Jahrgang 
27-52 (1864)
Seite
831
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Varennes umringt ſah und überzeugt war, daß Niemand an ſeiner Identität zweifle, warf ſich in ſeine Arme und rief: Jal ich bin Euer König, den in der Hauptſtadt Dolche und Bajonnete bedrohten, ich ſuche in der Provinz in der Mitte meiner getreuen Unterthanen die Freiheit und den Frieden, deſſen Ihr Euch Alle erfreuet. Ich kann nicht in Paris blei⸗ ben, ohne dort mit meiner Familie zu ſterben. Nach dieſen Worten trat ein Augenblick der Unſchlüſſigkeit ein, aber, heißt es in dem Protokoll,die Commune beharrte in ihrem Beſchluß und ihrem Muthe, den König zurückzuhalten.

Unterdeſſen waren die unter dem Commando der Her⸗ ren v. Damas und von Goguelat ſtehenden Huſaren ange⸗ kommen und flößten der Municipalität von Varennes leb⸗ hafte Berſorgniſſe ein; dieſe wurden jedoch bald zerſtreut, denn die Huſaren verließen ihre braven Officiere und frater⸗ niſirten mit der Nationalgarde. Um 6 Uhr des Morgens trafen die Adjutanten Lafayette's ein und theilten, übrigens in ehrerbietigſter Weiſe, ihre Ordres dem Könige mit. Um Uhr traten die erhabenen Gefangenen den Rückweg nach Paris an, in demſelben Augenblick als ein neues Detachement Huſaren ankam, welches ſich jedoch vor der zehnmal ſtärkeren Uebermacht zurückziehen mußte. Tauſende von National⸗ garden dienten zur Escorte und wurden von einer unermeß⸗ lichen Menge von Freiwilligen und Banditen begleitet, die unterwegs nahe bei Sainte⸗Menehould ſchändlicher Weiſe den Grafen Dampierre ermordeten, einen Greis, welcher kein anderes Verbrechen begangen hatte, als herbei zu eilen, um auf dem Wege ſeinen König zu begrüßen.

In der kaiſerlichen Bibliothek zu Paris befindet ſich ein tefeuille, welches Quittungen über mehrere von der Nati⸗ lwerſammlung unter dem TitelNationalbelohnungen

bewilligte Summen enthält. Hierunter befinden ſich viermal 6000 Livres für den Chirurg Mangin, einen gewiſſen Jo⸗ ſeph Penſin, Paul Leblanc und den Gaſtwirth Leblanc in Varennes, die bei der Verhaftung und der Escorte des Kö⸗ nigs ſich beſonders hervorgethan hatten. Der Syndicus⸗ Procurator Sauce hat 20,000, der Poſtmeiſter Drouet 30,000 und ſein Begleiter auf dem Wege von Sainte⸗Mene⸗ hould nach Varennes, Guillaume, 10,000 Livres als Nati⸗ onalbelohnung erhalten.

Hat dieſes Blutgeld nicht eine große Aehnlichkeit mit den dreißig Silberlingen des Judas? Dieſer empfand jedoch Reue ob ſeiner That und wollte den empfangenen Lohn zu⸗ rückgeben, die Söldner von Varennes dachten aber anders hierüber. e.

Misrellen.

Bei den Seneca⸗Indianern herrſcht der Gebrauch, daß,

rbhen ſtirbt, die Angehörigen oder der Geliebte

Vogel fangen, der noch nicht geſungen hat.

¹ ſchlagen anfängt, läßt man ihn am Grabe

der Entſche fenen mit der Bitte fliegen, ſeine Schwingen

nicht eher zu ſchließen, bis er das Land der Geiſter erreicht und die Geſtorbene durch ſeinen Geſang begrüßt habe.

e.

Vom deutſchen Büchermarkt.

Vierte Folge.

Dr. Wilhelm Wolfſohn. Leipzig, Verlag von Veit und Comp. 1864.

