Da.
— Das willſt duch Ehre fnanop, ich
0 beſuchen h 3 3 1 zu einem
Morgen
—
ewar mit e Erhard ten, allein ne Herrin täubte ſich darauf voch ader ohne hien Pfennig un,„Gott die Gräfet er!“
in Sorge. Und welche * Trauung
Schäfer forl.
ſich täͤglich
unden ſeiner te im Hauſe „zu Ehren. veilen uͤber efen Auge ihn dann eine Seele ſes Geſicht „Zuweilen Sie die O, habe iſt meine ſchwimmt lch' einem er!“ lächelte er lI, der ſle ſich, i nie wieder der Rolle
—
Vierte
zu fallen; ſonſt könne die beſte Gräftin doch noch zu fruͤh dahinter kommen, daß die Urſache ſeiner plöͤtz⸗ lichen Verſtimmung eine ganz andere.
Und welche die wahre Urſache war? Als Ro⸗ manow nach ſeiner Verlobung die Braut verließ, rief er ſich zu, daß er nur noch einmal zu dem Krämer⸗ volk, den Erhards, gehen würde, um von dem Ver⸗ mögen der Gräfin die geborgten achttauſend Thaler auf den Tiſch zu werfen. Allein ſein böſer Engel hatte es anders beſchloſſen. Am Tage der Braut Artigkeiten geſagt, in der Nacht jedoch dem Spiel gehuldigt... Indeß die launenhafte Schickſalsgöttin hatte ſich hartnäckiger denn je von ihm gewandt, und eines ſeiner Goldſtücke nach dem andern war in den Säckel des Banquiers gewandert.
Alſo noch einmal mußte er vor der Hochzeit als Bittender bei Frau Sabine erſcheinen.. Das war'’s,
was ihn zuweilen die Umgebung vergeſſen, was ihn
aufſeufzen ließ inmitten des Glanzes und der Hei⸗ terkeit.
Von Tag zu Tag verſchob er dieſen ſchweren Gang.
Von Tag zu Tag ward auch der Gräfin der Ge⸗ danke, perſönlich Sabine anſprechen zu müſſen, un⸗ erträglicher, und immer ſichtbarer kam der Boden ihrer Caſſette zum Vorſchein.
Eudlich machte der Fürſt die verzweifelnde Be⸗ merkung, daß ſeine Börſe federleicht ſei. 4
Und nun wollen wir nicht forſchen: Iſt’s Zu fall? Oder wollte der Lenker des Schickſals die heu⸗ nden Larven mit einmal vom Antlitz reißen 2..
ein und derſelben Stunde rollten
ud der Gräfin, die ſich ja
gegenſeitig für unermeßua) reich hielten, die Span⸗ dauerſtraße entlang und dem verräucherten Hauſe zu.
Beide hatten die Dunkelheit abgewartet.
Als die Uhr auf dem Kloſterthurm die ſechste Stunde meldete, fuhr der Wagen des Fürſten vor. Er ward Frau Sabinen, die in ihrem koſtbaren Zimmer allein weilte, gemeldet. Sie geſtattete ſeinen Eintritt.
„Ah, meine Verehrungswürdige, meine treffliche Freundin,“ rief er ſchon zwiſchen Thür und Angel, „wie befinden Sie ſich? Ihre Augen ſtrahlen immer jugendlicher, immer reizender tritt mir Ihre Geſtalt entgegen! Und das Anſehn Ihres Hauſes, o das wächſt mit jeder Minute! Geſtern ſprach man bei Hofe davon, der König werde Sie zur Frau Commer⸗ zienräthin erheben, und ich geſtehe, daß...“
„Keine Redensarten, Herr Fürſt,“ verſetzte Sabine in eiſigem Tone,„Sie wollen Geld... Nehmen Sier einen Seſſel.“ 3
Folge. 87
Romanow ließ ſich nieder.„Ich fühle es, Ma⸗ dame, ich mißbrauche Ihre Güte...“
„Wozu die überflüſſigen Worte? Wahrlich, ich ſollte kein Mitleid mit Ihnen haben; Sie verſchwenden, Sie ſind ein Spieler!“ 4
Bald hätte er herausgeſtoßen:„Was kümmert Sie das?“ allein er biß ſich auf die Lippe und ſagte:„Ich geſtehe, meine Vergangenheit iſt nicht gänzlich ohne Flecken. Aber das ſchwöre ich, daß ich mit dem Ehemann...“
„Sie wollen ſich vermählen?“
„Das wüßten Sie nicht?“
„Ich komme wenig unter Menſchen. Und Sie machten mir keine Anzeige? Und wer iſt denn die überglückliche Braut? Natürlich iſt ſie ſehr reich?“
„Sie nennt ſich Gräfin Stephanie Wedel.“
„Die... die...“ rief da Sabine mit ſichtlicher Ueberraſchung und wie Spott zuckte es um ihre Lippen,„ei, die ſandte ja neulich ihren Kammer⸗ diener, um..“
„Um?!“ rief aufſpringend der Fürſt.
Sie beſann ſich. Weßhalb ihn aus allen ſeinen Himmeln reißen?„Um fragen zu laſſen,“ ſetzte ſie daher in gleichgültigem Tone hinzu,„ob die öſter⸗ reichiſchen Stammactien geſtiegen ſeien.“
Als ob ein furchtbares Verhängniß, welches drohend über ſeinem Haupte geſchwebt, plötzlich ge⸗ wichen, ſo erleichtert athmete der Fürſt jetzt auf und ließ ſich wieder nieder.„Allerdings, meine Braut iſt ſehr reich, und was unſere Angelegenheit betrifft, meine gütige Freundin, ſo werde ich dieſelbe gleich nach meiner Vermählung ordnen. Verlaſſen Sie ſich feſt darauf. Heute jedoch...“
„Welche Sicherheit bieten Sie?“
„Hier ein Werthpapier... Aber ich denke, diesmal wird eine einfache Beſcheinigung meinerſeits genügen, denn meine Heiralh iſt vor der Thür.“
„Ich handle niemals gegen die Geſchäftsform... Das Papier iſt gut... Wie hoch wünſchen Sie die Summe?“
„Ich erſuche um zweihundert Ducaten.“
„Mein Sohn iſt nebenan in der Schreibſtube. Gehen Sie hinein, er wird zahlen.“
Romanow erhob ſich.„Auf Wiederſehen, Ma⸗ dame... nein, nein, Frau Commerzienräthin wollte ich ſagen. Auf mein Wort, nächſtens wird Sie des Königs Majeſtät damit überraſchen.“ Dann führte er ihre Hand an die Lippen und wandte ſich der Schreibſtube zu. Die Thuͤr derſelben ſtand wie immer offen, aber war es Zufall oder Berechnung, Romanow ſchloß, nachdem er eingetreten, dieſe Thür.
(Fortſetzung folgt.)


