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Oberhauſe Sitz und Stimme erhielt, und außerdem zum Feldmarſchall und Mitglied des Geheimrathes ernannte. Am 2. Mai 1816 fand die Vermählung ſtatt, die zu einer der glücklichſten Ehen führte, welche aber leider! nur von kurzer Dauer war, denn am 5. November 1817 wurde die Prinzeſſin Charlotte von einem todten Prinzen entbunden und nur wenige Stunden ſpäter entſchlief ſie ſelbſt zu einem beſſern Leben. Dieſer unerwartete Todesfall erſchütterte ganz Eng⸗ land und verſetzte den Prinzen Leopold in die tiefſte Trauer, der ſich aber durch ſeine ganze Haltung die Sympathie des engliſchen Volkes nur noch mehr gewann und durch ſein ganz zurückgezogenes Leben in Claremont, das ihm von dem Parla⸗ mente geſchenkt worden war, und wo er ſich mit ernſten Studien beſchäftigte und von ſeinem reichen Einkommien einen weiſen, edeln Gebrauch machte, ſich die Achtung desſelben für immer ſicherte.
Durch den Tod ſeiner Gemahlin war die Ausſicht für den Prinz Leopold verloren gegangen, als Gemahl der künf⸗ tigen Königin von Großbritannien und Irland in England eine wichtige politiſche Rolle zu ſpielen, aber er erwarb ſich um ſein Adoptivvaterland dadurch ein großes Verdienſt, daß er die Vermählung einer ſeiner Schweſtern mit dem Herzog von Kent vermittelte, die am 11. Juli 1818 ſtattfand, aus welcher Ehe die jetzige Königin Victoria entſproſſen iſt, auf deren Erziehung und ihre ſpätere Wahl des Prinzen Albert von Sachſen⸗Coburg⸗Gotha zum Gatten Prinz Leopold ſehr weſentlich eingewirkt hat. Uebrigens entſchädigte die Vor⸗
ſehung den Prinzen Leopold für den in ſeiner geliebten Ge⸗
mahlin erlittenen Verluſt, denn während er, wäre ſeine Gemahlin am Leben geblieben, in England nur die Rolle ſpielen konnte, welche 20 Jahr ſpäter ſeinem Neffen, dem Prinz⸗Gemahl, zufiel, wurde ihm die Ehre zu Theil, daß ihm perſönlich zwei Königskronen angeboten wurden, von denen er die erſte ablehnte, dagegen die zweite annahm, die er länger als 34 Jahre zur Ehre für ſich ſelbſt und zum Segen für Belgien getragen hat.
Als die Unabhängigkeit Griechenlands von der Türkei nach einem langen Kampfe und durch das Einſchreiten der drei Schutzmächte England, Frankreich und Rußland geſichert war, machten die Letztern dem Prinzen Leopold im Februar 1830 den officiellen Antrag, die Königskrone von Griechen⸗ land anzunehmen. Der Prinz erklärte ſeine Bereitwillig⸗
keit, doch nur unter der Bedingung, daß die Grenzen Grie⸗
chenlands ſo erweitert würden, daß es im Stande ſei, einen Angriff ſelbſt zurückzuſchlagen; daß dem neuen Staate die finanzielle Unterſtützung zu Theil werde, welche demſelben erforderlich ſei, um die ſtaatliche Ordnung wieder herzuſtellen; daß eine Beſatzung von Seiten der Schutzmächte für eine gewiſſe Zeit in Griechenland bleibe; und ſchließlich, daß ſeine Wahl den Griechen ſelbſt willkommen ſei. Auf den
abſchläglichen Beſcheid der Schutzmächte hinſichtlich ſeiner
Forderungen und die Ueberzeugung, daß ſeine Wahl zum Könige keineswegs der einſtimmige Wunſch des griechiſchen Volkes ſei, erklärte Prinz Leopold in einem vom 21. Mai 1830 aus London datirten Briefe den Schutzmächten, daß er unter dieſen Umſtänden die ihm gebotene Königskrone nicht annehmen könne, da die Umſtände ihm nicht erlaubten, ſie mit Ehre für ſich ſelbſt lund zum Vortheil für die Grie⸗ chen und die allgemeinen Intereſſen Europas zu tragen. Leopold bewies ſich dabei als ausgezeichneter Politiker und zog gleichzeitig durch ſeine Entſagung die Augen ganz Europas auf ſich. Die Belohnung dafür ſollte ihm nicht
Folge.
