Jahrgang 
27-52 (1864)
Seite
825
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Künſtler für das Unternehmen zu intereſſiren und ihren Stift productiv in Bewegung zu ſetzen. In der That ſcheint es faſt leichter, bei den jungen Ma lern als bei den jungen Lyrikern eine erſprießliche Ernte zu machen. Sie finden unter den bildlichen Darſtellungen mehrere, die ſich durch anſprechende Traulichkeit und ſaubere Arbeit und einige, die ſich durch ein ganz beſonderes Talent auszeichnen. Dieſe Leiſtungen verdienen in der That ein lautes Lob, denn ſo viele junge Künſtler wir auch in Deutſchland haben, ſo fehlt es doch recht ſehr an ſolchen, welche den Begriff der Illuſtrationen in edlerem Sinne faſ⸗ ſen und in dieſem Felde Beiträge zu liefern im Stande ſind, die dem verkommenen handwerksmäßigen Mate⸗ rialismus ein wenig die Wage halten.

Vor Allen nenne ich Ihnen Paul Thumann als einen ſolchen.

Er hat eine Illuſtration zu Goethe'sRatten⸗ fänger gemacht, die ſich durch ein poetiſches, ſinnig⸗

deutſches Eingehen auf die Dichtung, ſo wie durch

eine graziöſe Ausführung dieſer Idee liebenswürdig auszeichnet. Die Zeichnung iſt ſo gefällig als correct,

dey romantiſche Anflug bei einiger Erinnerung an die Düſſeldorfer Richtung durch den Stoff vollkom⸗

men gerechtfertigt und der Ausdruck in den Köpfen fein und anmuthig. Die Phantaſie des jungen Künſt⸗ lers verbindet Geſchmack mit naiver Träumerei.

Ingenmey in Düſſeldorf iſt beſonders durch den V

beſeelten Ausdruck der Köpfe und durch charakteriſti⸗ ſche Richtigkeit in der Zeichnung der Körpercontouren nicht minder beachtenswerth. bildchendie kleinen Speculanten empfiehlt ſich allen Freunden natürlich ſinnvoller Darſtellung, geſund und ohne jede Koketterie.

Ich nenne Ihnen in zweiter Reihe als gleichfalls willkommen noch Conrad Hoff in München(der an⸗ dächtige Hirt); Friedrich Heymerdinger in Ham⸗ burg(ungebetene Gäſte) und J. Varronne in Wien (der Retſee).

Albert Traeger führt das Buch durch nachfol⸗ kein: Nicht fürchtet, daß der Lärm der Schlachten Das Herz der deutſchen Kunſt empört, Daß ſie aus ihrem ſtillen Trachten Das rauhe Feldgeſchrei verſtört; Ihr leuchtet zu erhab'nem Schaffen Die Sonne weihevoller nicht, Als wenn ihr Strahh auf deutſchen Waffen In blut'gem Siegesglanz ſich bricht.

Die deutſche Kunſt, vertrauten Klängen Lauſcht ſie, wenn fern erbrauſt die Schlacht;

Jahrgange zu einer beſonders willkommenen Erſchei⸗ nung gehoben hat, wußte vierundzwanzig verſchiedene

Sein poetiſches Genre⸗

Der Noth gebieteriſches Drängen Hat längſt zur Heldin ſie gemacht; Da noch das Vaterland zerriſſen, Geknechtet noch des Volkes Sinn, Hat ſie der Freiheit ſich befliſſen, Der Einheit Bannerträgerin.

Und wenn den Panzer von den Hüften Zu kurzer Ruhe ſie geſchnallt,

Hin zu der Vorzeit Heldengrüften

Mit Griffel ſie und Rolle wallt,

Im Schatten grüner Eichenzweige Harrt ſie, das Herz von Leid beſchwert, Ob nicht ein neu Geſchlecht erſteige, Deß Thaten der Verzeichnung werth.

So harrt ſie noch, an unſern Marken

Hat zwar noch nicht der Kampf vertobt, Wird aber Deutſchland neu erſtarken, Wird ſeine Schwäche neu erprobt?

O banges, unheilvolles Fragen,

Das nichts von Troſt und Hoffnung weiß! Soll nur die Opfer ſie beklagen,

Darf feiern ſie des Sieges Preis?

Und während ſie in ſtummem Brüten Um Licht in dieſen Nächten fleht,

Hat friſche Blätter ihr und Blüthen Der Windhauch in den Schoos geweht. Nehmt hin den Strauß, in armen Zeiten Vermag der ſchwer bedrückten Bruſt Schon Wen'ges Freude zu bereiten, Erquickt Euch mit beſcheid'ner Luſt.

Doch will Euch Wenges nicht behagen, Heiſcht Alles Eure Ungeduld,

Die deutſche Kunſt nicht wollt verklagen Für das, woran ſie nimmer ſchuld.

Zur Sonne trägt den Aar die Schwinge, Wenn er den Feſſeln ſich entwand;

Daß frei ſie nach dem Höchſten ringe, Gebt ihr ein freies Vaterland.

Außerdem hat der Herausgeber noch mehrere von den bildlichen Darſtellungen durch kleine Gedichte poetiſch erklärt und darin auch unter andern nach einer kleinen Hagedorn'ſchen Situationder erſte Kuß eine ſo regelrechte Anleitung zu dieſer Action gegeben, daß ſie Vielen im Publicum begreiflicher und ange⸗ nehmer ſein wird, als Guſtav Freytag's ſelbſt ſchon für Gymnaſiaſten ſo brauchbare Inſtruction ein tadel⸗ loſes Drama zu ſchreiben. 4

Da gegenwärtig in Deutſchland die Lyrik von den größern Kreiſen des Publicums ſehr wenig als Lectüre gepflegt wird, ſo iſt es in ſolchen Zeiten dop⸗ pelt angemeſſen, wenn ſich ihre verſchiedenen Gebilde ab und zu unter ein ſchützendes Dach zuſammenflüch⸗ ten. Vorzüglich kommt es dabei darauf an, eine geſchloſſene Gruppe ſolcher lyriſcher Producenten re⸗ gelmäßig heranzuziehen, denen die Poeſie mehr als