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Waſſer beſchüttete, ſo wandelte ſich auch der Name Waſſervogel in den gemeineren Ausdruck Pfingſt⸗ lümmel, den man oft auch als Schimpfnamen hört. In Preußen heißt der Waſſervogel Pfingſtkamm oder Pfingſtmaier, und an einigen Orten Baierns wird er Pfingſtquack genannt.
In anderen Bezirken wird der lebendige Waſſer⸗ vogel durch eine Puppe erſetzt, ſo z. B. in Holzheim (Schwaben). Hier wird der Strohmann mit weißen Schmalzblumen und mit Waſſervogelblumen umſchlun⸗ gen, welche oft weit bergeholt werden müſſen und, wenn ſie gar nicht zu finden ſind, durch Erdweizen erſetzt werden. Dieſe mit Blumen geſchmückte Puppe nimmt ein Burſche vor ſich auf's Pferd, und der Zug derjenigen, die den Wettritt mitmachen wollen, ſchließt ſich ihm an. Vor jedem Hauſe wird ein Spruch geſagt, und wer bei dem Wettritt der Erſte war, gewann den Waſſervogel, den er dann ſeiner Schwe⸗ ſter, Braut oder Geliebten ſchenkte, welche man die Pfingſtbraut nannte. Der Waſſervogel wurde auf dem Giebel ihres Hauſes aufgeſtellt und blieb bis zu den nächſten Pfingſten dort. In der Altmark, beſon⸗ ders zu Seeben, nimmt das Ganze eine andere Wen⸗ dung. Hier wird die Puppe des Waſſervogels mit Feldblumen bekränzt, ſie bekommt eine aus Erlenholz geſchnitzte Tabakspfeife in den Mund und wird auf einer ſcheckigen Kuh befeſtigt, die man in's Dorf treibt, wo aber alle Häuſer verſchloſſen werden, und
jeder o von ſich fortjagt, bis endlich durch das viele
aufen der Kuh die Puppe herabfällt geht. Dem Waſſervogel will hier utritt vergönnen.
Im Frickthal werden zu Pfingſten Laubreiſer in pyramidaler Form um zwei Reifen geflochten. In dieſen Pfingſtkorb, an deſſen Spitze ein Blumenſtrauß ſteht, ſchlüpft ein Knabe, trägt ihn auf den Achſeln und geht, ganz von ihm verdeckt, in das Dorf, wohin ihn
drei andere Knaben begleiten, die auf ſogenannten
Pfingſthörnern blaſen, welche aus Weidenrinden ge⸗ wunden ſind. Nach dem Umzug im Dorf bekommen die Knaben ein Glas Wein und dann wird der Pfingſtkorb auf den Hauptbrunnen des Dorfes geſtellt, und von den übrigen Knaben des Ortes mit Sturm erobert.
Am Züricher See flochten die Knaben zu Pfing⸗ ſten, während ſie badeten, eine große Garbe aus Markbinſen, ſetzten derſelben einen gleichfalls aus Binſen geflochtenen Schwanenkopf und Schwanenhals an und zogen dieſen Pfingſtſchwan auf der Limmat bis zum Schützenplatz, wo ihnen ein Trank gereicht wurde. In Holland wurde noch in neueſter Zeit ein kleines Mädchen, die Pinxterbloem(Pfingſtblume), in
Vierte Folge. 59
einem Wägelchen ſitzend, von alten Weibern herum⸗ geführt, die um eine Gabe baten,— der letzte ärmliche Ueberreſt von dem einſtigen Feierzug der herrlichen Göttin Oſtera.
Der Frohnleichnamstag, Gottesleichnamstag, fällt ſtets an einem Donnerstag(Thorstag). Er wurde früher am Gründonnerstag gefeiert, man verlegte ihn aber im dreizehnten Jahrhundert nach Pfingſten, weil er vor dem Charfreitag nicht recht paſſend war. Der Umzug mit dem Leib des Herrn wird in allen katho⸗ liſchen Gemeinden mit großer Feierlichkeit abgehalten. Es werden vier Altäre errichtet, und Jung und Alt und überhaupt Jeder, der nicht krank iſt oder ein
unabweisliches Geſchäft hat, ſchließt ſich dem Zuge an und das ganze Dorf ſcheint mit einem Mal in einen Garten verwandelt. Vor jedem Hauſe ſind ſtattliche Baumzweige in Reihen aufgepflanzt; die Stra⸗ ßen, durch welche ſich der Zug bewegt, werden mit friſchem Gras beſtreut; die Mädchen und Knaben tragen Kränze, die Altäre ſind überreich mit Blumen geſchmückt. Es iſt vielleicht, beſonders für die Jugend, das freudigſte Feſt des ganzen Jahres und wird eben durch die Fülle von Laub und Blüthen zu einer wahr⸗ haft erhebenden Feier. Nur muß man das Frohn⸗ leichnamsfeſt nicht in Großſtädten ſehen; denn hier wird es zu prächtig, hier tritt der Aufwand zu ſehr in den Vordergrund, es ſtellt nicht mehr dar, wie Alles dem Einzigen huldigt, ſondern dient mehr zum Prunk der Maſſen. Ich ſah den Frohnleichnamszug zu Wien, ich ſah ihn zu München, zu Berlin an der katholiſchen Kirche, ich ſah ihn zu Rom, ich war ſelbſt bei der herrlichen Infiorato zu Genzano, aber nirgend fühlte ich mich ſo tief angeregt, als einſt in einem unſerer Gebirgsdörfer, wo man, weil die Leute arm waren und nicht viel Geld für Fahnen, Altarteppiche, Leuchter u. ſ. w. verwenden konnten, Wald und Flur im eigentlichen Sinne des Wortes geplündert hatte, wo jedes Haus, jedes Thor, jedes Fenſter mit Blumen⸗ gewinden geſchmückt war, wo ſich der wahrhaft an⸗ dächtige Zug ſchlängelnd unter uralten Linden gegen den Berg hinaufwand, von dem aus der Prieſter, unter zehnfach wiederhallenden Böllerſchüſſen, das ganze Thal ſegnete! Auch für den Nichtkatholiken liegt etwas Ergreifendes in dieſer ſchönen Feier, weil gewiſſermaßen die ganze Natur in ihr Bereich ge⸗ zogen iſt.
Wird mit den Palmbüſchen viel Aberglauben getrieben, ſo bleiben die Frohnleichnamskränze von allem Mißbrauch rein. Es geht nur die Sage, daß ſie wegen ihrer Heiligkeit allen Zauber vernichten. So war einſt der Knecht des Sternwirths zu Meran durch eine Hexe aus Rache in einen Müllereſel ver⸗


