Jahrgang 
01-26 (1866)
Seite
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Die in der wichtigen Discuſſion, welche dieſes Reſultat herbei geführt hat, auseinandergeſetzten verſchiedenen Erwä⸗ gungen werden den Gegenſtand meiner lebhafteſten Sorgſam⸗ keit bilden. 1

Seit meinem Eintritt auf den belgiſchen Boden habe ich die Zeugniſſe eines rührenden Wohlwollens empfangen. Ich bin davon noch eben ſo gerührt wie erkenntlich dafür. Bei dem Anblick dieſer Bevölkerung, welche durch ihre Zu⸗

rufe den Act der Nationalvertretung genehmigte, habe ich mich überzeugen können, daß ich von dem Wunſche des Lan⸗ des gerufen wurde, und ich habe begriffen, welche Pflichten

ein ſolcher Empfang mir auflegt. Belgier durch Ihre Adoption, werde ich es mir auch zum Geſetz machen, es immer in meiner Politik zu ſein.

Ich wurde gleichfalls in dem Theile des franzöſiſchen Gebiets, durch welches ich gereiſt bin, mit einem außerordent⸗ lichen Wohlwollen aufgenommen, und in dieſen Demonſtra⸗ tionen, denen ich einen ſehr hohen Werth beilege, habe ich den glücklichen Vorboten des Vertrauens und der Freund⸗ ſchaft, welche zwiſchen den beiden Ländern beſtehen müſſen, zu ſehen geglaubt.

Die Folge jeder politiſchen Bewegung iſt, daß zeit⸗ weilig die materiellen Intereſſen darunter leiden. Ich begreife die Wichtigkeit derſelben zu gut, um mich nicht ſofort mit der Aufgabe zu beſchäftigen, dazu beizutragen, den Handel und die Induſtrie, dieſe belebenden Principe des Nationalwohl⸗ ſtandes, wieder zu beleben. Die Verbindungen, welche ich in den angrenzenden Ländern angeknüpft habe, werden, wie ich hoffe, die Anſtrengungen unterſtützen, denen ich mich ſogleich widmen werde, um dieſes Ziel zu erreichen; aber ich glaube recht gern, daß das belgiſche Volk, bei ſeinem rechtli⸗ chen Sinn und ſeiner Reſignation, der Regierung die Schwie⸗

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ruf zu erlaſſen, und ich hoffe, daß es ſich dann ganz für die Vertheidigung des Landes und der nationalen Unabhängig⸗ keit um ſein Staatsoberhaupt ſchaaren wird.

V Wir haben dieſe Rede in ihrem ganzen Umfange mitge⸗ theilt, weil ſie das vollſtändigſte Programm, das bewunderns⸗ wertheſte Glaubensbetenntniß iſt, das je von einem conſtitu⸗ tionellen Monarchen aufgeſtellt worden iſt. So zeigte ſich Leopold in ſeiner erſten Rede den Vertretern des Volkes, ſo war er während ſeines ganzen Lebens. Seine Weisheit, ſein Scharfſinn, die Alles vorhergeſehen, Alles ermeſſen hatten, haben ſich nicht einen Augenblick verleugnet. Er konnte das Bewußtſein mit in ſein Grab nehmen, die größte, die edelſte Aufgabe erfüllt zu haben, welche zu erfüllen hienieden dem Menſchen gegeben werden kann.

Vom 21. Juli 1831 an verſchmilzt die Geſchichte⸗ Leopold's mit der des belgiſchen Volkes. Zunächſt handelte es ſich um einen Krieg mit Holland. Der König von Holland hatte nämlich keineswegs die Hoffnung aufgegeben, ſich wieder in den Beſitz Belgiens zu ſetzen. Anfangs ſetzte er ſeine Hoffnung auf die Londoner Conferenz, doch als ſich dieſe nicht erfüllte, überſandte er an demſelben Tage, an dem Leo⸗ pold den Thron beſtieg, eine Proteſtation dagegen an die Londoner Conferenz, welche einer Kriegserklärung gleichkam. Ohne irgend eine weitere Erklärung rückten die holländiſchen Truppen über die belgiſche Grenze und nach dem entworfenen Plane wollten ſie in vier Tagemärſchen Brüſſel erreichen. Die Lage Belgiens war kritiſch, denn während dem König von Holland 80,000 Mann trefflich organiſirte Truppen zu Gebote ſtanden, konnte Belgien ihm keine 40,000 Mann entgegen ſtellen, deren Organiſation überdies viel zu wünſchen übrig ließ. Trotzdem bewährte der König Leopold ſich bei dieſer Gelegenheit als ein ausgezeichneter General. Für ihn

