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„Und die reizenden Flitterwochen! Meine offene Hand, ihre Ausflüchte, momentane Verlegenheit, dann die Nebel mehr und mehr gewichen, dann furchtbare Klarheit... Bei der Liebenswürdigkeit meiner Gläu⸗ l biger! ich hätt' direct nach der Piſtole gegriffen!“
„Darum hoch Mama Sabine Erhard!“ Die e Glaͤſer klirrten aneinander.
„Und hören Sie meinen guten Rath, Romanow,“ ſchnarrte wieder der Banquier.„Wenn Sie abermals auf Freiersfüßen wandeln, thun Sie weit beſſer, die Delicateſſe bet Seite zu werfen und erſt die Reich⸗ thümer genau zu prüfen.“
„Aber wenn die ganze Gräfin Wedel...“
„Auch ihr wird man erzählt haben, daß der Fürſt ein Nabob.“
„Und jetzt,“ rief der Marquis,„ſei dieſe Affaire mit luſtigem Ende begraben. Unſer Banquier kann die Zeit nicht erwarten. En avant, Messieurs!’“
Man ſpielte. Das Gold rollte. Romanow und der Banquier zogen ein, Belangé und Extern hatten bedeutende Verluſte.
„Die Dame noch, wenn aber auch die mich ver⸗ läßt, dann... Zwanzig Ducaten auf die Dame!“ rief der Baron.
Die Karte ſchlug. Des Barons zwanzig Ducaten wanderten in des Fürſten Taſche.
„Diable!“ rief Extern,„noch einmal auf den
Stadt ſpricht, daß die
Novellen⸗Zeitung.
Marquis.
Ueberlegung, Bruſt, für ſo gedankenreich hätt' ich Ihren Kopf nimmer gehalten! Wohlan, meine Herren, ich werde den Nabob ſpielen! Bisher kannte ich eine Meſſe nur aus der Zeitung; drum auf gen Leipzig, und Sie, meine Herren, ſind ſo lange meine Gäſte, bis..
der Edeln,
„Einverſtanden!“ meinten der Banquier und der —
„Aus dieſem Grunde alſo, mein menſchenfreund⸗ icher Fürſt,“ ſchloß Extern,„werden Sie ſich die
Ehre geben, uns zu einer Fahrt nach Leipzig ganz
rgebenſt einzuladen.“ „Vortrefflich,“ lachte Romanow nach flüchtiger „bei Frau Sabinens mitleiderfüllter
„Halten Sie ein, Beſter, Großmüthigſter, Edelſter
warum an die Zukunft, an das letzte Goldſtück denken?“ So ſprach der Marquis, indem er den Flaſchenhals an das Auge brachte.„Für Jeden noch ein Glas. Auf weſſen Geſundheit dieſer Reſt?“
Nun nahm Extern das Wort.„Romanow iſt unſer Gönner, aber er wäre es nicht, wenn Gräfin Wedel noch an ſeinem Herzen ruhte. Und wer hat ihn von ihr, wer hat ihn überhaupt von der furcht⸗ barſten Enttäuſchung erlöſt?“
Währenddeß hatte der Fürſt bereits die Gläſer gefüllt, und jetzt das ſeine über dem Haupte ſchwin— gend rief er:„Abermals hoch Mama Erhard!“
„Hoch! hoch!“ echoten die Andern...
Welch' andere Intereſſen beſchäftigten in dieſor
König dreißig Ducaten! Sollte auch er mir ungnädig Minute Frau Sabine! Ihr Auge war mäd
lächeln?“
Die Karten fielen. Auch dieſe Summe ſtrich der Fürſt ein.
„Genug denn!“ Und Extern verließ den Tiſch und warf ſich in den nächſten der am Fenſter ſtehenden Seſſel.„Hat Keiner Mitleid mit mir gerupftem Vogel?“ fragte er mit komiſch⸗kläglicher Miene. „Tretet heran, Ihr falſchen Freunde, und lernt, wie eine große Seele das Unglück erträgt!“
„O große Seele,“ rief Romanow, ein Goldſtück auf die Fingerſpitze legend,„ich ſtehe bewundernd und opfere Dir dieſen Ducaten!“
„Der Einfall iſt gut,“ ſagte der Baron, wieder
ſeinen natürlichen Ton annehmend,„doch mein Kopf Frau Mutter. birgt einen Einfall, um den Ihr mich beneiden dürfet. Attention! Romanow hat gewonnen und ſich noch außerdem einer gefüllten Caſſette zu erfreuen... die Zeitung bringt die Nachricht, daß am 25. September
die große Meſſe in Leipzig beginnt... Berlin ha jetzt, ſeit der heſſiſche Landgraf ſich empfohlen, ein
von all' dem Leſen in alten Briefe Rechnen. Zur Stärkung nahm ſie eine Priſe und lehnte ſich dann gegen die Sofawand, während Re⸗ natus die Brieftaſche hervorzog und ſich verſchiedene Aufträge anmerkte. „Alſo das Pariſer Haus Meillard muß...“ „Auf jeden Fall zahlen. Wenn Meillard nicht ſelber in Leipzig iſt, ſitehſt Du Dich nach ſeinem Agenten um. Und daß Du Dich diesmal nicht wieder beſchwichtigen läſſeſt!.. O, hätte mich die Gicht nicht befallen, würde ich mit auf die Meſſe gehen, ſo aber kann ich ja keine drei Schritte thun.“ „Seien Sie, ich bitte darum, ganz außer Sorgen, Sie werden mit mir zufrieden ſein.“ „Das will ich hoffen... Du wirſt Tendler aus Wien ſehen, er ſoll eine Tochter faſt in Deinem Alter beſitzen; erkundige Dich doch nach ihrem Wohl⸗ ergehen. Tendler iſt ein gemachter Mann und hat tnur dies eine Kind.“ e Höher färbten ſich da Renatus' Wangen.„Daran,
ſehr langweilige Phyſiognomie, und aus dieſem ehrlich geſtanden, dachte ich noch nie...“
Grunde...“
„So denkſt Du jetzt daran. Mit der Mamſell
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