er die Berührung aller Frauen, ſelbſt die ſeiner Gattin, vermeidet.
Wenn die Pilger in Isje ankommen, reden ſie in einer ſehr höflichen Weiſe den Prieſter an, dem ſie empfohlen ſind. Sie finden ihr Unterkommen in ſeinem Hauſe, wenn ihre beſchränkten Mittel ihnen den Eintritt in die koſtſpieligen Gaſthäuſer unterſagen. Einige Tage ſpäter begeben ſie ſich mit dem Geiſtlichen vor den Tempel, wo ſie ſich auf die Erde niederwerfen und in dieſer Stellung ihre Wünſche an die mächtigſte Gottheit richten. Nachdem ſie ihre Andacht voll— kommen verrichtet haben, empfangen ſie eine kleine Schachtel, welche den gänzlichen Erlaß ihrer Fehler enthält. Sie binden ſie feſt und tragen ſie mit Achtung unter ihrem Hute, um ſie vor dem Regen zu bewahren. Nach der Rückkehr in die Heimath wird ſie ſehr ſorgſam verwahrt.
Obgleich ihr glücklicher Einfluß mit dem Jahre endet, ſtellt man ſie doch in eine kleine Niſche, die hoch genug iſt, um ſie der zerſtörenden Neugierde der Kinder zu entziehen. Man verkauft im japaniſchen Reiche eine außerordentlich große Menge dieſer Ablaßzettel für den Gebrauch der Kran⸗ ken, welche die heiligen Orte nicht beſuchen konnten, noch mehr aber um die Gleichgültigkeit der vornehmen Leute zu begün⸗ ſtigen, die ſich zu erhaben dünken, um ſich dieſen Reiſen der Frömmigkeit des Volkes anzuſchließen.
Es giebt übrigens in Japan verſchiedene religiöſe Secten, deren Feſte ſehr von einander abweichen. Bei einem ſolchen Feſte wird ein auf einem Pferde ſitzendes Götzenbild, das einen Krummſäbel in der Hand hält, umhergeführt. Das⸗ ſelbe iſt von zwei Pagen bekleidet, von denen der Eine den Bogen und die Pfeile des Götzenbildes, der Andere einen Raubvogel trägt. Dann folgt ein leerer Wagen, auf welchen das Volk ſeine Gaben niederlegt. Eine Menge Leute in Livrée folgen ihm zu Pferde und zu Fuß und ſingen fröhlich: „Tauſend Jahr Vergnügen! Tauſend von Tauſenden von Jahren Freude!“
Dann wird noch ein Feſt gefeiert, das eingeſetzt iſt, um mit den Waffen über die Macht der untern Gottyeiten zu entſcheiden. Bewaffnete Reiter, von denen ein Jeder auf ſeinem Rücken das Bild der Gottheit trägt, deren Verehrung er vorzieht, begeben ſich auf eine Esplanade, wo ſie nach ihrer Ankunft verſchiedene Schwadronen bilden. Das iſt das Vorſpiel eines blutigen Kampfes, der mit Steinwürfen beginnt. Dann bedient man ſich der Pfeile, der Klinge des Degens. Man behandelt ſich mit der ganzen Wuth des Haſſes. Die⸗ ſer Ort iſt das Stelldichein Aller, die einen Streit mitein⸗ ander auszukämpfen haben und die ſich unter der Maske der Religion an einem Feinde zu rächen ſuchen. Das Schlacht⸗ feld bleibt mit Todten und Verwundeten bedeckt, ohne daß ein Richter das Recht hat, die Gründe dieſer Gewaltſamkeiten aufzuſuchen.
Früher gab es in Japan auch ein Feſt, Siuto genannt, das Feſt einer philoſophiſchen Secte, welche behaupteten, das
höchſte Gut beſtehe in den Reizen eines ſtillen, tugendhaften


