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wir jenesmal glaubten, vorüber war, erzitterte die alte Mutter noch immer, und jetzt erſt hörten wir den unterirdiſchen Donner, wohl weil der Lärmen der fallenden Felſen und gebrochenen Bäume uns dies früher unmöglich gemacht.
Chola zitterte heftig.
„Hörſt Du,“ ſagte ſie,„wie der böſe Feind unter unſern Füßen tobt? Gott hat ihm Macht über uns gegeben unſrer Sünden halber.“
„Chola,“ verſetzte ich,„beruhige Dich, Gott ſei Dank iſt das Schlimmſte jetzt überſtanden.“
„Ich hoffe, ich hoffe es,“ rief ſie,„aber obgleich ich ſchon viele Erdſtöße erlebt, und von ſtärkeren Erdbeben mancherlei habe erzählen hören, ſo habe ich doch nie von einem Erdſtoße gehört, der ſo heftig wie dieſer.“
Bis wir Renca erreichten, l tten noch zwei ziem— lich ſtarke Stöße ſtattgefunden id eigentlich konnte man nicht ſagen, daß nur einige Minuten lang eine voll⸗ ſtändige Ruhe eingetreten wäre, denn die Erde erbebte fortwährend zwiſchen dieſen ſtarken und heftigen Er⸗ ſchütterungen, wenn auch bisweilen nur leiſ und wenig fühlbar.
Dabei regte ſich nicht der gelindeſte Lufthauch, am Himmel ſtreckte der Mond mit großer Unbefangen⸗ heit ſeine beiden Hörner aus, und die goldenen Augen Gottes blickten wie vorher, funkelnd und blitzend auf
die Erde, ohne Zweifel Acht gebend, daß der Böſe
die ihm gegebene Erlaubniß nicht überſchreite.
Chola flüſterte leiſe Gebete, mit mir aber ſprach ſie kaum ein Wort; als wir uns aber Renca näherten, ſahen wir in einiger Entfernung Feuerſchein und hörten ein Geräuſch, wie das von vielen Stimmen. Chola zitterte heftig.
„Das ſind böſe Geiſter,“ rief ſie entſetzt und dann führte ſie mich auf Umwegen zum Dorfe.
Wir fanden dort wenigſtens die Hälfte der Häu⸗ ſer eingefallen, Leichen und Verwundete auf de
Straßen liegen, und halb von Trümmern verſchüttet, g
aber von den übrigen Bewohnern war nichts zu ſehen, und ohne Zweifel waren ſie geflohen.
Das Haus, in welchem Chola Bekannte und Unterkunft geſucht hatte, war ein Schutthaufen, und während wir durch das Dorf liefen, ſtürzte in näch— ſter Nähe von uns abermals ein Haus zuſammen, und das zwar nur durch eine leiſe Erſchütterung, ohne Zweifel weil durch einen vorhergegangenen ſtärkeren Erd⸗ ſtoß ſeine Grundveſten ſchon vollſtändig gelockert waren.
„Hier iſt nicht gut ſein,“ ſagte ich zu meiner Begleiterin,„laß uns in's Freie eilen, denn zuver⸗ läſſig haben die Bewohner dieſer geſtürzten Häuſer ein Gleiches gethan.“
Lolge. 23
Sie befolgte meinen Rath, denn ſo energiſch ſie ſich früͤher bewieſen hatte, ſo furchtſam war ſie nun geworden. Aber ſchon von früheſter Jugend an hat jeder Chilene von den furchtbaren Kataſtrophen gehört, welche von Zeit zu Zeit ſein Vaterland heimgeſucht baben, und obgleich er mit glücklichem Leichtſinn lange Zeit auf dieſem unter ſeinen Füßen gährenden Boden ſich des Lebens freut, ſo ſieht er doch, ſobald die Erde nur leiſe erzittert, mit ſeinem geiſtigen Auge ſogleich alle Schreckniſſe vor ſich, von denen er früher vernommen. Was Wunder, daß er in Entſetzen geräth, wenn ſein leibliches Auge dieſe Schreckniſſe in Wirk⸗ lichkeit erblickt!
Sie folgte mir auch willenlos, als ich jetzt den Weg nach jenen Feuern einſchlug, die wir ſchon vor⸗ her bemerkt hatten, und vor welchen ſie Furcht empfand.
Wir fanden dort, wie ich vermuthet hatte, nicht
allein die flüchtigen Bewohner Renca's, ſondern auch 1 2
jene von Santjago,
aber den Anblick, der ſich uns
dort darbot, werde ich niemals vergeſſen.
Erde,
Es war ein Haufe von vielen tauſenden von Menſchen, welche ſich jammernd, wehklagend und händeringend durcheinander drängten, und rufend nach ihren Lieben ſuchten oder deren Verluſt bewein⸗ ten. Einzelne Verwundete lagen dazwiſchen auf der denen wohl eine leichtere Verwundung die Flucht mit den Andern erlaubt hgttegwiſchen ihnen Sterbende, welche befreun 6ande aus der zu⸗ ſammenſtürzenden Stagekragen hatten. Mitten unter dieſem wogenden und jammernden Menſchen⸗ knäuel riefen Kinder nach ihren Müttern, Söhne nach ihren greiſen Vätern, und wieder verzweifelnde Mütter nach ihren Kindern, und nie wird das Bild einer jungen Frau aus meinem Gedächtniſſe entſchwinden, welche, die Leiche eines Säuglings auf dem Arme, unter herzzerreißenden Klagen nach ihrem kleinen Söhnchen rief.
War das Kind erſt durch die Kataſtrophe ge⸗ tödtet worden, war es ſchon vorher geſtorben, ich wußte das nicht, aber nichts war rührender als die Sorge des jungen Weibes Le Kind, während ſie ſich gleichzeitig t ent clleßen konnte die Leiche ihres kleinen Lieblings von ſich zu laſſen.
Zu dieſem Herzenskummer geſellte ſich die Sorge um Hab und Gut, das man ſchutzlos in der Stadt zurück gelaſſen hatte, um Haus und Geräthe, welches vielleicht zerſchmettert und in Trümmern lag, um Geld und Koſtbarkeiten, die verſchüttet oder räube⸗ riſchen Händen preisgegeben waren.
(Schluß folgt.)


