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Vierte Folge.
II. Jahrgang.
Eine MWochenchronik für iteratur, Bunst, ſchäne Tliſſenſchaften und Geſellſchaft.
Erſcheint regelmäßig jeden Freitag.
Leipzig, am 23. December 1864.
Abonnementspreis jährl. 5 ½ Thlr.
Die Braut in der Waldkapelle.
Nach einer wahren Begebenheit von
Stanislaus Graf Grabowski.
(Schluß.)
Der März war gekommen, und der Schnee be⸗
gann zu ſchmelzen, die Gebirgsbäche rauſchten in das Thal hinab und kämpften im Verein mit der immer höher am Himmel ſteigenden Sonne gegen die Eis⸗ decken der größeren Ströme. Auch die Schranken, welche die Empfindungen zweier Herzen hinderten, ſich rückhaltslos zu ergießen, ſchienen mit jedem Tage mehr zuſammenzuſinken.
An einem Tage mußte Graf K. Geſchäfte hal— ber zu einem Nachbar hinüberfahren; er hatte Ste— phan aufgefordert, ihn zu begleiten, dieſer aber es unter dem Vorwande, daß ihn ſeine alte Wunde wie⸗ der ſchmerze, ausgeſchlagen. Der Gaſt und die Com⸗ teſſe waren allein im Schloſſe zurückgeblieben.
Beide hatten auf ihren eigenen Zimmern ge⸗ ſpeiſt; am Nachmittage fanden ſie ſich in dem Ge⸗ ſellſchaftszimmer zuſammen. Ihre Unterhaltung war einſylbig und befangen; Beider Herzen ſchienen ſchwer bedrückt. Jeannette nahm eine feine Arbeit zur Hand und ſetzte ſich damit an das Fenſter, Stephan folgte ihr und beobachtete, ſich auf die Lehne ihres Seſſels ſtützend, ſchweigend die Bewegung ihrer Hände.
Sein Athem ſtreifte an ihre Wangen,— ihr Herz klopfte ſtürmiſch, und ihre Hände zitterten.
Plötzlich ließ ſie die Stickerei auf den Boden fallen, und als ſie ſich ſchnell bückte, um ſie aufzu⸗ heben, that der junge Mann das Gleiche. Aber die Arbeit wurde nicht aufgehoben, ſondern— ſie wußte
V nicht, wie es geſchah,— ſein Arm hatte ſie ſanft um⸗
fangen, ſeine dunkeln Augen blickten mit unbeſchreib— lichem Ausdrucke in die ihrigen, und ſie hörte ihn flüſtern:„Jeannette!“
Sie glaubte ohnmächtig werden zu müſſen, und unaufhaltſam ſtürzten ihr die Thränen aus den Augen.