rigkeiten einer Stellung in Rechnung ſtellen wird, die ſich an handelte es ſich zunächſt darum, den Holländern den Wog nach

den Zuſtand der Unbehaglichkeit knüpft, von der faſt ganz Europa betroffen iſt. Ich will mich mit allen Einſichten umgeben, alle Wege der Verbeſſerung hervorrufen, und ich

begonnen habe, mir die Kenntniſſe einzuſammeln, die am geeigneiſten ſind, in dieſer Beziehung den Gang der Regie⸗ rung aufzuklären.

Meine Herren, ich habe die mir von Ihnen angebotene Krone nur in der Ausſicht angenommen, eine ebenſo edle, wie nützliche Aufgabe zu erfüllen, die, berufen zu ſein, die Inſtitutionen eines edelmüthigen Volkes zu befeſtigen und ſeine Unabhängigkeit aufrecht zu halten. Mein Herz kennt keinen andern Ehrgeiz als Sie glücklich zu ſehen.

Brüſſel zu verlegen, bis von Frankreich die erbetene Unter⸗ ſtützung ankam, die auch nicht lange auf ſich warten ließ. Bereits am 11. Auguſt trafen die Herzöge von Orleans und Nemours mit der franzöſiſchen Avantgarde in Brüſſel ein und Belgien war aus der Gefahr, die ihm gedroht, errettet. An demſelben Tage, wo die Franzoſen in Brüſſel einrückten, verpflichteten die Holländer ſich in einem Vertrage, der in Löwen abgeſchloſſen wurde, den belgiſchen Boden zu räumen. Das franzöſiſche Heer kehrte am 31. Auguſt über die Grenze nach Frankreich zurück und dem König Leopold wurde bei ſeiner Rückkehr in ſeine Hauptſtadt ein enthuſiaſtiſcher Empfang zu Theil.

Die Schutzmächte nahmen nunmehr die diplomatiſchen

Bei einer ſo rührenden Feierlichkeit muß ich Ihnen einen Verhandlungen mit Thätigkeit wieder auf und forderten die

meiner wärmſten Wünſche ausdrücken. Die Nation tritt aus einer heftigen Kriſis heraus; möge dieſer Tag jeden Haß auslöſchen, jedes Rachegefühl erſticken; möge ein einziger Gedanke alle Belgier beleben, der einer offenen und aufrich⸗ tigen Einigkeit!

Ich werde mich glücklich ſchätzen, zu dieſem ſchönen Erfolg mitzuwirken, welcher durch die Weisheit des ver⸗ ehrungswürdigen Mannes, der ſich mit einem ſo edeln Pa⸗ triotismus dem Heil ſeines Vaterlandes gewidmet hat, ſo gut vorbereitet worden iſt.

Meine Herren, ich hoffe für Belgien ein Unterpfand des Friedens und der Ruhe zu ſein, aber die Blicke des Menſchen in die Zukunft ſind nicht immer untrüglich. Wenn wir, trotz aller Opfer, um den Frieden zu bewahren, von dem Kriege bedroht werden ſollten, ſo würde ich kein Beden⸗ ken tragen, an den Muth des belgiſchen Volkes einen Auf⸗

holländiſche und die belgiſche Regierung auf, bis zum 12. November das ihnen nicht zuerkannte Gebiet zu räumen, wofern ſie nicht mit den Waffen dazu gezwungen werden ſollten. Da die Holländer die Citadelle von Antwerpen und die Forts an der Schelde nicht räumten, ſo rückte ein franzö⸗ ſiſches Heer unter dem Marſchall Gerard in Belgien ein; am 29. November wurden die Laufgräben vor der Citadelle von Antwerpen eröffnet und am 23. December ſah ſich der Commandant derſelben, der General Chaſſé, zur Capitulation gezwungen. Damit war der bewaffnete Kampf zu Ende, und nun begannen neue Unterhandlungen, um die Friedens⸗ Präliminarien aufzuſtellen und die Theilung der National⸗ ſchuld vorzunehmen, wobei der König Leopold Gelegenheit hatte, ſeine hohe diplomatiſche Einſicht zu beweiſen. Endlich gelangte man im März 1839 zum Abſchluß der 24 Artikel, die allerdings von Belgien nur mit Widerwillen angenommen