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Reſt Entz⸗
Freund nun der Erſte, dlicher Be nie drängte den Beginn
Vierte
und nach Beendigung ihrer Vorträge nahte er, eine ſelige Minute mit ihr zu verplaudern.
Wie wußte ſie dieſes zarte, rückſichtsvolle Ge⸗ bahren zu ſchätzen! Mit ſtummen Lippen dankte ſie ihm dafür; und wenn ſo ihr Auge eine Secunde auf ihm ruhte, dann ſchlugen die Lerchen in ſeiner Bruſt um ſo jauchzendere Lieder.
„Sie muß die Meine werden!“ rief es jetzt in ihm. So mächtig berauſchte ihn dieſer Gedanke, daß er die ganze Welt ringsumher vergaß. Weder dachte er daran, ſich, dem mütterlichen Willen gemäß, nach der Jungfer Tendlerin zu erkundigen, noch kam ihm der Gedanke, daß ein despotiſches Nein! Frau Sa⸗ binens all' ſein Glück in Trümmer ſchlagen könnte.
Ja, er glich einem Berauſchten. Er liebte zum
erſten Mal. Thereſia ſprach oft und lange über
Joſef, ihre Worte über ihn hatten einen gar eigenen Klang; Renatus indeß glaubte nur die Freundin über den Freund reden zu hören. Er wollte ihr nun ſagen, wie aus vollſtem Herzen er ſie liebe, wie an ihrer Seite das hoͤchſte Glück ſeines Lebens erblühen würde, aber die neckiſchen unſichtbaren Geiſter führten in dem entſcheidenden Moment ſtets Jemanden herbei, ſo daß Renatus die Worte ſeiner Seele bannen und ſich mit einem Morgen! tröſten mußte.
Allein ein Tag folgte dem andern, und immer trieben die gefühlloſen unſichtbaren Geiſter ihr Un⸗ weſen. Auch vermied Thereſia ſichtbar, mit Renatus allein zu reden; immer zog ſie Seppi oder den Onkel
eſpräch. Ob ihr die Nähe eines Sturmes
Oerweil ward es in dem weltberühmten Keller ler und ſtiller. Die Fremden ſtellten ſich nur noch ſpärlich ein, denn die Meſſe war ihrem Ende nahe. Da rief Thereſia den Bruder einmal in ihre Kammer; aus den Bettkiſſen zog ſie einen gefüllten Strumpf hervor und ſchüttete ihn auf den Tiſch aus. Was da Seppi für Augen machte! Sie zählten und zählten wieder und wieder, es waren 47 Thaler.
„Und nun,“ rief das Mädchen,„ſetz' ich mich hin und ſchreibe. Ei, werden Die daheim auf Nach⸗ richt warten, aber eher was ſchreiben, ehe ich was mitſchicken konnt', das wollte ich halt nicht. 25 Thaler ſind für die Eltern, und das Uebrige ſoll getheilt und kein Gänſebub ſoll übergangen werden.“
„Reſi,“ meinte da der Bruder,„das find' ich gewiß ſehr ſchön von Dir, aber an Dich denkſt Du mit ein biſſel dabei?“
„An mich?“ fragte ſie, verwundert das Auge aufſchlagend,„wie verſtehſt Du das?“
„Schau, Reſi, wir müſſen weiter. Der gute Onkel hat von Berlin geredet. Und das iſt gewiß
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ein ſehr weiter Weg bis dahin, und nun dacht' ich halt, Du könnteſt es ja unterwegs viel beſſer haben, wenn Du nur ein wenig von all' dem Geld für Dich behielteſt. Unrecht iſt's ſicher nicht!“
„Unrecht? Nein, Bub, erworben haben wir's ja redlich. Aber was ich thu', weiß ich, kein Groſchen bleibt zurück. Gelt, wir haben geſunde Beine, zwiſchen Leipzig und Berlin liegen viele Städte, wo ich Muſik machen kann, und mehr brauchen wir nicht.“
O, ich kann laufen und wenn ich auf Stroh ſchlaf', träumt mir auch was recht Schönes... doch ich dachte ſo für Dich...“
„Guter Seppi!“ Und ihre Hand glitt über ſein lockiges Haar.„Laß mich jetzt allein, ich will ſchreiben.“
Und als er die Thür geſchloſſen, ſchob ſie einen Stuhl an das Tiſchchen am Fenſter und begann zu ſchreiben, nachdem ſie lange nachgeſonnen und ſich vielmal von der Brauchbarkeit der Feder überzeugt hatte:
„Herzlieber Vater und herzliebe Mutter und herz⸗ liebe Brüder und Schweſtern! Zuvor von mir und von Seppi die allerallerallerſchönſten Grüße und viele⸗ vieleviele Küſſe! Der liebe Gott und ſeine lieben Engel ſind immer bei uns geweſen und gute Menſchen haben uns aufgenommen, und wenn der Pfarrer ſagte, daß alles Böſe ans Licht kommt, ſo iſt das ſehr richtig, denn die ſchlechten Menſchen, die Presnitz angeſteckt haben, ſind hier auf dem Markt eingefangen worden und in ein ſtockdunkles Gefängniß geſperrt worden.“ Und nun erzählte ſie weiter von ihrer Wanderung, von Onkel Anſelmus und Tante Chriſtinen, von ihrem wunderbaren Zuſammentreffen mit Jos Robikozny und ſeiner Bande. Dann ſchilderte ſie den weltberühmten Keller, die Leute, welche ihrem Vortrage zuhörten, und fuhr darauf fort:„Die Fremden ſind höflich und manierlich und Keiner will mit mir anbinden, aber einmal war Einer da, der hatte prächtige Kleider an und der muß geglaubt haben, er könnt mit mir ſpaßen, und da führte er dumme Reden, und da ſagte Onkel zu ihm, daß ſo was in ſeinem Keller keine Mode wäre, und da ward der Andere ſehr zornig und riß ſeinen Degen heraus. Aber ich hab mich bei der lieben Gottesmutter recht ſchön bedankt, denn es lief alles gut ab, denn Herr Renatus Erhard— ſo iſt nämlich ſein Name— ſprang dazwiſchen und da mußt der Andere abziehen. Herr Renatus iſt ein ſauberes Menſchenkind und ich bin ihm gut wie meinem Bruder —— Hierbei ſchick ich ſoviel Gulden, als 47 Thaler ausmachen, weil nämlich Onkel die Thaler bei einem Handelsmann wechſeln will, weil er meint, daß ihr nichts wüßtet mit dem fremden Geld anzufangen.“ Und nun beſtimmte ſie die genauſte Theilung dieſes
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