————————
——
——
24
*) Aus: Faſtenrath.
Novellen⸗Zeitung.
Die drei Werber.*)
Iſabella's Hand begehret
Don Guercho von Neapel
Und der Großherzog von Mailand Und von Aragon Fernando.
Die Infantin ſpricht zu ihrem Maler:„Geh', in welcher Lage Du die drei Bewerber findeſt, Alſo magſt Du ſie mir malen!“
Und zuerſt iſt da der Maler Nach Neapels Hof gegangen, Hat den König angetroffen
In der Tänzerinnen Schwarme.
Mit den ſchönen Dirnen ſcherzend, Mit den Poſſenreißern lachend— Alſo, wie er ihn gefunden, Hat den König er gemalet.
Aber dann geht er nach Mailand Und den Herzog von der Tafel Sieht er trunken niederſinken, Noch die Hand an ſeinem Glaſe.
Mit dem Bilde dieſes Herzogs
Kehrt der Maler drauf nach Spanien,
Und in Fraga angetroffen Hat er Aragon's Infanten.
Dieſer aber ſtand gerüſtet,
Don Fernando ſtand in Waffen In dem Kreiſe ſeiner Granden, Und es brachen alle Lanzen.
Und der Maler conterfeit ihn Hell in ritterlichem Glanze.— Der Infantin drauf die Bilder Reicht er ihrer Candidaten.
Das des Königs von Neapel Wirft hinweg ſie mit Verachtung: „König unter ſolchen Buhlen Wird mir nimmermehr gefallen!
Aber Mailands Herzog, tiefer
Iſt geſunken Deine Wage,
Theilen will ich Deine Liebe
Mit der Liebe nicht zum Bacchus!“
Ein Spaniſcher Romanzenſtrauß von Dr. Johann Leipzig 1866, Verlag von Eduard Heinrich Mayer.
Der Prinzeſſin Augen endlich Sind auf Aragon gefallen,
Und alsbald hat ſie gerufen: „Dieſen will ich zum Gemahle!“
Literariſche Briefe von Otto Banck.
Eine Fahrt durch's Lahnthal. gang Müller von Königswinter. Kreidel's Verlag.
In Wolfgang Müller von Königswinter, der ſich als Romanſchriftſteller durch einen angenehmen, roman⸗ tiſchen Anflug bei culturhiſtoriſcher und literariſcher Anlehnung viele Freunde erworben hat, finden Sie hier auch einen ſehr gewandten Touriſten. Ich möchte dies Wort gebrauchen, denn die üble Beimiſchung eu Flüchtigkeit, die es in der Regel hat, braucht es
in der That nicht immer zu haben, indem es ebenſo gut auch möglich iſt, den Touriſtenſchilderungen eine ſolidere und dabei doch nicht ungefällige Grundlage zu geben.
V Eine ſolche findet ſich hier, denn indem der Ver⸗ faſſer mit empfänglichem Gemüth an den Ufern der Lahn dahinwandert, in ihren Dörfern und Städtchen verweilt, ihre Nebenthäler betritt und ihre Schlöſſer, Burgen und Ruinen betrachtet, die oft von den pittoresken Hügeln in die Wiege des grünen Grundes niederſchauen, ſucht er alle wiſſenswürdigen Einzeln⸗ heiten zuſammen zu tragen und wird durch ſeine An⸗ V ſchauungen recht ſehr von den allerliebſten Illuſtrationen, V Vignetten und Anſichten unterſtützt, die F. C. Klimſch f in leichter Weiſe ſkizzirt und nach der Natur gezeichnet bat.. Es werden bei dieſer Tour vielfach hiſtoriſch intereſſante Punkte berührt, unter denen ſich 3. B. Limburg und Marburg auszeichnen; nicht minder aber
Von Wolf⸗
Fachingen und Ems von Iutereſſe.
In literarhiſtoriſcher Beziehung wird den Freund unſerer Poeſie ganz beſonders Wetzlar anziehen. Nur wenige Leſer werden wiſſen, daß die Gegend um dieſen durch Goethe ſo altberühmt gewordenen Ort eine ſo zauberhaft reizende iſt. Schon Goethe läßt ſeinen Werther ſie loben und preiſt ſie ſelbſt in ſeinen Briefen an die Freunde und in ſeiner Autobiographie.
Es ſcheint dieſe gute Meinung in der That nicht blos ein von jugendlicher Rückexinnerung beſtochenes Ur⸗ theil zu ſein, denn der Verfaſſer wird nicht müde, die Naturumgebungen vonf Wepiar in näheren und
Wiesbaden,
ſind für den geſelligen Verkehr manche Bäder wie
dieſelbe Amtman Per tii Raum, einem? waltige 9
fürlich Sinn, und! Wand Tönen fächern und L veralte ſchleich ja ein Juge geleu welch Und
gewa aus
wach der


