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Vierte
zu finden, was Sie hier haben können? Ich ſchicke Jemand zur Couſine, um ihr ſagen zu laſſen, daß Sie hier bleiben und mir das Vergnügen machen, ein Mittagseſſen einzunehmen, für welches Sie nachſichtig ſein werden, da es nicht das Ver⸗ dienſt eines vorausbeſorgten Unvorhergeſehenen haben kann.“
Die beiden Brüder beriethen ſich mit den Augen und ſtimmten dann förmlich zu. Ich ſchickte einen Commiſſionär nach der Vorſtadt Saint⸗Germain, ſagte ein Wort meinem Küchenmeiſter und in verhältnißmäßig kurzer Zeit ſtellte er uns theilweiſe mit ſeinen, theilweiſe mit den Hülfsmitteln eines benachbarten Speiſewirthes ein kleines, aber wohlberei⸗ tetes und appetitliches Mittagseſſen vor.
Ich empfand eine große Genugthuung, als ich die Kalt⸗ blütigkeit und Würdigkeit ſah, mit welcher meine Freunde ſich ſetzten, an den Tiſch rückten, ihre Servietten ausbreite⸗ ten und ſich zum Gefecht anſchickten.
Ich überraſchte ſie doppelt, ohne nur daran zu denken; denn ich ließ ihnen zur Suppe geriebenen Parmeſankäſe und ein Glas trockenen Madeira geben. Dieſe beiden Neuheiten waren von dem Fürſten von Talleyrand eingeführt worden, unſerem erſten Diplomaten, dem wir ſo viel feine und tiefe Witzworte verdanken und dem die öffentliche Aufmerkſamkeit ſtets mit beſonderem Intereſſe ſowohl in ſeiner Macht als nach ſeinem Rücktritte folgten.
Das Diner ging ſehr gut von Statten, ſowohl in ſeinen Haupttheilen als in den Nebenſachen, und meine Freunde waren ebenſo gefällig als fröhlich.
Nach dem Eſſen ſchlug ich eine Partie Piquet vor, die ausgeſchlagen wurde; der Capitän meinte, ſie zögen das dolce far niente der Italiener vor; wir bildeten alſo einen kleinen Kreis um den Kamin.
Trotz des Zaubers des far niente habe ich doch immer der Ueberzeugung gelebt, daß eine kleine Beſchäftigung, welche die Aufmerkſamkeit nicht in Anſpruch nimmt, die Unterhaltung weezt— ich ſchlug alſo Thee vor.
S ar eine Seltſamkeit für Franzoſen von
ard er angenommen. Ich machte ihn d ſie tranken einige Taſſen mit um ſo 3 ſie bisher ihn nur als Arznei betrach⸗
größe« tet hatten.
Eine lange Erfahrung hat mich belehrt, daß jede Gefäl⸗ ligkeit eine andere nach ſich zieht, und daß man die Kraft ab⸗ zulehnen verliert, wenn man einmal auf dieſem Wege iſt. Deshalb ſprach ich in faſt befehlendem Tone von einer Bowle Punſch, womit wir den Abend beſchließen wollten.
„Du willſt uns ermorden,“ ſagte der Doctor.„Du willſt uns betrunken machen,“ ſagte der Capitän. Ich rief nur um ſo lauter nach Citronen, Zucker und Rum.
Ich machte alſo den Punſch und unterdeſſen röſtete man dünne Brodſchnitte(Toaſt) mit friſcher Butter und Salz darauf.
Diesmal gab's Empörung. Der Vetter verſicherte, ſie hätten genug gegeſſen, ſie wollten nichts mehr anrühren; da ich aber die Anziehungskraft dieſer ſo einfachen Zubereitung kenne, antwortete ich, daß ich wünſchte, es möchte genug ſein. In der That nahm der Capitän bald die letzte Schnitte, und ich überraſchte ihn, als er darnach ſchielte, ob noch welche da ſeien oder gefertigt würden, was ich augenblicklich befahl.
Unnterdeſſen war die Zeit verſtrichen und mehr als acht Uhr herangekommen.„Jetzt müſſen wir fort,“ ſagten meine Gäſte,„wir müſſen noch ein Blatt Salat mit unſerer armen Schweſter eſſen, die uns den ganzen Tag nicht geſehen hat.“
Ich widerredete nicht, und treu den Pflichten der Gaſt⸗
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freundſchaft zwei ſo liebenswürdigen Alten gegenüber, beglei⸗ tete ich ſie an ihren Wagen und ſah ſie abfahren.
