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Von Volf⸗ Wiesbade, winter der ſich ge ehmen, roman⸗ - — lterariſcher * finden Sie n. Ich mochte 4 e Leimiſchung „A braucht es ndm es ebenſo wailderungen eine ffällige Guundlage
an indem der Ver⸗ Non 7 en Ufern der In“
i Städtchen
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re Schlöſſer,
t von den grünen Grundes kirdigen Einzeln⸗ d durch ſeine An⸗ te Illuſtrationen, di F. C. Klimſch Natur gezeichnet
vielfach hiſtoriſch enen ſich z. B. eicht minder aber uche Bäder wie
äird den Freund anziehen. Nur ie Gegend um ewordenen Ort on Goethe läßt ſelbſt in ſeinen gutobiograpbie⸗ That nicht bos beſtochenes Ur⸗ d nict müde, 1 näheren und
Vierte Folge. 25⁵5
weiteren Kreiſen als herrliche, echt deutſche Gauen Da ſcholl es heraus:„Hier 1 kein Ort für Ritter und
u ſchildern; er erzählt daneben auch von den ge⸗—. für Reiterl
wunnien Dertn ietten der Stadt und von dem Dies Gotteshaus iſt den Vunaſenuunennenerrn
noch vorhandenen, mit den altmodiſchen Möbeln aus⸗ V Daußf tönt es auſe Neur d zelaff
geſchmuͤckten Zimmer Lotte's. Das betreffende Haus Drauf tönt es auf's Neu: Lde innftnh drum öffnet
liegt in der Schmiedegaſſe und in dieſem alten Gebäude, V Es blutet ſich ſonſt der König zu Tod, ihr ſollt ihm die
ſagt Müller, das jetzt eine Schule enthält und wohl Wunden ſtillen!“
ſein früheres Ausſehen bewahrt hat, ſpielt auch die Zur ſelben Zeit da kam aus dem Wald ein flüchtiger Haufen
Scene, in welcher Werther das reizende Mädchen im gezogen, 3
Kreiſe ſeiner Geſchwiſter, denen es Brod ſchneidet, Sie machten an dem Kloſter Halt, vor des Thores dunkelem
zum erſten Male erblickt, und die Kaulbach uns freilich Bogen.
etwas kokett, aber doch reizend genug geſchildert hat. V Die Fackeln warfen düſtere Gluth auf eine Bahre aus Neuerdings hat man hier ein Lotte-Zimmer ein⸗ Zweigen,
gerichtet. Ich fand daſſelbe auf dem erſten Stocke V Drauf lag ein Krieger im ehen Vlut⸗ wohl hörte man
3— fzer ſteigen.
in dem Seitenbau des Deutſchherrenhauſes. Es iſt. ⸗
dieſelbe Stube, wo weiland die reizende Tochter des Herr Adolf von Naſſau uin der Wibin, der König vom
Amtmanns Buff den ſchönen jungen Goethe empfing. Der eine klaffende Wunde radann durch des Straßburger
Wer tritt nicht mit einem leiſen Schauer in dieſen Biſchofs Streiche.
Raum, wo ſich gewiſſermaßen die erſten Fäden zu Und als die Nonnen den Helden ſah'n, da öffneten ſie die
einem Romane angeſponnen haben, der eine ſo ge⸗ Thüren:
waltige Wirkung auf das deutſche Volk hervorbrachte? Den armen Leidenden zu empfahn, der Chriſtenpflicht will „Angedenken du verklungener Freude!“ Unwill⸗ es gebühren.
kürlich kommen uns dieſe Worte des Dichters in den Bald lag der König im trauten Gemach, er lag im weichen
Sinn, wenn wir die altfränkiſchen Möbel, das Sofa Bette,
und die Stühle, den anendän der Conſole, die Und weibliche Sorge ſihaſſte wa um ſeine freundliche
Wandleuchter, das alte Klavierchen mit ſeinen dünnen V nngin ſicß de Wäkterm did de Phcrr befele
Tönen⸗und die Kommode gewahren. In den Schub⸗ Sie hat mit innigem, ſeligem Sinn die trübe Krankheit
fächern der letzteren befinden ſich einige Stickereien erhellet. und Schriften von Lotte's Hand. Wie klein wie.
. 4 5 Sie legte il das L Dank, Arz veraltet, wie vergilbt iſt das Alles! Und doch be. Wgre ihm weich da Knan zn ahat ſie wußte Arzneien ſchleicht uns eine tiefe Rührung. Dieſe Dinge waren Sie gab die Speiſe, ſie reichte den Trank, den ſiechen Mann ja einſt glänzend, luſtig hübſch, durch eine herrliche zu erfriſchen.
Jugend geheiligt. Welche ſchönen Augen haben hier V Sie ſang ihm in's Ohr manch' ſüßes Lied, erzählte ihm helle geleuchtet, welche hellen Stimmen haben hier gelacht, Sagen;
welche ſtürmiſchen Herzen haben hier gepocht!— V Um den ſchönen König nimmer müd, hat ſie alle Mühen Und Alles, Alles dahin! ertragen.
Mehrere Male zeigt ſich der Verfaſſer auch als Und als die tiefe Wunde geheilt, da war eine neue im Herzen.
gewandter lyriſcher Dichter, der den alten Balladenton Einſt kam ſie Nächtens zu ihm geeilt, ſie kam voll Aengſten
aus der Uhland'ſchen Pihin ücen Fun nicder und Schmerzen.
zuruf ſo z. B. auch bei der Gelegenheit S. wadänafew indede 5 it dnh lbach weenn eehen V„Mein König, mein König, nun mache Dich auf, Dich hat der Ruine olfseck unwei Schwalbach, einem hten der Biſchof erkundet; ſagenhaft romantiſchen Wallfahrtsort für liebende Schon naht er dem Kloſter in kühnem Lauf, Dich tödtet nun, Pärchen, die gewiß auch oft bei Kaffee und Kuchen der Dich verwundet!“ hier ihrer inneren Miſſion nachkommen werden. Denn Sie ziehet ihn durch den langen Gang, ſie führet ihn leis „ein guter Menſch in ſeinem dunkeln Drange iſt ſich V durch den Garten,
Sie öffnet das Pförtchen und lauſchet bang, ob nicht die
des rechten Weges wohl bewußt.“ 4 3 Feinde ſchon warten.
Ich kann mich nicht enthalten, die hierher gehörige Ballade über den Kaiſer Adolf von Naſſau zum Schluſſe Bald ſind ſie am tief hinrauſchenden Rhein. Sie zeigt ihm das Boot an der Fähre—
mitzutheilen. 3— „ 1„Leb wohl!“— Sie wendet ſich ſeu end heim, auf da „Macht auf, macht auf das Kloſterthor! ſo rufen die 1 it ſihe Klöſter kehre j aß Lanzenknechte; Sie brechen aus dem Walde hervor, ſie flohen aus dem Da preßt ſie der König heiß an die Bruſt— ſie ſind in Gefechte. 1 Küſſen verloren,—


