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„an welchen prangte, wäh⸗ lei Fruͤchten und derbergte, welche etroffen werden: Idere Kinder der , deshalb aber in Deutſchland
ordenen B ordenen Blumen
hübſch, da die überwiegende Mehrzahl der Chileninnen in jüngeren Jahren dieſe angenehme Eigenſchaft beſitzt.
Neben anderen liebenswürdigen Eigenſchaften hatte der Sennor Campa auch die, mein ſehr mittelmäßiges Spaniſch ganz trefflich zu verſtehen, eines Tages aber ereignete ſich ein ganz beſonderer Vorfall.
Ich hatte eines Tages, als ich wieder dort ein⸗ gekehrt war, plötzlich Gelüſte bekommen, in Oel ein⸗ gemachte Oliven zu eſſen, woran ich früher niemals gedacht hatte, was mir aber jenesmal, Gott weiß warum, ganz beſonders ſüdlich und angemeſſen erſchien; als ich aber die erſten dieſer Früchte verkoſtete, ſagte ich unwillkürlich und in deutſcher Sprache:
„Pfui Teufel! welch ein abſcheuliches Zeug, das mag der Henker eſſen!“
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verehrter Leſe der Sennor Campa, und ſagte ebenfalls in deutſcher Sprache:
„Das hätte ich Ihnen gleich ſagen
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ehen, die ihm au Sie waren ja ganz verpicht auf die Dinger!“
1„Je, ſind Sie denn ein Deutſcher?“ rief ich ßt er ſein vi erſtaunt. intertheil faſt d Er ſchüttelte das Haupt. Glas Wein gäbez„Ich bin ein Holländer,“ ſagte er dann,„aber Sattel teig ich war einige Zeit in
Ihrer Mutterſprache ſo ziemlich mächtig geworden, was übrigens meinen Landsleuten nicht immer ſo leicht erſcheint, als man glauben ſollte.
ſelben Haſt weite
—
kau eine 4 6 aber Sit„Iſt es unbeſcheiden, wenn ich frage, wie Sie eite hierher und dazu gekommen ſind, hier eine Fonda nmer GCl zu halten?“ „Bewahre,“ verſetzte er,„nicht im Mindeſten, c ni denn obgleich man mich gejagt hat wie ein wildes ed nit eiwas m Thier des Waldes, ſo habe ich doch durchaus Nichts 105 verbrochen, für mich aber iſt jetzt nicht die geringſte athlicht wie Gefahr mehr vorhanden, wenn auch die ganze Welt — die Geti. meine Schickſale erfährt. Wiſſen Sie was, Santjago läuft Ihnen nicht davon. Bleiben Sie heute hier, eiſt allein ich erzähle Ihnen die ganze Geſchichte.“
Da Niemand zweifeln wird, daß ich einwilligte (denn wie ſollte ſonſt die ganze folgende merkwürdige Erzählung herbeigeſchafft werden), ſo laſſe ich den
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bald meine Gero. 8 8 bitte nur den freundlichen Leſer, ſich mit unzweifel⸗
hafter Geſchicklichkeit den Platz vor der Fonda, an
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hulich plaudere⸗ G 3 1 dr Fond, hmara der 35 welchem die Erzählung ſtattfand, möglichſt reizend
. ubörte Es wh und gemüthlich auszumalen, wozu ich ihm folgende
n zht wef von Motive an die Hand zu geben erlaube:
nicht wen
„von 2 Mondſtrahlen, welche mit den Blumen des Gartens tändel⸗ Jengierig durch das Laubdach des Vorſprungs hereinblicken und endlich die Ebene von Santjago
haly in ein myſtiſches Licht hüllen, zitternd, ver⸗
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ſchwommen, flüſſigem, wallendem Silber ähnlich, bald
wunderbarer Klarheit zeigen.
Zu meiner großen Ueberraſchung aber lächelte
können, aber„
Deutſchland und bin dort führte ich nicht eben Ihrer Seite zu ſitzen.
dei Welt, hatte eine ganz beſondere Vorliebe für d
noch übertreffen ſolle. V Es war nicht ſchwer, dieſen Gedanken auch in
lung von Werken der Familie Bloemaert, Handzeich⸗
Sennor Campa ſogleich ſeine Geſchichte beginnen und
Folge..
wieder, eben je nachdem, uns Ebene und Stadt in
Dann die Cuesta de Prado, in der Ferne einem dunklen Nebelſtreifen ähnlich, die Gegend ſchließend, neben oder hinter uns aber die Vorberge der hohen Cordillera, geeinigt durch die Dunkelheit mit der erhabenen Bergeskönigin ſelbſt, welche, einer rieſigen Mauer gleich, faſt grauenerregend zum tief dunkel⸗ blauen Nachthimmel anſteigt, an dieſem aber die blitzenden Fixſterne des Südens, unbeſiegt von den Strahlen des Mondes und die ihrigen auf die Erde ſendend, Boten aus der Unendlichkeit, Zeugen der Ewigkeit, mahnend an eine allgewaltige Größe, die nur zu ahnen, nicht zu faſſen. 3
„Ich heiße eigentlich oder hieß wenigſtens früher Cornelius Bloemaert,“ ſagte der Sennor Campa, nachdem er für Wein und Imbiß Sorge getragen, und bin, wie Sie wiſſen, ein Holländer.“
„Ah,“ rief ich,„da haben Sie ja den Namen eines ganz ausgezeichneten Kupferſtechers, der eben⸗ falls ein Landsmann von Ihnen war.“
„Ja,“ verſetzte der Sennor Campa, denn wir wollen dieſen Namen für ihn beibehalten,„ja, und dieſen berühmten Namen, fo hätte ich wahrſcheinlich nicht das Vergnügen, hier an Das ging aber ſo zu. Menſch von
Mein Vater, ſonſt der verſtändigſte
ieſen Cornelius, von welchem er abzuſtammen be⸗ hauptete, er gab mir daher dieſen Namen, und als ich heranwuchs und zufällig einiges Talent für die Zeichenkunſt entwickelte, ſetzte er ſich in den Kopf, daß ich ein zweiter Cornelius werden oder den erſten
meinem jugendlichen Gehirn Wurzel faſſen zu laſſen. Mein Vater hatte eine äußerſt vollſtändige Samm⸗
nungen, Bauriſſe und Statuetten von Cornelius' Großvater, der Baumeiſter und Bildhauer war, dann einige Oelgemälde von deſſen Sohne Abraham, und eben ſo faſt alle Radirungen dieſes Meiſters, ſeine Kupferſtiche und, was mich zu jener Zeit am meiſten anſprach, deſſen Blätter in Helldunkel, und orden e 3 heute noch ⸗Moſes und Aarons, ein prachtvollſeuß 3 in Folio, vor mir, die verſchleierte Fraus neden meſano, und den Elephanten⸗, welche Blätter Abraham Bloemaert in dieſer Manier ausgeführt hat.
Endlich beſaß er die Kupferſtiche von deſſen Sohn Friedrich in einer Suite von hundert und fünf Blättern, 15 und deſſen großes Zeichenbuch, einige Oelgemälde von