Dieſe Monatsſchrift gehört zu den wenigen, die ſich ent⸗ fernt von dem allgemein üblichen materiellen Treiben mit Wärme um die engeren Intereſſen der Intelligenz bekümmern. Im Gegenſatz zu den meiſten Zeitungen, welche den perſön⸗ lichen Reibungen, ja ſogar Klatſchereien ihre Spalten öffnen und durch eine rein ſtoffliche Lectüre ihre Leſer ohne Begün⸗ ſtigung des guten Geſchmacks zu feſſeln ſuchen, wendet ſich der Herausgeber denjenigen Gegenſtänden zu, die ein wirk lich geiſtiges Intereſſe haben, und ſucht ſie mit redlichem Streben im Gebiete der Geographie, Ethnologie, Culturge⸗ ſchichte, Volkswirthſchaft, ſowie auch in den Sphären der Künſte und der Literatur aufzufinden.

Die Nummern der letzten Monate bringen neben nen⸗ nenswerthen größeren Aufſätzen auch eine Revue der bilden⸗ den Künſte, der Muſik, des Theaters und der Literatur und geben dadurch gebildeten Kreiſen mannigfach geiſtigen Anhalt.

Daß die nordiſche Revue vorwiegend und mit ſachkun⸗ digem Eingehen viel mehr deutſche als ruſſiſche Zuſtände und Culturfragen beſpricht und ihrer deutſchen Verbreitung des⸗ halb auch um ſo mehr Folge zu wünſchen iſt, würde jeder Leſer ſchon aus dem Inhaltsverzeichniß der einzelnen Hefte erſehen. O. B.

Das Geiſterhaus von New⸗York, von Fran⸗ ziska Anneke. Jena und Leipzig, bei Coſtenoble. 1864.

Die Verfaſſerin ſcheint noch nicht viel geſchrieben zu haben, denn es wird ihr ſchwer, eine einfache Handlung zu componiren, und noch ſchwerer, ſie einfach vorzutragen. Das amerikaniſche Leben kennt ſie allerdings genau genug und hat einige Scenerien deſſelben mit Lebendigkeit geſchildert. Auch geht ſie auf Spannung aus und will ihre Leſer nicht gern langweilen. Ihr Streben aber würde recht ſehr gewinnen, wenn es zugleich auch darauf ausginge, das Publicum im Geiſt und im Gemüth ein wenig zu erheben. Hierzu kann freilich eine abenteuerliche Vorführung von Böſewichtern und ungemein ſchamloſen Verbrechern, die nicht einmal den Reiz der Romantik und zugleich irgend einen Lebensplan vor Au⸗ gen haben, keine Gelegenheit bieten; die Verfaſſerin wird gut thun, ihre transatlantiſchen Blutmenſchen noch neben ihren Bagno⸗Einfällen durch irgend eine innewohnende Idee zu adeln. Die Wirklichkeit verbietet es nicht, daß dieſe Idee ſogar eine poetiſche ſei, denn auch die Schurken haben Mo⸗ mente, wo ſie höchſt gemüthvoll, hochreſpectabel und durchaus ſchöner Gefühle fähig ſind. O. B. Mathilde. Eine Erzählung von Sophie Schwar tz. Aus dem Schwediſchen von Auguſt Kre tzſchmar. Leip⸗ zig, F. A. Brockhaus. 1864. Die ſchwediſche Verfaſſerin hat ſich in der deutſchen Le⸗ ſerwelt ungemein raſch eingebürgert, und das Glück, das ſie macht, erinnert an das der Bremer und der Carlén. In der That iſt ihr Talent auch nicht geringer und bekommt noch mehr Gewicht durch eine ſpeeifiſch moraliſche Tendenz und überhaupt durch die Zuſammenfaſſung eines beſtimmten Ge⸗ dankenganges, den ihre Compoſitionen illuſtriren ſollen. Schon die meiſten Titel ihrer Erzählungen:der Mann von Ge⸗ burt und das Weib aus dem Volke;die Arbeit adelt; Schuld und Unſchuld;die Frau eines eitlen Mannes;

Nordiſche Revue. Internationale Zeitſchrift für Literatur, Kunſt und öffentliches Leben. Herausgegeben von

die Emancipationswuth; und endlich auchMathilde oder ein gefallſüchtiges Weib zeigen ſo viel Abſichtlichkeit, wie man es in der Literatur ſelten findet. Immerhin iſt es beſ⸗