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Feen der Wüſte
gebreitet, um Lergen. Reiter ormen an; die nung uns folg⸗ xtd ihte. lbſtandes errei⸗ a⸗ und Denſa⸗ en durch einen Wipfel derſel⸗ Gewicht der Samenkörner und Krallen entlehnt zu zter wechſeln⸗ Als die Pferde, auf nit Schweiß tterten und ten offenbar
ſeiner frühe⸗ neuer Kruft. wir uns der Lager der
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Löwen vermutheten. Nach einiger Zeit erreichten wir den Brunnen, bis zu welchem die Fährten am ver⸗ gangenen Tage verfolgt worden waren. Es war eine Lache mit brackiſchem, übelriechendem Waſſer, nicht ummauert und, wie es ſchien, nur von den Thieren der Wüſte beſucht. Einige Gerippe von Antilopen lagen umher, die Knochen waren gebleicht und muß⸗ ten lange gelegen haben. Zabhlreiche Fährten von Raubthieren führten von hier aus meiſt einer Richtung zu, ſo daß wir uns über den einzuſchlagenden Weg nicht täuſchen konnten.
Vereinzelte Sträucher und verdorrte Stengel und Halme hatten bis hierher den Boden bedeckt, dem nur die Feuchtigkeit zu fehlen ſchien, um neue Keime zu treiben. Dieſe ſpärliche Vegetation hörte jetzt nach und nach auf. Das Terrain wurde zerklüftet und
uneben und ſtieg allmählich nach Weſten, wo eine
mächtige Felspartie die Stelle der höchſten Boden⸗ erhebung einnahm, ſich mit ſteilem Abfalle auf der uns entgegengeſetzten Seite ſenkte, uns gegenüber aber einen niedrigen Hügel bildete, deſſen Fuß mit den Trümmern zerbröckelter Baſaltmaſſen beſäet war. Eine Schicht gelblichen Sandes hatte ſich über den felſigen Grund gelagert und ſich in den Schluchten ſo hoch angehäuft, daß wir Gefahr liefen, in dieſer beweg⸗ lichen Maſſe zu verſinken. Die vielen Steinbloͤcke, die halb vom Sande bedeckt umher lagen, machten
unſeren Marſch noch ſchwieriger.
Wir näherten uns den Felſen möglichſt gedeckt und gegen den Wind und erreichten ſo eine keſſelartige
Vertiefung, wo wir anhielten und unſere beiden Füh⸗
rer zum Recognosciren vorſchickten. Sie blieben lange aus und kamen zurück, ohne die Löwen zu Geſicht bekommen zu haben. Sie hatten indeß die friſchen Fährten gefunden und dieſe bis auf Büthſenſchußweite von den Felſen verfolgt. Näher wagten ſie ſich nicht heran, ſie umgingen aber die Felſen und überzeugten ſich, daß das Wild den Bereich derſelben nicht wieder verlaſſen hatte.
Wir ſchlugen nun einen Weg ein, der direct auf die Felſen zuführte, ohne von dort geſehen zu werden, einen ſchmalen Graben, kaum breit genug für zwei Reiter nebeneinander, auf der einen Seite eine Wand, auf der anderen ein Abhang, der durch ſeine Steil⸗ heit das Ausbiegen verhinderte. Das Terrain konnte nicht ungünſtiger für Reiter ſein, ich drang daher darauf, die Pferde zurück zu laſſen; die Araber woll⸗ ten aber davon nicht hören und ſchienen meinen Vor⸗ ſchlag für ein Zeichen von Furcht zu halten. Ich ritt verſtimmt neben Hamed, der ſich an die Spitze geſtellt hatte, und befahl meinem Diener, mit einer zweiten Büchſe zu folgen. Wir ritten ſo vorſichtig
Vierle Holge.
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als möglich, die Waffen klapperten aber doch, einzelne Steine rollten geräuſchvoll den Abhang hinab, und als wir uns dem Ausgange der Schlucht näherten, verkündigte ein langes, deutlich vernehmbares Knurren, daß wir entdeckt waren. Der Zug ſtockte wie auf Commando, unwillkürlich drehten wir uns herum, und es gewährte mir eine gewiſſe Genugthuung, ſo viele bleiche Geſichter hinter mir zu ſehen. Wir ſchämten uns Alle und wollten ſtillſchweigend weiter reiten, aber die Pferde weigerten ſich jetzt, wir mußten Ge⸗ walt brauchen und kamen daher in einen Galopp, der uns raſcher vorwärts brachte, als in unſerer Abſicht lag. Wir jagten um die letzte Biegung, die Pferde flogen rechts und linkz zur Seite, und als ſie fanden, daß ſie hier nicht ausweichen konnten, ſtanden ſie ſchnaubend und zitternd, und die Augen ſchienen ihnen
aus dem Kopf dringen zu wollen.
Vor uns lag ein etwa fünfzig Schritte breiter freier Raum, den eine Lage unregelmäßig über ein⸗ ander geſchichteten Gerölles begrenzte. Ueber dieſem erhoben ſich zwei getrennte Felsmaſſen, gleich den Mauerreſten einer zerfallenen Burg, und ließen eine durch herabgerolltes Geſtein theilweiſe verſchüttete Oeffnung frei. Zwiſchen den Felswänden, ſo daß ſie den Fuß des Hügels überblicken und die Grenze des freien Raumes mit dem erſten Sprung erreichen konn⸗ ten, ſtanden die beiden Löwen, die unſeren Angriff zu erwarten ſchienen. Die Löwin hatte den Körper vor⸗ ſichtig durch das Geröll gedeckt und nur den Kopſ und die untere Hälfte der muskulöſen Vorderbeine entblößt. Der Löwe war mit vollem Leibe in die Oeffnung getreten und bot die breite, von der dunkel gefärbten Mähne bedeckte Bruſt; der Schweif peitſchte die Flanken, und die zurückgezogenen Lefzen zeigten das grimmige Gebiß.
Während des kurzen Haltes waren die Reiter aufgeſchloſſen und ſtanden jetzt ſo dicht gedrängt, daß ſie ſich gegenſeitig an der Flucht hindern mußten. Ich wollte Hamed auf das Gefährliche unſerer Lage aufmerkſam machen, als ich mich aber nach ihm um- ſah, bemerkte ich, daß er das Gewehr am Backen hatte und im Begriff war auf den Löwen zu feuern. Die Gewißheit, daß die Kugel ohne Wirkung, und daß der Schuß für beide Thiere das Signal zum Sprunge ſein werde, ſchoß mir blitzſchnell durch den Kopf. Ich riß die Büchſe in die Höhe und feuerte, faſt ohne zu zielen, auf die Löwin. Ein donnerartiges Gebrüll erſchütterte die Luft, mein Pferd ſtand ſenk⸗ recht auf den Hinterbeinen und flog mit einem Satze über den Abhang, ich verlor Sitz und Bügel und ſtürzte mit dem Kopf voran in den Sand.
Ueber mir erzitterten die Felſen von dem Wuth⸗


