reunde, An à Cavliers dt zu iigen, üt ber S Stand, ſWer veiß, oh den rrfe⸗ — ſagen, daß men mußteſt, truf hatte er aheit Renatus
and, wie aus
edanke durch die eiſerne
du ſchweigen; 1
hegen ſenk dl.
n ein kutſeß⸗
die Freuude t verhöhnt,
geſchrieben: 1. Kleid gegen ſich ab von ihn weder eman ihm damit Ä 9 zu endnchi
die ſeine um Bleiben berühmt deutendſten die Gruſt den Reffen ward dieſe verkündet,
des Ketets⸗ zweite Er⸗
1
Vierte
eigniß? Als der Diener eines Morgens die Chocolade fervirte, ließ er die kurze Bemerkung fallen: im „goldenen Adler⸗ errege ein Harfenmädchen, das Thereſia Entzmann heiße, durch ihr hübſches Geſicht⸗ chen und ihren niedlichen Geſang Aufſehen.
Und da war Romanow wie umgewandelt. Ver⸗ flogen waren ſeine einſiedleriſchen Grillen. Er rief wieder nach dem geſtickten Kleide. Doch nicht, um von Neuem Rollen Goldes auf die Karten zu ſetzen, nein, zu Reſi's Füßen wollte er ſinken, ihr Auftlärung geben und um Liebe flehen. Und dann! Jetzt konnte er den Krämer ſchlagen, Abrechnung halren mit ihm und ſeiner Mutter; die geborgte Summe auf den Tiſch geworfen und— quitt!
Sogleich wurden drei Juden, die Gebrüder Elkan, in Bewegung geſetzt, welche auf das Schreiben des Petersburger Gerichtshofes mit Vergnügen bis zu der Zeit borgten, wo der Fürſt im Beſitz ſeines Erbes ſein würde. Dann verfügte er ſich zu Thereſia, der en Wohnung er hatte auskundſchaften laſſen. In ſeinen Pelz gehüllt, ſtieg er drei Treppen hinauf, und hörbar hämmerte ſein Herz, als er an die einzige Thür pochte, die ſeinem Blick ſich zeigte.„Fürſt oder Handelsmann,“ rief es in ihm,„wir wollen doch ſehen, wer nun ſiegen wird!“
Da vernahm er in der Stube zwei Stimmen. Die eine ſagte:„Reſi,'s iſt Jemand da.“ Die andere verſetzte:„Sei vorſichtig, Seppi, mach' die Thür nur wenig auf.“
Der Knabe ſchob den Riegel zurück und blickte durch den Spalte„Es iſt ein Mann...“
„Ein Fremder ꝛoder der Wirth aus dem ⸗Adler⸗? Und wenn's Herr Erhard iſt, kannſt Du ihn getroſt einlaſſen, der hat nichts Schlechtes im Sinn.“
„Herr Erhard iſt's nicht... Herr Jeſus! Reſi!.. Der vornehme Herr aus Onkel Brunner ſeinem Keller, weißt Du, der abziehen mußte, als Erhard...“
„Heilige Mutter! Die Thür zu, den Riegel vor!“
Wie vom Donner betäubt ſtand Romanow da. Er wollte rufen, daß die edelſte Abſicht ihn hergeführt, daß es nur eines Wortes bedürfe, ſein früheres Be⸗ nehmen in minder ungünſtigem Lichte erſcheinen zu laſſen, aber ihm mangelte die Rede, wie gelähmt war ſeine Zunge. Was blieb ihm da weiter? Er ſchwankte wieder hinab und in den Ohren gellte ihm der Ruf: „Wenn’s Erhard iſt, kannſt Du ihn getroſt einlaſſen, der hat nichts Schlechtes im Sinn!“
Erhard! Auf ihn wälzte jetzt der Fürſt ſeinen vollen Haß, denn er hätte geſchworen, daß Renatus Reſi's heimlich Verlobter. Heimlich, ohne Zweifel, denn wie genau kannte er den Stolz Frau Sabinens! Und nun konnte er ſeinem Haß das Thor öffnen,
Jolge. 131
Dank dem Onkel, der zu rechter Zeit in die Gruft geſtiegen.„Nimmermehr ſoll mein Feind dieſes Kleinod beſitzen!“ rief es hinter ſeiner brennenden Stirn.
Und vom Diener gefolgt, der in Beuteln die Summe in Gold trug, trat er bei Sabinen ein. Dies⸗ mal hielt auch er jede Meldung für überflüſſig; auch begrüßte er ſie nicht wie ſonſt mit„Frau Commer⸗ zienräthin“, ſondern ſagte kurz und einfach:„Madame, ich komme meine Schuld zu tilgen.“
Ein Wink, und der Diener ordnete das Geld auf dem Tiſch. Dann ward er entlaſſen.
Sprachlos ſaß Sabine da. Mit einthal ſah ſie ſich des Rechtes beraubt, wie eine Wohlthäterin auf⸗ treten zu dürfen, und mit dem Anblick der Freude, die der Anblick des Goldes in ihr erregte, miſchte ſich zugleich das Bedauern, daß ihre Macht über den Fürſten zu Ende.„Weßhalb dieſe Eile... und wo⸗ her ſo plötzlich...“
„Ich werde Berlin verlaſſen. Und woher das Geld, wollen Sie fragen?... Madame, haben Sie danach zu fragen?!“
Auf ſprang ſie, ihre Lippen bebten, doch ſie mußte ſchweigen. Erſt nach einer Weile ſagte ſie:„Gedul⸗ den Sie ſich, mein Herr. Statt meines Sohnes, der in Geſchäften verreiſt, muß ich ſelbſt in der Schreib⸗ ſtube nach Ihren Papieren ſuchen.“
„Ach, Ihr Herr Sohn verreiſt? Jedenfalls ſind wichtige Einkäufe zu der bevorſtehenden Vermählung der Zweck?“
„Ich verſtehe Sie nicht, Herr Fürſt.“ Und ſie trat in die Schreibſtube, bald wieder mit den Papie⸗ ren zurückkehrend.
Er überzeugte ſich von der richtigen Anzahl der⸗ ſelben und fuhr dann fort:„Das muß man ſagen, Renatus hat einen ſüperben Geſchmack.“
„Laſſen Sie endlich dieſe thörichten Reden! Mein Herr, ich empfehle mich Ihnen.“
„O Madame, Sie vergeſſen, wir ſind— quitt! Alſo, wenn Sie es wirklich nicht wiſſen ſollten, Ihr Sohn liebt das ſchöne und, bei meiner Ehre! tugend⸗ hafte Harfenmädchen Thereſia Entzmann aus Pres⸗ nitz. Ich ſchwör's Ihnen, Madame, er iſt dieſes Engels nicht werth!.. Empfangen Sie meinen Glück⸗ wunſch.“
In der That Sabine war zweifelhaft, ob Roma⸗ now ſeinen Verſtand noch hätte. Einen Moment zwar zuckte der Gedanke durch ihr Haupt: an dieſer Mittheilung könne doch etwas Wahres ſein, denn Renatus neige ja zur Phantaſterei! aber im nächſten Moment wieder behielt der andere Gedanke die Ober⸗ hand, der Fürſt rede im Irrſinn. Und darum ſagte
ſie abermals:„Ich empfehle mich Ihnen!“


