Jahrgang 
01-26 (1866)
Seite
57
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(Fortſetzung folgt.)

Ein Winterbild.*)

Tiefer Schnee bedeckt die Straßen, Drin der Wind ſich toll gebehrdet An dem Fenſter ſteht die Dame

Bei den Blumen ungefährdet.

Träumend ſpielt ſie mit den Blüthen, Streift des Cactus Zackenblätter

Innen Frühling, draußen Winter Blickt ſie ſinnend in das Wetter.

Selten nur, mit raſchem Schritte Eilt ein Wandrer ſeine Wege Da erklingt es, wie wenn flüſternd Leiſe ſich's in Lüften rege.

Doch nicht in den Lüften klingt es 1 Flötenorgeltöne dringen

Unterm Fenſter aus dem Sturme Aufwärts wie auf Engelſchwingen.

nelodiſch, ſo harmoniſch die Töne ſie verlocken;

en ſchickt der trübe Himmel r in des Schneees Flocken.

Und der Dame an dem Fenſter Trüben ſich die blauen Augen, Thränenperlen fallen nieder, Die die Blumen lüſtern ſaugen.

Was in ihrem kleinen Herzen

Dieſe ſüßen Töne weckten

War's Erinn'rung, waren's Träume, Die aus ihrer Ruh' ſie ſchreckten?

Denkt ſie Deſſen, den die Ferne Ihrem Heiligthum entzogen Oder daß auf ſolchen Tönen

Einſt der Liebe Traum verflogen?

Innen Blumen, draußen Flocken, Die zum Herzenswinter paſſen Spielmann, hör's im Sturmestoſen: Dieſes Herz, es weint verlaſſen!

A. Ritter von Perger.

Folge. 57

Literariſche Briefe von Otto Banck.

Deutſche Pflanzenſagen. Geſammelt von Stuttgart und Oehringen, Verlag von Auguſt Schaber.

Wenn Sie aufmerkſam die vielen Volksgebräuche, die mannigfachen Züge des Aberglaubens, die theils noch im wirklichen Leben herrſchen, theils durch Sagen, Legenden und Märchen verwebt ſind, betrachten, ſo werden Sie immer mehr Spuren aus der alten Heiden⸗ zeit als Grundlage dieſer ſeltſamen Mythen antreffen. Je weiter die geſchichtlichen Forſchungen durch vor⸗ urtheilsfreie Männer fortgeſchritten ſind, je mehr zeigt ſich, daß die chriſtliche Zeitepoche ſich eigentlich als phantaſtiſche Erfinderin im Gemüthe des Volkes lange nicht ſo fruchtbar gezeigt hat, als wir früher immer glaubten. Der Katholicismus hat ſich hauptſächlich damit begnügt, die altgermaniſchen Ueberlieferungen, da wo er ſie brauchen konnte, zu ſeinen religiöſen Anſchauungen zu verwenden. Um dies in's Werk zu ſetzen, hat man keine Mühe geſcheut und ſich vielfach den Gewohnheiten des Heidenthums accommodirt.

Wad ſich zu dieſem Zweck nicht eignete, wurde ſoviel wie möglich ansgerottet, und zwar mit deſto größerem Eifer, wenn es noch zu lebhaft an die nor⸗ diſche Urreligion ünd deren Natur⸗ und Priſtercultus erinnerte. Auf dieſe Weiſe ſind uns die meiſten alten Druidenchöre und Lieder zu Ehren des Wodan, der Freya, des Baldur, des Thor und der Oſtera ver⸗ nichtet worden. Dies wird durch die Thatſache nicht in Abrede geſtellt, daß gerade einige Fragmente ſolcher Lieder, welche wir noch beſitzen, uns in Klöſtern auf⸗ bewahrt ſind. Es gab zu jeder Zeit geſchichtsver⸗ ehrende Geiſter, die der Wiſſenſchaft einen ſolchen Segen ſtifteten; die meiſten Mönche gingen aber ganz getreu ihrem damals ehrenwerthen Fanatismus auf die Annullirung vermeintlich unheiliger Erinnerun⸗ gen aus.

Neben dieſen prieſterlichen Culturbemühungen, die uns in der Geſchichte manches Lichte dunkel ge⸗ macht haben, erſtarb auch endlich im Volke ſelbſt das Gedächtniß für das Weſen der alten Vorzeit. Doch dies Alles konnte nicht hindern, daß viele Einzeln⸗ heiten bis in die Gegenwart hinübergenommen wurden wenn auch das Volk ſelbſt häufig nicht mehr die Be⸗ deutung dieſer Alterthümlichkeiten kannte. Es iſt hierbei ein beſonderes pſychologiſches Geſetz thätigt die Erinnerung für das formelle äußere Gewand einer Sage, eines Gebrauches erhält ſich näm⸗⸗ lich in der Menſchheit bei weitem länger, als die

*) Aus: Gedichte von Karl Stelter. Leipzig, Verlag von

Carl Cnobloch.

Kenntniß des Sinnes und der inneren Bedeutung einer Sache. Dieſe Erſcheinung iſt's ja eben, welche