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tion in Paris ein, in deren Folge Ludwig Philipp den fran⸗ zöſiſchen Thron beſtieg, und dann im September desſelben Jahres die Revolution in Brüſſel, welche den König Wilhelm der Niederlande zwang, Belgien zu verlaſſen und ſich nach Holland zurückzuziehen. Als Belgien ſeine Unabhängigkeit hergeſtellt ſah und es ſich dann darum handelte, dieſelbe durch die Wahl eines paſſenden Monarchen zu ſichern, dachte man zunächſt an den Herzog von Nemours, auf den man aber auf den Wunſch Ludwig Philipp's, der Conflicte mit den übrigen europäiſchen Mächten zu vermeiden wünſchte, verzichtete. Nunmehr richteten ſich die Blicke des in Brüſſel verſammel⸗ ten Nationalcongreſſes auf den Prinzen Leopold, dem am 22. April 1831 durch eine aus vier Mitgliedern des National⸗ congreſſes beſtehende Deputation die erſten officiellen Eröff⸗ nungen deshalb gemacht wurden.
Leopold konnte das Anerbieten des Congreſſes nicht ohne Vorbehalt annehmen und die Antwort, welche er den Delegirten bei dieſer Gelegenheit ertheilte, gab denſelben eine ſehr hohe Idee von der Reife des Verſtandes und der Einſicht des Prinzen. Er ſagte:
„Damit meine Wahl möglich werde, muß ſie Ihrer Sache nützlich ſein, die Löſung der territorialen und finan⸗ ziellen Schwierigkeiten herbeiführen und Belgien und ſein König von Europa anerkannt werden. Ich könnte die Sou⸗ veränetät eines Staates nicht annehmen, deſſen Gebiet von allen Mächten beſtritten wird, denn ſobald das der Fall wäre, würde ich, ohne irgend einen Vortheil für Belgien, ſobald ich meinen Fuß auf deſſen Boden ſetzte, es mit der ganzen Welt in Feindſeligkeit verwickeln. Mein ganzer Ehrgeiz iſt, das Glück meiner Mitmenſchen zu begründen. Seit meiner Jugend habe ich mich in ſo ſonderbaren und ſo ſchwierigen Stellungen befunden, daß ich gelernt habe, die Macht nur von einem philoſophiſchen Geſichtspunkte aus zu betrachten; ich habe ſie mir blos gewünſcht, um Gutes zu thun und Gutes, das bleibt. Wenn gewiſſe politiſche Schwierigkeiten, welche ſich der Unabhängigkeit Griechenlands nach meiner Anſicht zu widerſetzen ſchienen, nicht aufgetaucht wären, ſo würde ich mich jetzt in jenem Lande befinden und dennoch verhehlte ich mir die Schwierigkeiten meiner Stellung durch⸗ aus nicht. Ich fühle, wie wünſchenswerth es für Belgien iſt, ein Staatsoberhaupt zu haben; ſelbſt der Friede Europas iſt dabei intereſſirt.“
Dieſe edeln Worte übten einen entſcheidenden Einfluß auf den Congreß aus und ſchon am 25. Mai ſtellten 95 Deputirte im Einverſtändniß mit dem Miniſterium den Antrag, ſofort den Prinzen zum König von Belgien zu wäh⸗ len. Am 4. Juni fand die Abſtimmung mit geſchriebenen Stimmzetteln ſtatt und von den 196 Deputirten hatten 152 dem Prinzen Leopold ihre Stimme gegeben.
Sofort wurde eine neue Deputation abgeſchickt, um dem Prinzen das Ergebniß der Wahl zu überbringen, und dieſer erklärte, in ſeinen Augen gebe es keine edlere und nütz⸗ lichere Aufgabe, als die, berufen zu ſein, die Unabhängigkeit einer Nation aufrecht zu halten und ihre Freiheiten zu befeſti⸗ gen. Es hänge jetzt von dem Congreß ab, die nothwendigen Maßregeln zu ergreifen, um den neuen Staat zu conſtitui⸗ ren, deſſen Wohlfahrt er dann aus allen Kräften zu befördern ſuchen würde.
Die Maßregel, um welche es ſich von Seiten des Con⸗ greſſes für Leopold handelte, war die Annahme des Vertrags der achtzehn Artikel, über welche der Prinz Leopold ſich ſelbſt mit Lord Palmerſton und den Vertretern der übrigen Mächte
entgehen, denn ein paar Monate ſpäter trat die Julirevolu⸗
verſtändigt hatte. Dieſer Punkt veranlaßte im Congreſſe