Man fragt vielleicht, ob ſich nicht etwas Langeweile für Augenblicke in dieſe lange Sitzung einſchlich.
Ich antworte: Nein! Die Aufmerkſamkeit meiner Gäſte wurde durch die Zubereitung der Fondue, durch die Reiſe durch meine Zimmer, durch einige Neuheiten beim Eſſen, durch den Thee und vollends durch den Punſch, den ſie nie⸗ mals gekoſtet hatten, gänzlich in Anſpruch genommen.
Der Doctor kannte außerdem ganz Paris nach Genea⸗ logie und Anekdoten; der Capitän hatte theils als Militär, theils als Geſandter am Hofe von Parma lange in Italien gelebt; ich ſelbſt bin viel gereiſt— wir plauderten ohne Anſprüche, horchten mit Gefälligkeit. Es braucht nicht ein⸗ mal ſo viel, um die Zeit ſchnell und angenehm vorübergehen zu laſſen.
Am andern Morgen erhielt ich vom Doctor ein Brief⸗ chen; er hatte die Aufmerkſamkeit, mir zu melden, daß die kleine Liederlichkeit vom Tage vorher ihnen ſehr wohl bekom⸗ men ſei; nach einem vortrefflichen Schlafe hätten ſie ſich friſch und wohlgemuth erhoben, und ſeien ganz aufgelegt, von Neuem anzufangen.—
Nicht minder fein, pikant und mit echt franzöſiſchem Geiſte erzählt iſt eine zweite Tafelgeſchichte, vom Ritter von Langeac, gegen deſſen Gutſchmeckerei man ſich eine Verſchwö⸗ rung erlaubte. Den Vortrag dieſer Anekdote muß Jeder bewundern, der ſich ſelbſt mit den literariſchen Schwierigkei⸗ ten einer graziöſen Darſtellung bekannt gemacht hat.
Der Ritter von Langeac hatte ein ganz hübſches Vermö⸗ gen, das durch die gewöhnlichen Blutegel, die einem reichen, jungen und hübſchen Manne anhängen, vollſtändig ausgeſo⸗ gen worden war.
Er hatte einige Trümmer gerettet und mittelſt einer kleinen Penſion, die er von der Regierung bezog, lebte er in Lyon ganz angenehm in der beſten Geſellſchaft, denn die Er⸗ fahrung hatte ihm Ordnung gelehrt.
Obgleich noch immer galant, hatte er ſich doch thatſäch⸗ lich vom Dienſte der Damen zurückgezogen. Doch machte er noch immer gern ſeine Partie mit ihnen in Geſellſchaftsſpie⸗ len, die er ſehr gut kannte. Aber er vertheidigte ſein Geld gegen ſie mit jener Kaltblütigkeit, die Diejenigen charakteri⸗ ſirt, welche auf ihre Gunſtbezeigungen verzichtet haben.
Die Feinſchmeckerei hatte ſeine übrigen Leidenſchaften erſetzt. Man kann ſagen, daß er ein Gewerbe daraus machte, und da er übrigens ein angenehmer Geſellſchafter war, ſo erhielt er ſo viel Einladungen, daß er kaum allen gerecht werden konnte.
Man lebt in Lyon ſehr gut. Durch ſeine Lage erhält
es leicht die Weine von Bordeaux, von Burgund und von Eremitage. Das Wildpret der benachbarten Berge iſt vor⸗ trefflich, aus den Seen von Genf und von Bourget erhält man die beſten Fiſche der Welt, und den Kenner entzückt der Anblick des Geflügels aus der Breſſe, das dort ſeinen Stapel⸗ platz hat. Der Ritter von Langeac fand alſo an den beſten Tafeln der Stadt ſeinen Platz, aber er gefiel ſich beſonders bei einem Herrn A..., einem reichen Bankier und ausgezeichneten Kenner. Der Ritter ſchrieb dieſen Vorzug auf Rechnung ihrer alten Bekanntſchaft als Studien⸗Cameraden, die Spöt⸗ ter dagegen, denn es giebt deren überall, ſchrieben ſie dem Umſtande zu, daß der Koch des Herrn A... der beſte Schü⸗ ler von Ramier war, der in jener dunklen Zeit als Speiſewirth Ruf hatte,


