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4 Novellen⸗SJeitung.
einem zweiten Sohne Abraham's, der Heinrich hieß, und ein wundervolles Stammbuch von deſſen Bruder Adrian, der in Salzburg im Zweikampfe fiel.
Nicht mit Unrecht aber ſchätzte er Cornelius, den vierten Sohn Abraham Bloemaert's, am höchſten, und die Wände ſeiner Stube waren mit deſſen beſten Werken bedeckt. Als Kind betrachtete ich täglich dieſe Kupferſtiche, als Knabe ſchon copirte ich dieſelben, und noch lebhaft ſteht die Freude, ja das Entzücken meines Vaters vor mir, als ich ihm meine erſte Copie eines ſolchen Blattes, Moſes als Kind wird aus dem Nil gezogen⸗, Compoſition und Stich von Cornelius, vorzeigte.
War es unter ſolchen Umſtänden zu verwundern, daß ich ſelbſt kein anderes Ziel vor Augen hatte, als
Bier traf, das ich mir trefflich munden ließ/ da zuch gute Geſellſchaft nicht fehlte. Ganz beſonders gu unterhielt ich mich mit drei jungen Leuten, welche mir endlich geſtanden, daß ſie Seeleute wären, und beſchloſſen hätten, ſich einen vergnügten Abend zu machen, wesbalb ſie ihre Seemannstracht mit der
einer gewöhnlichen Landratte vertauſcht, da Matroſen
nicht allenthalben beſonders freundlich angeſehen wül⸗ den. Sie ſelbſt ſchienen ebenfalls wenig erbaut vom Leben am Bord, und verſicherten mir, daß ſie, ſobald ihre Dienſtzeit abgelaufen, ſich eine andere Beſchäͤf⸗ tigung ſuchen würden. Als endlich die Nacht herein⸗ gebrochen war, und ich gehn wollte, baten ſie mich nac ein wenig zu verweilen, und verſprachen mich dann nach Hauſe zu begleiten, da ihnen mein Gaſt⸗
mein Vorbild zu erreichen und wo möglich zu über⸗ hof genau bekannt ſei.
treffen?
Für meine Ausbildung that mein Vater, was in ſeinen Kräften ſtand, ja faſt noch mehr. Meine Mutter war ſchon während meiner frühen Jugend geſtorben, ich war ſein einziges Kind und, indem er mein Talent bei weitem überſchätzte, ſagte er:
„Ich brauche Dir kein Geld zu hinterlaſſen, denn Du wirſt eine künſtleriſche Erziehung erhalten, welche den Geldbeutel aller Kunſtfreunde zu dem Deinigen machen wird, und in dem Augenblicke, in welchem Du den großen Cornelius, meinen Urahnen, übertroffen haben wirſt, biſt Du der erſte Künſtler der ganzen cultivirten Welt.⸗
In Folge dieſer Anſichten und Hoffnungen ließ mich mein Vater, als ich zwanzig und etliche Jahre alt war, reiſen. Ich ging zuerſt nach Deutſchland, dann nach Paris, wohin mich die Manie der ſoge⸗ nannten ⸗Schönſtecher» zog, und endlich nach England, um dort die ⸗Schwarzkunſt⸗ zu ſtudiren, oder die Arbeit in Mezzotinto, welche damals in England in höchſter Blüthe ſtand.
Ohne Zweifel haben meine Kupferſtecher⸗Ge⸗ ſchichten Sie gründlich gelangweilt, ich gebe Ihnen aber den Troſt, daß ich nun mit denſelben zu Ende, denn ich bekam in dem vortrefflichen, luſtigen, grü⸗ nen Altengland kein einziges Mezzotinto⸗Blatt zu ſehen, und auch keinen andern Kupferſtich, und verweilte
auf der angenehmen Halbinſel überhaupt nur äußerſt
eit. is kam folgendergeſtalt.
Th war des Nachmittags in London angekommen und in einem beſcheidenen Gaſthofe abgeſtiegen, den ich indeſſen bald wieder verließ, um mich in der Welt⸗ ſtadt ein wenig umzuſehen. Gegen Abend trat ich in eine Schenke, welche ein äußerſt anſtändiges Ausſehen hatte, und in welcher ich ein ausgezeichnetes Porter⸗
Ich ließ mich bereden, und erwachte am andern
Tage durch einen Rippenſtoß, welchen mir der Unter⸗ ſteuermann des Kriegsſchiffes Herkules beigebracht hatte, indem er die Eröffnung hinzufügte, daß, nun ich mich im Dienſte Sr. Majeſtät befände, längeres Faullenzen unſtatthaft ſei.
Trotz meiner furchtbaren Kopfſchmerzen begriff ich ſofort meine Lage, und es iſt überflüſſigIhnen mein Entſetzen zu ſchildern, und ebenſo zu ſagen, daß alle meine Bitten und Einſprüche vollkommen frucht⸗ los waren, ja gar nicht gehört wurden, indem Sr. Majeſtät Fregatte, der Herkules, bereits im Begriff ſtand die Anke lichten und in See zu gehn.
Ich war gepreßt worden, und das zwar auf die ſanfteſte Art von der Welt, während es ſonſt bei ähnlichen Gelegenheiten häufig blutige Köpfe ſetzt.
Neine drei Freunde erzählten mir aber vollkommen unbefangen, daß, nachdem ich durch den ungewohnten Genuß des Porters vollſtändig bewußtlos geworden ſei, ſie mich aus der Schenke geführt und dann an Bord gebracht hätten.
Die drei Hallunken ſchienen es als eine ganz,
gewöhnliche Sache oder als einen Scherz zu betrach⸗ ten, und ihre Anſicht vom Seeleben hatte ſich merk⸗ würdig verändert, denn ſie prieſen jetzt ihren Stand als den erſten der Welt. . Wenn ich an den Kummer meines alten Vaters über mein plötzliches Verſchwinden dachte, gerieth ich freilich in Verzweiflung, endlich aber tröſtete ich mich mit dem Gedanken, ihm vom erſten Hafen aus Nach⸗ richt zukommen zu laſſen, und dann— mußte ich mich wohl oder übel in das Unverneidliche fügen, oder über Bord gehen. 1
Ich beſchloß das erſte zu thun.
Die Schisffkoſt war gut, Püffe und
d Prül zahl⸗
reich, und indem ich durch die erſte bei
Kräftenlieb,
deren ebenfalle ſagen, wie ich! 1 Ich fand“ Watet zu ſce ih ſpäter erd erhielt; endiſn geit, das Leben⸗ beſchloß, bei eiſte bin zu entflie Bereits zwel Nu—
der Welt uml
dem dritten S biff Mannſchaften gegeben worden, ader ein ganz tüchtt deſto wenigen ſtets verhöhnt.
Man wußte, durch mich ſelbſt und deßhalb na ſchmierer oder Lat einen unpraktiſche nen Menſchen bed
Von der Erd wünſchten Waſſer Nichts geſeben, d einem Hafen angel ſelten auf mehr Zeit geſtattet keine
Ich beſchloß d deſſen Küſte wir Fauſt zu beſuchen Cameraden zu ganz ſo unpraktiſch
Es war das i ie Raßolglion in ſüͤhere iſche ſtauünden hatte Zuſtade der Gahn war 8s udc umſchwärnen.
Albiom Sn


